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Landkreis Cloppenburg meldet ersten Omikron-Fall

Die betroffene Person aus dem Kreis Cloppenburg ist in Hamburg positiv getestet worden und befindet sich dort unter Quarantäne. In Stadt und Landkreis Osnabrück gibt es vier Omikron-Fälle.

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Symbolfoto: dpa

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Eine Einwohnerin des Landkreises Cloppenburg ist positiv auf die Coronavirus-Variante Omikron getestet worden. Das bestätigt die Cloppenburger Kreisverwaltung auf Anfrage von OM Online am Mittwochnachmittag. Demnach handelt es sich um eine Reiserückkehrerin aus Südafrika. Die Frau hält sich allerdings nicht im Kreisgebiet auf. Wie Kreissprecher Frank Beumker mitteilt, sei die Person bei ihrer Ankunft am Hamburger Flughafen zunächst positiv getestet worden und befindet sich dort bereits in Quarantäne. Der Nachweis auf Omikron sei jetzt erfolgt. Weil die Person im Landkreis Cloppenburg wohnt, ist das Cloppenburger Gesundheitsamt informiert worden.

Ein positiver Coronabefund wird zunächst durch eine Typisierung in einem Labor näher untersucht. Ein hieb- und stichfester Nachweis auf die Omikron-Mutation ist nur durch eine Vollgenomsequenzierung in einem Speziallabor möglich – bis das Ergebnis einer solchen Analyse vorliegt, können mehrere Tage vergehen.

"Für den Landkreis Cloppenburg gab es aktuell noch keinen Anlass gezielt auf Omikron zu sequenzieren"Kreissprecher Frank Beumker

Wie Frank Beumker mitteilt, werden täglich etwa 5 bis 10 Prozent der eingegangenen positiven Coronabefunde stichprobenartig in den Laboren auf die Omikron-Variante untersucht. "Für den Landkreis Cloppenburg gab es aktuell noch keinen Anlass  gezielt auf Omikron zu sequenzieren", erklärt Beumker. Als Beispiel nennt er zum Beispiel Reiserückkehrer.

Nach derzeitigem Kenntnisstand sind im Landkreis Vechta keine Infektionsfälle mit der neuen Coronavirus-Variante nachgewiesen worden. Anders sieht es allerdings mittlerweile in der direkten Nachbarschaft des Oldenburger Münsterlandes aus.

Vier Omikron-Fälle in Stadt und Landkreis Osnabrück

In Stadt und Landkreis Osnabrück sind gleich vier Omikron-Fälle labortechnisch durch eine Typisierung nachgewiesen worden. Das meldet die Neue Osnabrücker Zeitung am Mittwoch. Zwei der Betroffenen wohnen im Osnabrücker Stadtgebiet, die anderen beiden im Landkreis. Nach derzeitigem Kenntnisstand stehen die vier unabhängig voneinander nachgewiesenen Infektionen nicht in direktem Zusammenhang mit einer Auslandsreise, sondern kommen aus dem jeweiligen Arbeitsumfeld. Es seien bereits einige Kontaktpersonen positiv getestet worden, hier steht der Omikron-Nachweis noch aus.

Bereits am Montag ist die Omikron-Variante im Cloppenburger Nachbarlandkreis Leer nachgewiesen worden. In diesem Fall konnte bereits nachvollzogen werden, dass sich die infizierte Person zuvor in Südafrika aufgehalten hat. Dort ist die Omikron-Variante erstmals besonders breit gestreut nachgewiesen worden.

Weitere Fälle sind in den letzten Tagen außerdem in Grafschaft Bentheim und in der Wesermarsch gemeldet worden. In diesen Fällen gibt es keinen direkten Zusammenhang mit einer Auslandsreise.


Fakten zu den bislang bekannten Virus-Varianten

  • Der sogenannte Wildtyp: Mit ihm hat die Pandemie begonnen.
  • Alpha: Der Typ B.1.1.7 war die erste Virusvariante, welche erstmals im Dezember 2020 in Großbritannien und dann auch relativ schnell in Deutschland nachgewiesen wurde.
  • Beta: Die Virusvariante B.1.351 ist fast zeitgleich mit Alpha nachgewiesen worden und wurde zuerst in Südafrika nachgewiesen.
  • Gamma: Die Variante P.1 wurde in Brasilien entdeckt und ist wie Beta in Deutschland kaum verbreitet.
  • Delta: Diese Variante ist (noch) die dominierende. Der Typ B.1.617.2 wurde bereits im Oktober 2020 in Indien nachgewiesen. Auch in Deutschland ist sie die am häufigsten verbreitete Variante
  • Omikron: Nach neuestem Kenntnisstand wurde der Typ B.1.1.529 Ende November erstmals in Botswana nachgewiesen, bekannt allerdings durch die massive Ausbreitung in Südafrika. Deutschlandweit wurden bereits erste Fälle nachgewiesen.

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