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Dem Klimawandel auf der Spur: Holdorfer untersuchen markante Orte per Fahrrad

Das Terrifica-Projekt und der Heimatverein laden zu einer Tour ein. Sie wollen negative Entwicklungen zeigen, aber auch positive Beispiele in der Gemeinde ansteuern. Die Ergebnisse werden kartiert.

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Sie schwingen sich bei der Klima-Radtour auf den Sattel: (von links) Ludger Westerhoff, Bernard Echtermann, Hannah Hoff, Josef Kampers und Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Foto: Böckmann

Sie schwingen sich bei der Klima-Radtour auf den Sattel: (von links) Ludger Westerhoff, Bernard Echtermann, Hannah Hoff, Josef Kampers und Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Foto: Böckmann

Wo stehen im Sommer vertrocknete Bäume? Wann gibt es Überschwemmungen? Wo gibt es versiegelte Flächen mit falscher Wasserableitung? Das sind einige von vielen Fragen, mit denen sich das Terrifica-Projektteam der Universität Vechta beschäftigt. Gemeinsam mit lokalen Akteuren den Klimawandel besprechen, auf Probleme hinweisen, aber auch Lösungen aufzeigen – dieses Ziel haben sich Hannah Hoff und Katrin Hedemann bei diesem von der EU finanzierten Projekt gesetzt.

Zu den Aktionen des Terrifica-Projekts gehören auch sogenannte Klima-Fahrradtouren. Die nächste findet am 2. April (Samstag) in Holdorf statt – passend zum Abschluss der Umweltwoche beim diesjährigen Gastgeber im Landkreis Vechta. Von 14 bis 17 Uhr sind alle Interessierten eingeladen, eine rund 14 Kilometer lange Tour durch die Südkreisgemeinde zu unternehmen. Start ist um 14 Uhr beim Heimathaus (Am Westring).

Holdorf hat durch das Wasserwerk in Fladderlohausen und die dortige Förderung bekanntlich in vielen Bereichen mit der Wasserentnahme zu kämpfen. Bäche fallen trocken, markante Bäume sterben ab, Landwirte haben mit Ernteeinbußen zu kämpfen. Und als überregional bekanntes Symbol für die Wasserknappheit gilt der Heidesee. Dessen Volumen schrumpfte in den vergangenen 50 Jahren um rund ein Drittel.

Heidesee und Handorfer Mühlenbach sind Stationen

Der naturbelassene Baggersee ist natürlich eine der Stationen bei der Fahrradtour. Auch der Handorfer Mühlenbach, der in heißen Sommern immer wieder trocken fällt, wird mit seinem Naturlehrpfad angesteuert. Dazu ein vom Absterben bedrohter Mischwald. Aber: Bernard Echtermann und Josef Kampers vom Heimatverein Holdorf, der der Tour initiiert hat, betonen: Es geht ausdrücklich nicht darum, nur negative Entwicklungen zeigen. Sondern auch positive.

Deswegen wird zudem die Baumallee an der Badberger Straße angefahren, ebenso wie schöne Baumgruppen im Ortskern. Das seien zwei positive Ergebnisse von Beschlüssen, die der Holdorfer Umweltausschuss schon Ende der 1980er, Anfang der 1990er beschlossen habe, erinnert sich das langjährige Ratsmitglied Echtermann. Außerdem zeigt Ludger Westerhoff vom Verein Naturerlebnis seine Zisterne, die er unter anderem mit Fördergeldern der Gemeinde Holdorf finanziert hat. 

"Wir wollen die Menschen ein wenig sensibilisieren, sich umweltbewusster zu verhalten", erklären Echtermann und Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug unisono das Ziel der Klima-Tour. Konkret geht es in Holdorf darum: Welche Veränderungen sind beim Wasser zu beobachten? Wie können die Menschen Wasser sparen und vorhandenes Wasser effektiver nutzen?

Alle Beobachtungen, die während der Fahrradtour an den markanten Orten gemacht werden, sollen in die von Terrifica erstellte Klima-Karte für das Oldenburger Münsterland einfließen. Darauf aufbauend wollen Hannah Hoff und Katrin Hedemann Maßnahmen entwickeln, wie dem Klimawandel effektiv zu begegnen ist.

  • Info: Anmeldungen für die Klima-Radtour sind nötig über www.wissen-teilen.eu oder per Mail an info@heimatverein-holdorf.de

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