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Für mehr Vielfalt an Goldenstedts Wegen

Landwirtschaftliche Wege haben Potenzial, findet unter anderem die örtliche Naturschutzmanagerin. Deshalb soll mit den Weggenossenschaften überlegt werden, wie diese aufgewertet werden können.

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Tatkräftig mit angepackt: In Ambergen ist das erste Projekt bereits mit Unterstützung von Hegering, Schülerinnen und Schülern und weiteren Freiwilligen umgesetzt worden. So wurden rund 40 Obstbäume gepflanzt. Foto: Lehmkuhl

Tatkräftig mit angepackt: In Ambergen ist das erste Projekt bereits mit Unterstützung von Hegering, Schülerinnen und Schülern und weiteren Freiwilligen umgesetzt worden. So wurden rund 40 Obstbäume gepflanzt. Foto: Lehmkuhl

Die Wegrandstreifen in Goldenstedt sollen deutlich aufgewertet werden. Das ist ein Ziel der Arbeitsgruppe Goldenstedt 2030. Doch reicht das Engagement auf gemeindeeigenen Flächen? Das sei eine der Fragen gewesen, die sich die Gruppe gestellt habe, verrät Maria Buschenhenke, Klima- und Naturschutzmanagerin der Gemeinde Goldenstedt. Denn: In den Bereichen der elf Wegegenossenschaften gebe es ebenfalls erhebliches Potenzial. Deshalb habe sich die Arbeitsgruppe Goldenstedt 2030 nun entschieden, in Zusammenarbeit mit den Genossenschaften die Wirtschaftswege im Gemeindegebiet vielfältig nutzbar machen zu wollen.

Wege im ländlichen Raum werden nicht nur von der Landwirtschaft als Zuwegung genutzt, sondern dienen Bürgern und Touristen zur Erholung in der Natur, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde. Wege seien zudem von hoher Bedeutung für die biologische Vielfalt: Wegeseitenräume seien mit ihren Kräutern und Blühpflanzen wichtige Biotope; Hecken und Bäume Lebensräume für die heimische Tierwelt. Und weiter: An die landwirtschaftlichen Wege werden somit viele Ansprüche gestellt, die miteinander in Einklang gebracht werden müssen.

40 Obstbäume zieren Weg zum Quadmoor

Die Arbeitsgruppe Goldenstedt 2030 möchte zusammen mit den Wegegenossenschaften ein Zukunftskonzept für die jeweiligen landwirtschaftlichen Wege entwickeln, das Wirtschaftlichkeit und den Schutz der biologischen Vielfalt zusammenbringt. Den Anfang machte nun unlängst die Wegegenossenschaft Ambergen, die sich nach Angaben Buschenhenkes auf Eigeninitiative an die Gemeindeverwaltung gewandt hatte. Bei der fraglichen Fläche handele es sich um einen breiten Streifen, der zum Teil in der Hand der Wegegenossenschaft, zum Teil in der Hand der Gemeinde liege, erklärt sie.

Der Weg zum Quadmoor wurde mit rund 40 Obstbäumen – von der Gemeinde finanziert – bepflanzt. Hier haben neben der Wegegenossenschaft Ambergen der Hegering Goldenstedt, die Gemeinde Goldenstedt, Schülerinnen und Schüler der Marienschule und freiwillige Helferinnen und Helfer der AG Goldenstedt 2030 sowie die Interessengemeinschaft für eine sinnvolle Gemeindegestaltung Goldenstedt (IGG) mitgeholfen, lässt Buschenhenke wissen. Bei der Pflege wird die Wegegenossenschaft vom Hegering unterstützt. Die Baumreihe soll darüber hinaus mit einer Heckenstruktur ergänzt werden. Im Bereich des Stieleichenwegs soll im Herbst ebenfalls weitergemacht werden, sagt sie.

„Runder Tisch“ mit Wegegenossenschaften

Und so soll es Schritt für Schritt im gesamten Gemeindegebiet weitergehen, wenn es nach den Wünschen der Arbeitsgemeinschaft und der Klima- und Naturschutzmanagerin geht. An „Runden Tischen“ soll mithilfe der Gemeindeverwaltung mit allen Beteiligten nach gemeinsamen Lösungen gesucht und Ideen für die Gestaltung einzelner Wegeseitenräume entwickelt werden. Die unterschiedlichen Interessen von Naturschutz, Landwirtschaft, Verwaltung oder Tourismus sollen gebündelt werden. Gepflegt werden müssen die Seitenräume ohnehin. Aktuell werden die Flächen vielfach gemulcht, gemäht, sagt Buschenhenke. Es gebe aber Möglichkeiten, das Ganze naturnäher zu gestalten. Aber, so betont sie, es soll so wenig pflegeintensiv wie möglich sein.

In einer für den Frühsommer geplanten Infoveranstaltung sollen die Vorstände der Wegegenossenschaften sowie deren interessierte Mitglieder, Anliegerinnen und Anlieger sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger über das Projekt der Arbeitsgemeinschaft informiert werden und sich gemeinsam zu Möglichkeiten der Umsetzung austauschen, sagt Buschenhenke. Es sollen im direkten Gespräch individuelle Lösungen gefunden werden.

  • Info: Ansprechpartnerin für das Projekt ist die Klima- und Naturschutzmanagerin der Gemeinde Goldenstedt, Maria Buschenhenke (Telefon 04444/200943 / E-Mail: buschenhenke@goldenstedt.de).

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