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Bäume müssen Radweg an Westmarkstraße weichen

Die Bürgerfraktion der Gemeinde Barßel kritisiert die Maßnahme als "Sachbeschädigung im naturschutzrechtlichen Sinn". Die Gemeinde kündigt Kompensationen an.

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Bagger rücken an: Mit den ersten Maßnahmen zum Bau des neuen Radweges an der Westmarkstraße ist begonnen worden. Bäume wurden dafür gefällt. Foto: C. Passmann

Bagger rücken an: Mit den ersten Maßnahmen zum Bau des neuen Radweges an der Westmarkstraße ist begonnen worden. Bäume wurden dafür gefällt. Foto: C. Passmann

Mit dem Bau des neuen Radweges an der Westmarkstraße von der Oltmann-Strenge-Straße bis zur Loher Straße ist am Montag begonnen worden. Der genannte Abschnitt ist rund 2,1 Kilometer lang. Die Fahrbahnbreite des neuen Weges soll 2,5 Meter betragen. Um den Radweg anlegen zu können, müssen mehrere Bäume gefällt werden. Daher rückte ein Unternehmen aus Thüle mit schwerem Gerät und einem Harvester an, um die vom Bauamt der Gemeinde Barßel markierten Bäume zu fällen.

„Das bleibt bei so einer Baumaßnahme direkt im Randbereich einer Straße nicht aus. Aber es werden selbstverständlich Ausgleichsmaßnahmen stattfinden“, so Diplom-Ingenieur Heinz-Georg Coners vom Bauamt. In einer Ausschusssitzung hatte Ratsherr Huber Niemeyer (Bürgerfraktion) die umfangreiche Abholzaktion kritisiert.

Seiner Meinung nach müssten nicht alle Bäume gefällt werden. „Wir haben alle Bäume geprüft, und es blieb letztlich nur die Entscheidung, die Bäume zu fällen. Wo es geht, bleiben natürlich einige stehen, und der Radweg wird dahinter lang geführt“, so Coners.

Für die Baukosten von 900.000 Euro gibt es einen Zuschuss

Auch Engelbert Morthorst von der Bürgerfraktion kritisiert das Vorgehen. In einer Pressemitteilung erklärt er: „Die Vorgehensweise der Gemeinde ist nach unserer Ansicht mit den gesetzlichen Vorschriften des Naturschutzgesetzes nicht vereinbar und vermittelt zumindest den Anfangsverdacht einer Sachbeschädigung im naturschutzrechtlichen Sinne“. Es würden unnötig Bäume gefällt, die durch den Verlauf des neuen Radfahrweges und den örtlichen Gegebenheiten hätten umgangen werden können.

Seit Jahren wird in der Gemeinde Barßel und insbesondere unter den politischen Gremien im Rat der Gemeinde Barßel über den Lückenschluss des Geh- und Radwegs an der Westmarkstraße zwischen der Einmündung zur Oltmann-Strenge-Straße und der Loher Straße diskutiert. Nun werden die Worte in die Tat umgesetzt. Zu den Baukosten von 900.000 Euro wird es aus einem Bundesprogramm zur Verbesserung der Stadt/Umlandmobilität einen Zuschuss von 810.000 Euro geben. Den Förderbescheid der NBank, das zentrale Förderinstitut des Landes, hat die Gemeinde Barßel erhalten.

Entsprechend dem Wunsch der Anlieger wird die Trasse an der Ostseite der Westmarkstraße (Kläranlage) verlaufen. Durch den Zuschuss verringert sich der von den Anliegern zu zahlende Beitrag erheblich. Die Anlieger begrüßen den Bau des Radweges und waren auch bereit, dafür Grundstücksflächen abzugeben. Alle stünden dem Projekt sehr positiv gegenüber, heißt es seitens der Verwaltung. Mit der Fertigstellung rechnet man noch in diesem Jahr.

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