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Gleich vier Omikron-Fälle im Kreis Cloppenburg am Mittwoch bestätigt

Die Virus-Variante ist offenbar in der Fläche angekommen. Die vier Infektionen sind durch Zufall nachgewiesen worden. Die Personen stehen in keinem Zusammenhang. Alle Kontakte müssen in Quarantäne.

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Symbolfoto: dpa

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Im Landkreis Cloppenburg sind vier Corona-Infizierte positiv auf die Omikron-Variante getestet worden. Das bestätigt die Cloppenburger Kreisverwaltung am Mittwoch auf Anfrage von OM Online. Dabei handelt es sich um drei Frauen und einen Mann, die in keinem direkten Zusammenhang zueinander stehen. Sie alle wohnen in unterschiedlichen Städten und Gemeinden des Landkreises Cloppenburg. Und: Dass in diesen Fällen die Omikron-Variante vorliegt, ist nur durch Zufall entdeckt worden. Das bestätigt Kreissprecher Frank Beumker gegenüber OM Online. Aufgrund dieser Umstände liegt also der Verdacht nahe, dass die ansteckendere Variante des Coronavirus bereits in der Fläche des Landkreises angekommen ist.

Damit haben sich nach jetzigem Stand insgesamt fünf Einwohner des Landkreises  nachweislich mit der Omikron-Variante angesteckt. Der erste Fall wurde bereit am 15. Dezember bestätigt. Dabei handelte es sich um eine Reiserückkehrerin aus Südafrika, die aber bereits bei ihrer Ankunft in Hamburg unter Quarantäne gestellt wurde, nachdem sie am Flughafen positiv getestet wurde.

Alle Kontakte müssen in Quarantäne

Bei den vier neuen Fällen handelt es sich laut Beumkers Aussage hingegen nicht um Reiserückkehrer. Dementsprechend seien die positiven Coronabefunde auch nicht anlassbezogen näher auf eine Virusvariante untersucht worden. Vielmehr sei dies durch Zufallsprinzip in einem Labor geschehen. "Die Labore sequenzieren täglich 5 bis 10 Prozent der täglich eingehenden Proben auf die neuartige Variante", erklärt Beumker. Bei der Sequenzierung werden die Genome der Coronaviren untersucht. Nur so ist ein verlässlicher Nachweis möglich, ob eine bestimmte Virusvariante vorliegt. Diese Untersuchung ist aber aufwändig und kann mehrere Tage dauern, wie sich bereits bei der Ausbreitung der Delta-Variante gezeigt hat.

Für die Kontaktpersonen der vier Omikron-Infizierten bedeutet das jetzt eine 14-tägige Quarantäne - und zwar unabhängig davon, ob sie vollständig geimpft sind oder als genesen gelten. Auch das bestätigt Beumker auf Anfrage von OM Online.  Bislang mussten Geimpfte und Genesene nur dann in Quarantäne, wenn sie im gleichen Haushalt wie die infizierte Person leben oder etwa Krankheitssymptone entwickeln. Das entspricht einer Empfehlung des Robert-Koch-Institutes. Auch eine Verkürzung der Quarantänezeit durch "Freitesten" ist ausgeschlossen.

Die Omikron-Entwicklung im Landkreis Verden ist "explosionsartig"

Wie schnell sich die Omikron auf das Infektionsgeschehen in einem Landkreis entwickeln kann, zeigt ein Blick nach Verden. Auch dort gab es zunächst vier Labor-Bestätigungen auf die Virus-Variante. Das ist jetzt eine Woche her. Seitdem sind die Infektionszahlen rasant gestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 184,6 am 8. Dezember auf jetzt 355,4 regelrecht nach oben geschossen. Jutta Dreyer, Leiterin der Verdener Gesundheitsamtes,  sieht in der Variante "den Hauptgrund für den explosionsartigen Anstieg der aktuellen Fallzahlen". Sie liefert auch erste Erfahrungen zu den Kontakten der Omikron-Infizierten: "Wo ein positiver Fall ist, ist auch ohne direkten Labornachweis klar, dass positive Angehörige oder Freunde dieselbe Variante haben. Unsere ersten Erfahrungen mit der Variante würden bestätigen, was bereits über die Medien bekannt sei: Die Ansteckung gehe rasant schnell, selbst ein kurzer, flüchtiger Kontakt könne ausreichen."

Cloppenburger Gesundheitsamt meldet weiteren Corona-Todesfall

Das Cloppenburger Gesundheitsamt meldet am Mittwoch einen weiteren Todesfall, der in Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus steht. Dadurch erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf 198.

Dem Gesundheitsamt liegen am Mittwoch 49 positive Testergebnisse vor. Demgegenüber stehen 82 Personen, die seit Mittwoch als genesen gelten. Dadurch sinkt die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen auf 597 (Vortag: 631). Das ist ein Tiefstwert seit dem 25. Oktober.

Zurzeit werden 7 infizierte Patienten stationär in einem der Krankenhäuser behandelt (Vortag: 7) – davon liegen 2 Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 2). Aktuell stehen 991 Einwohner unter amtlich angeordneter Quarantäne. Wie bereits berichtet, hat das Robert-Koch-Institut am Mittwoch eine 7-Tage-Inzidenz von 155,8 gemeldet. Ab Donnerstag gilt eine verlängerte Allgemeinverfügung mit dann auch weiter verschärften Corona-Regeln.

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