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Die Vorzeichen stehen auf Corona-Warnstufe 1

Der landesweite Indikator, der auf den Zahlen der Intensivstationen in Niedersachsen beruht, überschreitet jetzt den zweiten Tag den Grenzwert. Und auch die 7-Tage-Inzidenzen im OM liegen drüber.

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Symbolfoto: dpa

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Neue Zahlen vom Robert-Koch-Institut und aus Hannover. Der landesweite Indikator zur Intensivbettenbelegung liegt am Dienstag den zweiten Werktagen in Folge über dem Grenzwert. Grund dafür sind die weiter steigenden Zahlen, die die Intensivstationen gemeldet haben. Berücksichtigt wird der Anteil der Covid-19-Patienten.

Nachdem der Wert am Montag mit 5,1 erstmals die Fünf-Prozent-Grenze für Corona-Warnstufe 1 überschritten hat, ist er am Dienstag noch einmal auf 5,2 weiter angestiegen. Sollten sich die Zahlen auf den Intensivstationen nicht entspannen und der landesweite Warnwert oberhalb der Fünf-Prozent-Grenze fünf Werktage in Folge überschreiten, ist die erste Voraussetzung für die Corona-Warnstufe 1 gegeben.

Die zweite Voraussetzung ist die lokale 7-Tage-Inzidenz. Laut aktueller Corona-Verordnung gilt dann der 35-Grenzwert. Sollte der an 5 Werktagen in Folge überschritten worden sein, so muss die Verwaltung eines Landkreises die Corona-Warnstufe 1 amtlich feststellen. Mit Blick auf die derzeit gemeldeten Inzidenzwerte wäre das im Oldenburger Münsterland der Fall: Die Landkreise Cloppenburg und Vechta liegen schon seit geraumer Zeit und momentan auch sehr deutlich über dem 35er-Grenzwert.

Ein Blick auf die Corona-Karte des Landes Niedersachsen zeigt aber auch: Das Oldenburger Münsterland wäre nicht allein betroffen. Im Gegenteil: In fast allen Landkreisen und kreisfreien Städten liegt die 7-Tage-Inzidenz bereits seit Tagen oberhalb von 50.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Dienstag für den Landkreis Cloppenburg eine deutlich gesunkene 7-Tage-Inzidenz von 61,4 (Vortag: 73,6). Die aktuelle Berechnung basiert auf 106 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen. Das Cloppenburger Gesundheitsamt hat am Montagnachmittag 16 neue Coronafälle gemeldet. Leicht gestiegen ist hingegen die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Vechta. Hier liegt der vom RKI berechnete Wert bei 60,5 (Vortag: 59,8). Die aktuelle Berechnung basiert auf 87 Fällen in den letzten 7 Tagen. Das Vechtaer Gesundheitsamt hat am Montagnachmittag 31 neue Corona-Fälle gemeldet.

Sofern die 7-Tage-Inzidenzen in beiden Landkreisen nicht sehr deutlich sinken und sich die Lage in den Intensivstationen in Niedersachsen nicht entspannt, könnten die Voraussetzungen für Corona-Warnstufe 1 frühestens am Freitag gegeben sein. Für den Bürger im Oldenburger Münsterland verändert sich dann erst einmal nichts spürbar. Denn die mit Warnstufe 1 verbundene 3G-Regel gilt bereits in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta, weil die 7-Tage-Inzidenz unabhängig vom Warnstufensystem dauerhaft oberhalb des 50er-Grenzwertes liegen. 

In Niedersachsen läuft die derzeitige Corona-Verordnung zum 22. September aus. Die neue Version soll weitere Regelungen zum Warnstufen-System beinhalten. Es gibt bereits erste Anzeichen, dass die 2G-Regel eine Rolle spielen wird.

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