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Museum, Stadt und Oberschule sind jetzt Projektpartner

Das Museum im Zeughaus, die Geschwister-Scholl-Oberschule und die Stadt Vechta besiegeln ihre enge Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt stehen die Aspekte Umwelt, Natur und Pflege.

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Alles in trockenen Tüchern: In Anwesenheit der Schülerinnen und Schüler unterzeichneten Schulleiterin Anke Magerfleisch, Bürgermeister Kristian Kater und Museumsleiter Kai Jansen (vorne, von links) die Kooperationsvereinbarung. Foto: Thomes

Alles in trockenen Tüchern: In Anwesenheit der Schülerinnen und Schüler unterzeichneten Schulleiterin Anke Magerfleisch, Bürgermeister Kristian Kater und Museumsleiter Kai Jansen (vorne, von links) die Kooperationsvereinbarung. Foto: Thomes

Der Griff zum Spaten wird für die Siebt- und Achtklässler der Geschwister-Scholl-Oberschule (GOS) in Zukunft wohl zur Routine. Grund ist eine Kooperation der Schule mit der Stadt Vechta und dem Museum im Zeughaus. Bei der praktischen Projektarbeit sollen die Aspekte Umwelt, Natur und Pflege im Vordergrund stehen.

Die Zusammenarbeit haben die drei Partner bereits im Frühjahr 2020 angestrebt. Doch aufgrund der Pandemielage hat sich die Vertragsschließung verzögert. Nun ist die Sache endlich offiziell: Bürgermeister Kristian Kater (SPD), Schulleiterin Anke Magerfleisch und Museumsleiter Kai Jansen haben das Papier in Anwesenheit der Projektklassen unterzeichnet.

In der Vergangenheit haben schon mehrere gemeinsame Aktivitäten von Schule, Stadt und Museum stattgefunden. So wurde im Jahr 1998, kurz nach der Entstehung des Museums im Zeughaus, bereits ein historischer Backofen von den Schülerinnen und Schülern der damaligen Haupt- und Realschule errichtet. Anschließend folgte der Bau eines historischen Backhauses.

Das erste Projekt der neuen Kooperation, bei dem die Schulkinder eine mittelalterliche Kräuterspirale errichten, ist im September des vergangenen Jahres gestartet. Nun soll bald die Bepflanzung der Kräuterspirale vollzogen werden. „Wenn das Wetter besser wird, kann es weitergehen“, meint Matthias Grau, Lehrer der teilnehmenden Jahrgänge der Oberschule.

Beitrag zur Bewerbung als Umweltschule

Im Vorfeld der Vertragsunterzeichnung haben die Klassen bereits zum Spaten gegriffen und ein Nutz- und Zierbeet im Garten des Museums erstellt. Der städtische Bauhof stellte die nötigen Mittel zur Verfügung, während das Museum sich mit seinem Personal um die Begleitung der Gruppe kümmerte. Die Bepflanzung des Beetes soll ebenfalls bei besserem Wetter fertiggestellt werden.

Im Laufe der Zeit sollen die jungen Leute auch die Möglichkeit bekommen, an spontanen Museumsführungen teilzunehmen und die Einrichtung somit besser kennenzulernen. „In der Zukunft werden dann weitere Projekte folgen“, so Jansen. Erste Ideen beziehen sich dabei auch auf den nahe gelegenen Zitadellenpark.

Ziel der Projektarbeit ist es, das Bewusstsein der jungen Menschen für Nachhaltigkeit, Umweltschutz und gesunde Ernährung zu fördern. „Die Schüler haben große Freude bei dieser Kooperation. Sie lernen spielend dazu“, schildert Grau die ersten Erfahrungen. Mit der Umsetzung der Kräuterspirale sowie des Nutz- und Zierbeets erfülle die GSO außerdem bestehende Anforderungen für das laufende Bewerbungsverfahren zur Umweltschule.

"Hier am Museum wird Geschichte gelebt und zugleich Zukunft geschrieben.“Anke Magerfleisch, Leiter der Geschwister-Scholl-Oberschule in Vechta

Auch das Stadtbild soll durch die Projektarbeit verändert werden. Die Schulvertreter freuen sich, auf diesem Weg der Stadt Vechta als Schulträger etwas zurückgeben zu können. Dies ist ganz im Sinne von Bürgermeister Kater, der sich bei der Vertragsunterzeichnung bei den Teilnehmenden für das Engagement rund um das städtische Museum bedankte.

Schulleiterin Anke Magerfleisch betonte, dass durch die neue Zusammenarbeit die gemeinsame vergangene Geschichte aufgegriffen und in die Gegenwart geholt und zugleich die Zukunft beeinflusst werde. „Hier am Museum wird Geschichte gelebt und zugleich Zukunft geschrieben“, so die Schulleiterin.

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