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Holdorf: Am höchsten, am längsten und am kleinsten

Die Gemeinde Holdorf steht für den Heidesee und den Erlebnispfad am Handorfer Mühlenbach, die große Gewerbeschau Igeha und das vielfältige Vereinswesen. Doch was sind die extremsten Orte der Kommune?

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Gut Ihorst, Foto: Heinrich Vollmer

Gut Ihorst, Foto: Heinrich Vollmer

Das höchste Gebäude:
War jahrelang mit 42 Metern der Werksturm der Deutschen Milchkontor, bis er vor kurzem abgebaut wurde. Das höchste Gebäude steht jetzt in unmittelbarer Nähe auf der anderen Seite der Bahnschienen. Es ist der Turm der Firma Tafu (Thamann und Leiber), der 37 Meter in die Höhe ragt.

Das ältesteste noch existierende Gebäude:
Ist das Gut Ihorst. Das Gut baute der Droste Heinrich von Schade 1560 auf der Fläche dreier Höfe aus dem Besitz der Herren von Dinklage. Von 1697 bis 1868 war es im Besitz der Familie von Ascheberg. 1882 kaufte es Graf Franz von Spee aus Heltorf bei Düsseldorf (1841 - 1921). Von 1903 bis 1986 verwalteten die Gutsinspektoren Franz Wehage und dessen Sohn Josef das Gut im Auftrag des Grafen. Von 1998 bis 2012 hatte Familie Cremer es gepachtet und dort zeitweise ein Café eröffnet. Zum Gut gehört eine barocke Gutskapelle. Sie wurde 1747 durch den damaligen Besitzer Ernst Friedrich von Ascheberg erbaut. Baumeister war wahrscheinlich Barockbaumeister Konrad Schlaun.

Der höchste Punkt:
Ist die Dersaburg. 107 Meter über dem Meeresspiegel liegen die Reste der früheren Befestigungsanlage. Der Hügel liegt zwischen hohen Bäumen und Büschen im Ortsteil Handorf. Der Name Dersaburg ist das erste Mal im Jahr 785 in historischen Schriften verzeichnet. Es wird vermutet, dass sie bis ins Hochmittelalter Bestand hatte. Die Ringwallanlage nicht mehr nur ein Ort alter Mythen, sondern auch moderner Wellness-Aktivitäten. Hier führt schließlich die Route 4 des Nordic-Walking-Parks Dammer Berge entlang. Bürgermeister Krug hat sogar die Markenrechte für den Namen „Dersa“ rechtlich für die Gemeinde gesichert.

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Der niedrigste Punkt:
Liegt in Ihorst, nördlich der Kreisstraße 270, exakt 28,75 Meter über Normal Null. Zu Ihorst gehören die Bauerschaft Ihorst und das 340 Hektar große Gut Ihorst. 155 Menschen (85 Männer, 70 Frauen) leben im Holdorfer Nordosten. Zum Vergleich: 1959 hatte Ihorst noch 253 Einwohner. Der Name Ihorst leitet sich übrigens wie folgt ab: Ihorst = Igehorst = Eist = Anhöhe im Wasser.

Größte und kleine Ortschaft:
Die Gemeinde Holdorf wächst und wächst und wächst. Holdorf hat - mit Stand Ende Januar - exakt 7497 Einwohner. Das sind fast 1000 Einwohner mehr als 2010 (6530). Größte Ortschaft ist, na klar, Holdorf selbst mit 4873 Einwohner. Es folgen Langenberg (1312), Fladderlohausen (653), Handorf (394), Ihorst (155) und Grandorf (110). Der Einwohner mäßig kleinste Ortsteil ist übrigens Schelenhorst (22).

Größter und kleinster See:
Der bekannteste See ist natürlich der Heidesee. Doch der naturbelassene Baggersee ist mit zehn Hektar nicht der Größte der Gemeinde. Das ist der Kalksandsteinsee mit 22 Hektar. Der 20 Meter tiefe Kiessee wird von den Bausstoffwerken Münster-Osnabrück (BMO) zum Sandabbau genutzt. Der Angelsportverein nutzt den See als Pächter. Der kleinste See ist der im Wald liegende Fischteich im Fladder mit einer Größe von exakt 893 Quadratmetern.

