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Albtraum Einbruch: So werden Haus und Wohnung etwas sicherer

Zum Tag des Einbruchsschutzes ist die Polizei in einigen Wohngebieten im Oldenburger Münsterland unterwegs. Sie möchte den Bürgern Tipps geben, wie sie es den Ganoven schwer machen können.

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Annika Schlarmann von der Polizeistation Damme gibt Helmut Bubendorfer Tipps, wie er es Einbrechern schwerer machen kann. Foto: Oevermann

Annika Schlarmann von der Polizeistation Damme gibt Helmut Bubendorfer Tipps, wie er es Einbrechern schwerer machen kann. Foto: Oevermann

Einbrüche in Wohnhäuser in Visbek, der Diebstahl von Gartenstühlen in Lastrup: Besonders in der dunklen Jahreszeit sind Langfinger aktiv. Wessen Haus indes aufgebrochen, die Räume durchwühlt und die Schubladen ausgeräumt worden sind, der leidet neben dem materiellen Schaden oft auch unter den psychischen Folgen. 

Prävention kann daher helfen. Anlässlich des "Tags des Einbruchsschutzes" am 31. Oktober ist die Polizei in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg daher derzeit verstärkt auf Präventionsstreife. Am Mittwochnachmittag etwa waren Annika Schlarmann, Achim Wach sowie Andreas Bonk im Dammer Ortsteil Glückauf unterwegs, um den Anliegern nützliche Tipps zu geben, wie sie es den Ganoven so schwer wie möglich machen.

Fenster auf Kipp: Das wirkt auf Einbrecher wie eine Einladung

"Wir versprechen uns dadurch, dass die Bürger noch achtsamer mit dieser Thematik umgehen", sagte der Beauftragte für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, Andreas Bonk. So seien etwa am Mittwochmorgen in einem Löninger Wohngebiet gleich 25 Hinweiszettel der Polizisten verteilt worden; auch in der Kreisstadt Cloppenburg war die Polizei unterwegs. Allerdings hätten die Kollegen auch beobachten müssen, dass trotz der Abwesenheit der Bewohner bei manchem Anwesen die Fenster auf Kipp standen. Damit mache man es Langfingern unnötig leicht. Denn die arbeiteten meist flott. Ihnen reiche also auch eine vergleichsweise kurze Abwesenheit, um Beute zu machen.

Insgesamt sind die Beamten der Polizeiinspektion Cloppenburg / Vechta mit der Entwicklung der Einbruchszahlen im Oldenburger Münsterland jedoch sehr zufrieden. "Wir leben in einer der sichersten Regionen Niedersachsens", sagt Bonk. Im letzten Jahr wurden lediglich 163 Einbrüche bzw. versuchte Einbrüche gemeldet –  so wenige, wie lange nicht. Die Straftaten verlagern sich zunehmend in den Bereich der Betrügereien.

"2020 scheiterten über 45 Prozent dieser 163 Straftaten größtenteils an einer guten Sicherung der Häuser oder Wohnungen", ergänzt der Einbruchschutzexperte Andreas Bonk. "Wir empfehlen dabei zunächst eine mechanische Sicherung aller Fenster und Türen, damit ungebetene Gäste erst gar nicht hineinkommen." Auch ohne teure Überwachungstechnik zu kaufen, lasse sich viel für die Sicherheit tun. Feste Metallriegel an Kellerfenstern, gute Schlösser an Haus- und Terrassentür, eine zusätzliche Sicherung an den Fenstern: Die Polizei biete eine kostenlose und neutrale Beratung zum Thema Einbruchschutz für Wohn- und Gewerbeobjekte an. 

In der Glückauf-Siedlung waren die meisten Bewohner, bei denen die Polizisten geklingelt hatten, um die Anwesenheit der Bewohner zu überprüfen, tatsächlich zu Hause. Willkommen waren die Beamten überall. Das sei eine gute Aktion, freute sich etwa Helmut Bubendorfer über den "Besuch" von Annika Schlarmann von der Polizeistation Damme.

Sorge vor falschen Polizisten treibt viele Menschen um

Wobei es bei den Haustür-Gesprächen nicht nur um Einbruchsprävention ging. Vor allem die Sorge, Opfer eines „falschen Polizisten“ zu werden, treibe viele Menschen um, sagt Polizeihauptkommissar und Verkehrssicherheitsberater Achim Wach. "Diese kommen jedoch nur in den seltensten Fällen persönlich vorbei. Meist rufen sie an", erklärte Wach. Hier gelte: Bei Telefonkontakt den Namen des vermeintlichen Beamten notieren, auflegen und die örtliche Polizei anrufen. Ob Betrugsversuch oder nicht, lasse sich so schnell aufklären. Beim direkten Kontakt könne man sich den Dienstausweis zeigen lassen.

Grundstäzlich bietet Bonk außerdem eine Beratung an, Einzelpersonen, Vereine oder Gruppen können sich bei ihm melden. Er ist unter Tel. 04471/1860108 zu erreichen. Und was sind einfache Methoden zur Einbruchsprävention? Die Beamten raten:

  • Schließen Sie immer alle Fenster, Terrassen- und Balkontüren und Garagentore.
  • Lassen Sie bei längerer Abwesenheit Ihren Briefkasten regelmäßig leeren.
  • Lassen Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung nie völlig unbeleuchtet.
  • Checken Sie regelmäßig den Sicherheitsstandard.

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