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Bei Katzenleukose gibt es keine Rettung

Tierschutz-Vereinsvorsitzende Dr. Veronika Tholen appelliert an ihre Kollegen, gegen das Virus zu impfen. Die Krankheit ist hoch ansteckend und für Freigänger eine besondere Gefahr.

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Haben bald ein neues Zuhause: Drei von insgesamt 95 Katzen, die im Sedelsberger Tierheim leben und gut vermittelt werden.     Foto: Wimberg

Haben bald ein neues Zuhause: Drei von insgesamt 95 Katzen, die im Sedelsberger Tierheim leben und gut vermittelt werden.     Foto: Wimberg

Sie ist eine der häufigsten infektiösen Todesursachen bei Katzen und kann nach ihrem Ausbruch nicht mehr behandelt werden: die Katzenleukose. „Unverhältnismäßig viele Tiere“, die diese Viruserkrankung aufweisen, registriert der Tierschutzverein Friesoythe in seinem Sedelsberger Tierheim, wie Vorsitzende Dr. Veronika Tholen mitteilt. Werde die Krankheit bei der Aufnahmeuntersuchung festgestellt, gebe es leider nur noch einen Weg und deshalb appelliert die Veterinärin an ihre Kollegen, neben den gängigen Impfungen die Tiere auch gegen dieses Virus zu schützen.

Da die Krankheit „hochgradig ansteckend ist“ verbreite sie sich rasant unter den „Freigängern“. Mit Blick auf den Nordkreis, „haben wir sehr viele Infizierte aus dem Bereich des Saterlandes bekommen“, informierte die Vorsitzende und verdeutlicht daneben auch noch mal die Notwendigkeit der Kastration.

Viele Tiere können wieder vermittelt werden

Stattliche 95 Katzen werden an der Sedelsberger Straße zurzeit beherbergt, „die allerdings auch gut wieder vermittelt werden.“ Aufgrund der Vielzahl seien sogar die Dienststunden der Mitarbeiter erhöht worden. Dass es eine hohe Vermittlungsrate gebe, habe auch mit der Coronakrise zu tun, ergänzt Madeleine Hoffmann. „Die Familien fahren nicht in den Urlaub und haben Zeit“, berichtet die Tierheimleiterin beim Rundgang durch die Etagen und den neuen „Katzencontainer“.

Dort wartet Maja ebenso auf ihre neuen Besitzer, wie Tizia. Trächtig wurde sie an der Sedelsberger Straße abgegeben, hat ihre Jungen mittlerweile zur Welt gebracht und darüber hinaus ein neues Zuhause gefunden. Tizias Bein hat eine Fehlstellung und hätte amputiert werden müssen, „doch ihrer neuen Besitzerin sind keine Kosten zu hoch, um das Bein zu retten“, freut sich Madeleine Hoffmann und hofft, dass Kater Uno, der nach 15 Jahren einfach ausgesetzt wurde, ebenfalls noch in liebevolle Hände kommt.

Tiere finden über den Kreis hinaus ein neues Zuhause

Abgeholt werden die Tiere von Bürgern aus dem gesamten Landkreis, aber auch darüber hinaus. Die aktuell weiteste Reise treten Vierbeiner nach Braunschweig und nach Thüringen an. „Meine Heimat“, sagt Madeleine Hoffmann lächelnd. Wer junge und noch nicht geschlechtsreife Katzen aufnimmt, muss sich zur Kastration verpflichten und mit einer Kontrolle rechnen.

Unter besonderer Kontrolle ist zurzeit auch die Quarantäne-Abteilung im Dachgeschoss. Hier tummeln sich Katzen, die sich beispielsweise eine Pilzinfektion zugezogen haben. Die Behandlung ist kein Problem und danach können auch sie vermittelt werden.

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