Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Gemeinde Saterland will mehr Flächen für Windparks ausweisen

Im Saterland richten Rat und Verwaltung weitere Sondergebiete für Windenergie ein. Bedenken dazu gibt es von der Unteren Naturschutzbehörde.

Artikel teilen:
Angepasste Pläne: Im Ostermoor sollen künftig Anlagen mit einer Gesamthöhe von 200 Metern entstehen. Foto: dpa/Wüstneck

Angepasste Pläne: Im Ostermoor sollen künftig Anlagen mit einer Gesamthöhe von 200 Metern entstehen. Foto: dpa/Wüstneck

Die Gemeinde Saterland möchte weitere Sonderbauflächen für Windenergie schaffen. Die Mitglieder des Ausschusses für Planung, Bau, Umwelt, Klima und Landwirtschaft beschlossen aus diesem Grund auf ihrer jüngsten Sitzung die 62. Änderung des Flächennutzungsplans. Zuvor war eine neue Standortpotenzialstudie durchgeführt worden. Konkretes Ziel des Vorhabens ist die Schaffung neuer Sonderbauflächen an konfliktarmen Stellen.

Insgesamt sind dafür drei Teilbereiche vorgesehen: Dazu gehört unter anderem Ostermoor (535 Hektar). In diesem Abschnitt ist vorgesehen, die der bereits bestehenden Windkraftanlagen auf 200 Meter anzupassen. Zudem machen Rat und Verwaltung mit ihrem Vorhaben den Weg frei, neue Windkraftanlagen im Westermoor entstehen zu lassen. Dafür stehen im Westermoor Süd rund 147 Hektar zur Verfügung, während es im Westermoor Nord 101 Hektar sind. Der Gemeinderat hatte sich in diesem Bereich bereits im Januar 2023 für die Aufstellung des überarbeiteten Flächennutzungsplanes ausgesprochen.

Derweil hatte die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Cloppenburg im Rahmen der öffentlichen Beteiligung Bedenken geäußert bezüglich des Abstands zum Vogelschutzgebiet Esterweger Dose. Das Planungsbüro Diekmann-Mosebach und Partner aus Rastede hingegen sah in dieser Angelegenheit keine unüberbrückbaren Probleme.

Repowering in bestehenden Windparks vorgesehen

Auch die Bundeswehr meldete Hinweise bezüglich möglicher Beeinträchtigungen der Marine-Sendefunkstelle. Hier verwiesen die Planer darauf, dass es zunächst nur um den Flächennutzungsplan gehe. Anlagen könnten mit Größen genehmigt werden, die die Marinefunkstelle nicht beeinträchtigten. „Kann der Landkreis Cloppenburg die Änderung beziehungsweise Genehmigung versagen?“, wollte Ratsherr Jens Immer (CDU) wissen. „Ja, das kann die Behörde. Aber aus planerischer Sicht gibt es dazu keinen Anlass“, versicherte Hannes Korte vom Planungsbüro.

Für bestehende Windparks wie Scharrel-Neuwall ist ein Repowering vorgesehen, wobei alte Anlagen durch neue ersetzt werden sollen. Rat und Verwaltung der Gemeinde Saterland sehen eine künftige Steuerung über den Flächennutzungsplan vor, ohne weitere Bebauungspläne. Diese Maßnahmen zielen auf die Förderung der Energiewende im Saterland ab.

Danke, OM für 10.000 Digital-Abos! Lesen Sie jetzt OM-Plus ein Jahr lang für nur 8,99€ / Monat und sparen Sie so bis zu 40%. Hier geht es zum Angebot.

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Gemeinde Saterland will mehr Flächen für Windparks ausweisen - OM online