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Ab sofort zwei Antigen-Tests pro Woche im Cloppenburger Krankenhaus

Das Cloppenburger Gesundheitsamt meldet auch am Mittwoch einen neuen Todesfall. Derzeit müssen 42 Corona-Patienten stationär behandelt werden.

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42 infizierte Patienten müssen stationär behandelt werden. Symbolfoto: dpa

42 infizierte Patienten müssen stationär behandelt werden. Symbolfoto: dpa

Im Landkreis Cloppenburg gibt es jetzt insgesamt 90 Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus stehen. Das Cloppenburger Gesundheitsamt meldet am Mittwoch einen weiteren Verstorbenen. "Es handelt sich dabei um einen 83-jährigen Herren aus der Gemeinde Essen", berichtet Kreissprecher Sascha Rühl.

Weiter angestiegen sind die Zahlen in den 3 Krankenhäusern im Kreisgebiet. Nach derzeitigem Stand müssen 42 infizierte Patienten stationär behandelt werden. 7 von ihnen liegen auf der Intensivstation - 3 müssen beatmet werden. Das geht aus den Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (kurz: DIVI) hervor. Mit Meldestand von Mittwochmittag (12.15 Uhr) sind derzeit 27 von 28 Intensivbetten im Landkreis belegt.

Gesunken ist hingegen die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen im Kreisgebiet. Das Gesundheitsamt berichtet von 39 neuen positiven Testergebnissen aus 11 von 13 Städten und Gemeinden - einzige ausnahmen sind Bösel und Lastrup. Den Neuinfektionen stehen 95 Personen gegenüber, die seit Mittwoch als genesen gelten. Damit zählt der Landkreis jetzt 457 aktuelle Coronafälle. 

Wie bereits berichtet hat das Landesgesundheitsamt am Mittwochvormittag für den Landkreis Cloppenburg eine 7-Tagesinzidenz von 128,9 gemeldet. Nach derzeitigem Stand stehen 965 Einwohner des Landkreises unter amtlich angeordneter Quarantäne.

Testfrequenz am Josefs-Hospital wird erhöht

Als Konsequenz auf die neuerlichen Infektionen im Cloppenburger Krankenhaus wird jetzt die Testfrequenz in der Belegschaft erhöht. Das ist unter anderem das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Klinikleitung und Gesundheitsamt, wie Kreissprecher Frank Beumker auf Anfrage von OM online bestätigte. An dem Gesprächen haben demnach auch Landrat Johann Wimberg und Erster Kreisrat Ludger Frische teilgenommen. Bis auf Weiteres werden jetzt zwei Antigen-Schnelltests pro Woche bei den Mitarbeitern durchgeführt. Zusätzlich sollen bereits am Mittwoch weitere Hygiene-Schulungen stattfinden.

"Der Landkreis Cloppenburg unterstreicht, dass das Krankenhaus aus hygienischer Sicht zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen befolgt, um einen Ausbruch  zu vermeiden", sagt Beumker am Mittwoch. In dem beidseitigen Austausch seien das Infektionsgeschehen aufgearbeitet und nochmal die aktuellen Hygienerichtlinien durchgesprochen worden. "Auf der Grundlage der allgemein anerkannten Regeln der Hygiene werden in Teilbereichen des Hospitals Konzepterweiterungen überprüft und gegebenenfalls angepasst. Im Einvernehmen wurden darüber hinaus weitere Details im Hygienekonzept festgelegt.", berichtet Beumker.

Zumindest am Mittwoch sind keine Neuinfektionen im Krankenhaus festgestellt worden. "Nun wird weiterhin intensiv beobachtet, ob das Josefs-Hospital mit diesen Maßnahmen das Corona-Infektionsgeschehen in den Griff bekommen wird", erklärt der Kreissprecher.

Taxen müssen weiterhin nachts nicht fahren

Darüber hinaus teilt die Kreisverwaltung am Mittwoch mit, dass die Taxiunternehmen bis zum 14. Februar von der Betriebspflicht für Nachtfahrten entbunden sind. "Wegen der aktuellen Lage sind das öffentliche Leben und auch das Nachtleben stark eingeschränkt. Aus wirtschaftlicher Sicht ist es für die Unternehmer aus Sicht des Landkreises deshalb unzumutbar, weiterhin Nachtfahrten anbieten zu müssen", erklärt Kreissprecher Sascha Sebastian Rühl. Die Betriebspflicht gilt demnach von 6 bis 20 Uhr.

Die Kreisverwaltung weist am Mittwoch außerdem auf eine veränderte Auslegung der niedersächsischen Coronaverordnung hin. Dies sei von der Landesregierung mitgeteilt worden. Demnach ist nun auch der praktische Fahrschulunterricht untersagt. Prüfungen dürfen allerdings abgenommen werden. Untersagt sind nunmehr ebenfalls der Nachhilfeunterricht bei Schülern zu Hause und der Betrieb von Hundeschulen. Die beruflichen Fortbildungsangebote bleiben gestattet.

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