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72-Stunden-Aktion der KLJB mobilisiert über 1000 Jugendliche

Bis Sonntagabend haben die Landjugendlichen im OM 72 Stunden lang an verschiedenen Projekten gearbeitet. Die Organisatoren ziehen ein positives Fazit und freuen sich auf die nächste Aktion.

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Die KLJB Peheim will hoch hinaus: Die Ortsgruppe baute während der 72-Stunden-Aktion eine überdachte Sitzgelegenheit. Foto: KLJB

Die KLJB Peheim will hoch hinaus: Die Ortsgruppe baute während der 72-Stunden-Aktion eine überdachte Sitzgelegenheit. Foto: KLJB

An diesem Sonntagabend ist die 72-Stunden-Aktion der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) im Landesverband Oldenburg zu Ende gegangen. Die Organisatoren ziehen ein durchweg positives Fazit und sind begeistert, was die einzelnen Ortsgruppen in ihren Gemeinden auf die Beine gestellt haben. Auch einige Vertreter aus der Politik machten sich ein Bild von den Projekten und lobten die Sozialaktion.

32 Ortsgruppen haben teilgenommen

Gestartet mit einer Auftaktveranstaltung am Donnerstagabend in Molbergen, kann die KLJB nach 72 anstrengenden Stunden ein erstes Fazit ziehen. "Es ist überragend, wie sich die Landjugendlichen in den Ortsgruppen an diesem Wochenende engagiert haben", freut sich KLJB-Landesvorsitzender Alexander Gelhaus. Insgesamt haben 31 Ortsgruppen aus dem OM, von Strücklingen bis Neuenkirchen-Vörden, bei der 72-Stunden-Aktion mitgemacht. Hinzu kam eine Ortsgruppe aus Oldenburg. Ein paar Projekte haben wir am Wochenende auf OM-Online vorgestellt.

An dieser Stelle alle Projekte der Ortsgruppen vorzustellen, würde den Rahmen sprengen. So viel sei aber gesagt: Die Landjugendlichen haben viel dafür getan, dass ihr Dorf nach diesem Wochenende ein Stückchen besser aussieht. In den Orten Lastrup, Langförden, Visbek, Hoheging und Bethen profitieren etwa die Grundschulen und Kindergärten von der Arbeit der KLJB, wo neue Attraktionen für die Kinder geschaffen oder der Außenbereich verschönert wurden.

Etwa 1200 Landjugendliche waren dabei

"Unser Ziel war es, mit der 72-Stunden-Aktion nach Corona die Ortsgruppenarbeit in unserem Jugendverband zu stärken", erklärt Gelhaus. Nach Abschluss der Sozialaktion urteilt der Landesvorsitzende: "Das ist uns zum Glück gelungen, wir sind sehr zufrieden mit der 72-Stunden-Aktion."

Auch die Beteiligung könne sich sehen lassen. Grundsätzlich seien im Durchschnitt etwa 25 Personen bei den Aktionen anwesend gewesen. "Man hat aber auch gesehen, dass immer andere Leute vor Ort waren – deswegen gehen wir von insgesamt mehr als 1000 aktiven Landjugendlichen an diesem Wochenende aus", schätzt Gelhaus.

HoKeBü erhält promineten Besuch – dreifach

Nicht nur die Kindergärten und Schulen durften sich über Verschönerungen freuen, auch einige Sportvereine bekamen Unterstützung von der KLJB: Im Zuge der Vorbereitungen auf das 100-jährige Bestehen des SV Hemmelte wurde die dortige Sportanlage auf Vordermann gebracht. Auch beim SV Holdorf und dem DJK Elsten standen Arbeiten auf dem Sportplatz an. Die Vereinsvertreter zeigten sich angetan von der Unterstützung der Landjugend und versorgten die fleißigen Helfer mit Kaltgetränken.

KLJB Bevern fleißig am Werk: Die Jugendlichen hatten mit der Erneuerung der Terrasse am Pfarrheim alle Hände voll zu tun. Foto: KLJBKLJB Bevern fleißig am Werk: Die Jugendlichen hatten mit der Erneuerung der Terrasse am Pfarrheim alle Hände voll zu tun. Foto: KLJB

Im Laufe des Wochenendes ließen es sich die Vertreter der Politik nicht nehmen, "ihren" Ortsgruppen einen Besuch abzustatten und sich über den Fortschritt zu informieren. Ein Kuriosum ereignete sich dabei bei der Ortsgruppe Hoheging-Kellerhöhe-Bürgermoor, die aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu drei Gemeinden gleich drei Bürgermeister empfangen durfte: Michael Fischer aus Emstek, Neidhard Varnhorn aus Cloppenburg und Thomas Höffmann aus Garrel.

Wenig Schlaf, viel Engagement

Die Ortsgruppen Thüle, Bevern, Essen, Altenoythe und Kampe hatten es sich unterdessen zur Aufgabe gemacht, ihr Kirchengelände zu verschönern oder Sitzgelegenheiten rund um die Kirche zu bauen. In Benstrup waren die Landjugendlichen auf dem Friedhof aktiv und haben die Kreuzgruppe erneuert. Das Besondere dabei: Schon in den 1990er-Jahren war die dortige KLJB im Rahmen einer 72-Stunden-Aktion an dem Aufbau der Kreuzgruppe beteiligt.

Die "72 Stunden"-Vorgabe nahmen die Landjugendlichen teilweise sehr ernst: Von einigen Ortsgruppen war zu hören, dass noch bis spät in den Abend am Projekt gearbeitet und am nächsten Morgen um 7 Uhr direkt wieder gestartet wurde. Davor durfte aber ein ausgiebiges Frühstück nicht fehlen, um gestärkt in den Tag zu gehen. Auch der Regen am Freitagabend tat den Arbeiten keinen Abbruch, vielerorts regnete es sogar weniger, als vorher angekündigt.

Politiker informieren sich über die Arbeit der KLJB

Neben den örtlichen Bürgermeistern wollten sich auch die hiesigen Landes- und Bundespolitiker über die Sozialaktion informieren, die es seit den 1990er-Jahren im Landesverband Oldenburg gibt. Landtagsabgeordneter Christoph Eilers bereiste am Freitag einige Ortsgruppen und sprach den Beteiligten ein Lob für ihre Arbeit aus. Am Sonntag besuchte zudem Bundestagsabgeordnete Silvia Breher die Ortsgruppe Evenkamp, die an der Werwer Bücke einen Unterstand für Radfahrer errichtete. "Das ist eine tolle Aktion mit überragender Beteiligung", lobte Breher. Ehrenamt und Engagement von jungen Menschen sei das, was die KLJB auszeichne.

Besuch an der Werwer Brücke: Silvia Breher informierte sich bei der Ortsgruppe Evenkamp über den Stand der Arbeiten. Die Evenkamper Landjugendlichen haben eine Schutzhütte für Radfahrer gebaut. Foto: KLJBBesuch an der Werwer Brücke: Silvia Breher informierte sich bei der Ortsgruppe Evenkamp über den Stand der Arbeiten. Die Evenkamper Landjugendlichen haben eine Schutzhütte für Radfahrer gebaut. Foto: KLJB

Die nächste 72-Stunden-Aktion wirft ihren Schatten schon voraus: Im April 2024 findet die Sozialaktion dann bundesweit und zentral organisiert vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) statt. Die Landjugendlichen im Oldenburger Münsterland werden dann mit guten Erinnerungen auf die letzte Aktion zurückblicken können.

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