Größte und kleinste Schule:
Drei Schulen hat die Gemeinde Holdorf. Die kleinste ist die, derzeit komplett sanierte, Barbaraschule in Langenberg. An der 1957 eröffneten Grundschule werden die 55 Schüler in vier Klassen von sechs Lehrern unterrichtet. Größte Schule in Holdorf ist die Georg-Kerschensteiner-Schule. Ihre Fakten: 14 Klassen, 30 Lehrkräfte und 277 Schüler. Die Oberschule entstand 2012 als Nachfolgeeinrichtung der Haupt- und Realschule Holdorf. Die erste urkundliche Erwähnung einer Schule in Holdorf stammt übrigens aus dem Jahr 1634.

Das älteste noch existierende Gebäude ist das Gut Ihorst.
Foto: Heinrich Vollmer
Gut Ihorst
Foto: Heinrich Vollmer
Gut Ihorst 
Foto: Heinrich Vollmer 
Größte Ortschaft ist Holdorf selbst.
Foto: Heinrich Vollmer 
Die kleinste Ortschaft dagegen ist Grandorf mit 110 Einwohnern.
Foto: Frederik Böckmann
Größte Schule in Holdorf ist die Georg-Kerschensteiner-Schule mit 277 Schülern.
Foto: Frederik Böckmann
Die kleinste ist die komplett sanierte Barbaraschule in Langenberg.
Foto: Torben Siemer
Lange Zeit die größte Kita - jetzt aber von der Kita Martin Luther überholt: Der Dominikus-Kindergarten an der Badberger Straße.
Foto: Heinrich Vollmer
Kleinste der fünf Kitas ist Katharina von Bora in Fladderlohausen mit 43 Plätzen.
Foto: Bernd Bergmann
Der größte Kindergarten: In der Kita Martin Luther gibt es Plätze für 120 Kinder in drei Regel- und drei Krippengruppen. Foto: Böckmann
Der Kalksandsteinsee mit 22 Hektar ist der größte See der Gemeinde.
Foto: Heinrich Vollmer 
Kleinster See ist der Teich im Fladder (893 qm).
Foto: Vollmer
Der höchste Punkt ist die Dersaburg. 107 Meter über dem Meeresspiegel liegen die Reste der früheren Befestigungsanlage.
Foto: Heinrich Vollmer 
Der niedrigste Punkt liegt in Ihorst, nördlich der Kreisstraße 270, exakt 28,75 Meter über Normal Null.
Foto: Frederik Böckmann
Das höchste Gebäude mit 42 Metern war lange der Werksturm des Deutschen Milchkontor (links) - bis zu seinem Rückbau vor ein paar Wochen. Jetzt ist das höchste Gebäude das der Firma Tafu (rechts).
Foto: Heinrich Vollmer 
Längste der 176 Straßen ist der Lorser Weg mit 4,77 Kilometern.
Foto: Frederik Böckmann
Mit gerade mal 40 Meter ist Am Ehrenmal die kürzeste Straße in Holdorf.
Foto: Frederik Böckmann

Größter und kleinster Kindergarten:
Mittlerweile hat die Kommune fünf Kindertagesstätten. Die kleinste ist die Kita Katharina von Bora in Fladderlohausen, die am 19. Januar 2017 eröffnet wurde. Unter der Leitung von Danny Bienias verteilen sich die 43 Plätze auf eine Regel- und eine Altersgruppe. Der Dominikus-Kindergarten an der Badberger Straße war lange Zeit der größte im Gemeindegebiet. Diesen inoffiziellen Titel trägt nun die neue Kita Martin Luther Im Bäkeesch. 120 Kinder verteilen sich in der Einrichtung, die im Februar 2020 ihren Betrieb aufgenommen hat, auf drei Krippen- und drei Regelgruppen. Leiterin ist Melanie Lehde.

Längste und kürzeste Straße:
176 Straßen liegen im Verantwortungsbereich der Gemeinde. Die längste Straße ist der Lorser Weg mit 4,77 Kilometern. 70 Menschen wohnen entlang der Straße in den Ortsteilen Fladderlohausen und Fladder. Niemand wohnt dagegen an der kürzesten Straße, die nur 40 Meter lang ist. Sie heißt: Am Ehrenmal – und dient hinter dem Gedenkstein als Verbindungsweg zwischen Steinfelder Straße und der Badberger Straße.

Links:

Quellen: Gemeinde Holdorf, OV-Archiv

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