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Nach Corona-Ausbruch ist die Lage im St. Marienhospital stabil

Mehrere Patienten und Mitarbeiter der geriatrischen Abteilung infiziert: Noch ist nicht bekannt, wie das Virus ins Hospital getragen wurde. Alle Zahlen und Entwicklungen gibt es hier im Überblick.

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In der geriatrischen Abteilung des Marienhospitals in Vechta haben sich Patienten und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Foto: Kühn

In der geriatrischen Abteilung des Marienhospitals in Vechta haben sich Patienten und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Foto: Kühn

Nach dem Corona-Ausbruch auf geriatrischen Station spricht Aloys Muhle, Geschäftsführer des Marienhospitals in Vechta, am Sonntag von einer "stabilen Situation". Er sagt: "Bedrohlich oder gefährlich? Für eine solche Einschätzung ist es noch zu früh." Am Samstag hatte das Gesundheitsamt Vechta bekannt gemacht, dass insgesamt 9 Patienten der geriatrischen Station des Vechtaer Krankenhauses mit dem Coronavirus infiziert sind. Die Zahl der Infizierten vergrößern 8 Mitarbeiter des Krankenhauses, die ebenfalls positiv auf das Virus getestet wurden und sich jetzt in Quarantäne befinden.

"Wir haben gehofft, dass das Coronavirus an uns vorbeigeht."Aloys Muhle. Geschäftsführer des Marienhospitals Vechta

Muhle weist darauf hin, dass die Infektionen auf der geriatrischen Station festgestellt wurden, die geriatrische Klinik im benachbarten Niels-Stensen-Haus sei aber nicht betroffen. Das Marienhospital hat sich nicht aus der Notfallversorgung abgemeldet. Die anderen Abteilungen des Hauses arbeiten wie gewohnt weiter. Die medizinische Versorgung sei "weiterhin gewährleistet".

"Wir haben gehofft, dass das Coronavirus an uns vorbeigeht, aber jetzt hat es uns trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch erwischt", erklärte Muhle auf Nachfrage. Insgesamt 23 Betten gibt es auf der geriatrischen Station. Mit Stand am Sonntagmittag waren insgesamt 13 Patienten negativ getestet worden.

Die positiv getesteten Patienten seien isoliert. Für die Station besteht ein Aufnahmestopp. Muhle gibt an, dass "55 Mitarbeiter" in die Behandlung und Betreuung der Patienten auf der geriatrischen Station eingebunden sind. 1.400 Mitarbeiter hat das Marienhospital derzeit.

Aloys Muhle ist Geschäftsführer des Vechtaer Marienhospitals. Foto: NiehuesAloys Muhle ist Geschäftsführer des Vechtaer Marienhospitals. Foto: Niehues

"Das Grundproblem ist, dass wir bislang nicht wissen, wie das Virus in die Station gelangt ist", sagt Muhle. Man werde jetzt intensiv recherchieren, ob es über Patienten oder Mitarbeiter in das Hospital getragen wurde. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wird es daher am Montag (1. Februar) weitere Reihentests geben. "Dann wissen wir hoffentlich mehr", so Muhle.

Dammer Krankenhausmitarbeiter sollen ab Dienstag geimpft werden

Ab dem 2. Februar (Dienstag) werden am Dammer Krankenhaus St. Elisabeth erstmals Corona-Impfungen beim Personal durchgeführt. Das teilte die Einrichtung am Sonntag mit. Die entsprechende Landesverordnung sieht vor, dass zunächst Mitarbeitende geimpft werden, die dem Virus am stärksten ausgesetzt sind. Wegen der begrenzten Menge des durch das Land Niedersachsen zur Verfügung gestellten Vakzins können zurzeit nur etwa 70 Prozent dieser Mitarbeiter geimpft werden. Die geringe Quote stößt auf sehr viel Unmut bei den Beschäftigten (OM online berichtete).

In den Krankenhäusern im Kreisgebiet werden derzeit 20 Corona-Infizierte stationär behandelt – 6 mehr als am Vortag. Ob die infizierten Patienten der geriatrischen Station dabei mit eingerechnet sind, dazu machte der Landkreis erneut keine Angabe. 4 infizierte Patienten befinden sich zudem auf der Intensivstation (+1 im Vergleich zum Vortag).

Gesundheitsamt zählt Corona-Neuinfektionen

Das Vechta Gesundheitsamt meldet unterdessen 5 Neuinfektionen mit dem Coronavirus (31. Januar, 18.30 Uhr). Die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Infektionen steigt auf 4851. Die Zahl der Genesenen steigt um 10 Personen auf 4561. Momentan befinden sich 575 Bürgerinnen und Bürger in Quarantäne.

Im Kreisgebiet sind aktuell 221 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. Die meisten aktiven Fälle zählt die Kreisstadt mit 48 aktiven Fällen, gefolgt von Goldenstedt (40 aktive Fälle). Die meisten Neuinfektionen verortet das Gesundheitsamt in Vechta (+3). Die meisten Genesenen verortet das Amt in Lohne (-2). In Neuenkirchen-Vörden gibt derzeit keinen bestätigten Coronafall. Die aktiven Infektionen verteilen sich wie folgt (Änderungen zum Vortag):

  • 6 in Bakum (+1 Neuinfektion)
  • 4 in Damme
  • 17 in Dinklage
  • 40 in Goldenstedt (-3 genesene Personen)
  • 11 in Holdorf (-1)
  • 33 in Lohne (+1, -2)
  • 0 in Neuenkirchen-Vörden
  • 25 in Steinfeld (-3)
  • 48 in Vechta (+3, -1)
  • 37 in Visbek

Für den Kreis Vechta ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche erneut deutlich gestiegen. Der Wert liegt nach Angaben des Landesgesundheitsamtes am Sonntag (Stand: 9 Uhr) bei 108,5 - und damit wieder über der 100er-Marke. Das war zuletzt am 19. Januar der Fall.

Bei Fragen zu den Corona-Regeln im Kreis Vechta wenden Sie sich bitte an das Bürgertelefon der Kreisverwaltung: 04441/898-3333.

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