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Glascontainer: Politik fordert Lösungen

CDU und Opposition sind sich einig: Die Gemeinde Steinfeld soll zusammen mit den Betreibern der Supermärkte ein Konzept für den Ortskern entwickeln.

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Ausnahmsweise gibt es nichts zu klagen: Im Januar dieses Jahres waren die Altglascontainer beim Nahversorger Kohorst-Langer an der Breslauer Straße völlig überfüllt. Aktuell ist der Entsorgungsplatz sauber – das Thema bewegt dennoch die Gemüter. Foto: Timphaus

Ausnahmsweise gibt es nichts zu klagen: Im Januar dieses Jahres waren die Altglascontainer beim Nahversorger Kohorst-Langer an der Breslauer Straße völlig überfüllt. Aktuell ist der Entsorgungsplatz sauber – das Thema bewegt dennoch die Gemüter. Foto: Timphaus

Überfüllte Glascontainer und illegal entsorgter Müll im Umfeld der Entsorgungsplätze haben in Steinfeld in der Vergangenheit immer wieder für großen Ärger gesorgt. Jetzt hat der Gemeinderat die Verwaltung mit großer Mehrheit dazu aufgefordert, gemeinsam mit den Betreibern der Supermärkte ein Konzept für den Steinfelder Ortskern zu erarbeiten.

Vorausgegangen war ein Antrag der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) und der SPD. Deren Gruppenvorsitzender Heinrich Luhr drängte auf eine akzeptable Lösung für den Missstand. Ziel sollte es aus Sicht der Opposition sein, dass auf dem Gelände Kempelhof (Aldi, Neukauf etc.) und dem Gelände der Firma Heinemann Immobilien (Lidl, K+K, Rossmann etc.) wieder Container für Altglas und Papier aufgestellt werden.

In der Gemeinde gibt es aktuell sechs Standorte für die Entsorgung von Altglas: an der Wertstoffsammelstelle am Schemder Weg, in der Graf-von-Spee-Siedlung beim Nahversorger Kohorst-Langer, in Holthausen bei der Gaststätte Stärk-Berding, am Dorfplatz in Mühlen, am Pickerweg in Lehmden sowie in der Kreuzberg-Siedlung.

Im Ortskern gibt es keine Entsorgungsmöglichkeiten

Luhr kritisierte, dass es im Ortskern keinerlei Möglichkeit zur Rückgabe von Verpackung und Glas gebe, obwohl die Supermärkte zur Annahme verpflichtet seien. Dieser Missstand sei nicht akzeptabel. Laut dem UWG/SPD-Gruppenvorsitzenden, der sich während seiner Ausführungen immer wieder auf das Kreislaufwirtschaftsgesetz bezog, lebe die Gemeinde "seit Jahren" mit einer Ordnungswidrigkeit. Diesem Vorwurf widersprach Hubert Pille (CDU) entschieden.

Luhr sagte weiter, dass das Thema und das Fehlen vor allem von Glascontainern im Ortskern innerhalb der Bevölkerung sehr emotional diskutiert werde. "Es kann nicht angehen, dass wir nur Möglichkeiten im Außenbereich schaffen."

Es bedürfe einer Lösung für die Problematik, forderte Luhr und empfahl, das Thema in den Bau-, Planungs- und Wirtschaftsförderungsausschuss zu verweisen, um über das Vorgehen sprechen zu können.

CDU überrumpelt Luhr mit Vorstoß

Die CDU-Fraktion erachtete diesen Zwischenschritt jedoch als unnötig. "Wir stimmen dem Antrag zu. Die Verwaltung sollte schnell nach einer Lösung suchen", sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Harpenau.

Luhr wirkte etwas überrumpelt vom Vorstoß der Christdemokraten. Doch der Ratsvorsitzende Michael Bavendiek (CDU) meinte, dass der Fachausschuss ohnehin "nur" beratende Funktion einnehme und sich der Arbeitsauftrag für die Gemeindeverwaltung aus dem Antrag erschließe.

Steinfelds Bürgermeisterin Manuela Honkomp zeigte sich kooperationsbereit. "Wir können den Antrag gerne prüfen", meinte sie.

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