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72-Stunden-Aktion im OM hat begonnen

Bis Sonntagabend wollen die Landjugendlichen in Cloppenburg und Vechta ihre Dörfer verschönern. Zwei Ortsgruppen erfuhren erst am Donnerstag, wie ihr Projekt aussehen wird.

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Gemeinsames Gruppenfoto, bevor es raus zu den Aktionen geht: Die KLJB ist in die 72-Stunden-Aktion gestartet. Foto: KLJB

Gemeinsames Gruppenfoto, bevor es raus zu den Aktionen geht: Die KLJB ist in die 72-Stunden-Aktion gestartet. Foto: KLJB

Am Donnerstag fiel in Molbergen der offizielle Startschuss zur diesjährigen 72-Stunden-Aktion der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) im Oldenburger Münsterland. Die diesjährige Ausgabe steht unter der Schirmherrschaft von Bischof Felix Genn und Weihbischof Wilfried Theising.

Etwa 65 Landjugendliche aus über 30 Ortsgruppen haben sich im Molberger Pfarrheim getroffen, um gemeinsam in die 72-Stunden-Aktion zu starten. Durch das Programm führte Felix Kathmann, der zweite Vorsitzender der KLJB im Landesverband Oldenburg und Mitglied der Steuerungsgruppe.

Vorstellung der Ortsgruppen-Projekte

Im Mittelpunkt stand die Vorstellung der Projekte der einzelnen Ortsgruppen. Die meisten Landjugendlichen hatten die "Do-it"-Variante gewählt: Sie haben sich selbst eine Aktion überlegt, die sie in ihrem Ort umsetzen wollen. Darunter sind hauptsächlich handwerkliche Projekte, wo etwa Gartenanlagen verschönert oder Hütten erneuert werden.

Die Ortsgruppen Cappeln und Visbek haben sich dagegen für die "Get-it"-Variante entschieden. Hier war zunächst die Steuerungsgruppe gefragt, die für die beiden Ortsgruppen ein Projekt auf die Beine stellen musste. Bis zur Auftaktveranstaltung blieb geheim, welche Aufgabe die Landjugendlichen in den nächsten 72 Stunden haben werden.

„Wenn ihr das in den nächsten 72 Stunden schafft, seid ihr auf jeden Fall besser als der Gemeinderat Cappeln – wir schaffen es in 72 Monaten nicht einmal, ein Rathaus hinzubekommen.“Christian Schumacher, UWG-Fraktion im Gemeinderat Cappeln

Für die Ortsgruppe Cappeln überreichte Ratsherr Christian Schumacher (UWG Cappeln) den Brief mit der bisher geheimen Aktion an den Landjugend-Vorsitzenden Tristan Haupt. Sie werden an diesem Wochenende das Jugendzentrum Cappeln verschönern.

"Wenn ihr das in den nächsten 72 Stunden schafft, seid ihr auf jeden Fall besser als der Gemeinderat Cappeln – wir schaffen es in 72 Monaten nicht einmal, ein Rathaus hinzubekommen", scherzte Schumacher und hatte die Lacher damit auf seiner Seite.

St.-Elisabeth-Kindergarten in Visbek darf sich freuen

Die Landjugend Visbek in Person von Vorstandsmitglied Christoph Vorwerk bekamen den Brief von Lukas Lübbe (Mitglied der Steuerungsgruppe) überreicht. Sie haben den Auftrag, bis Sonntag Abend den Außenbereich des St.-Elisabeth-Kindergartens aufzuhübschen.

Überreichung des Aktionskits: Hier übergibt Mareike Gerdes (rechts) aus der Steuerungsgruppe eine Tasche an die Vorsitzende der Landjugend Essen, Yvonne Elschen. Foto: KLJBÜberreichung des Aktionskits: Hier übergibt Mareike Gerdes (rechts) aus der Steuerungsgruppe eine Tasche an die Vorsitzende der Landjugend Essen, Yvonne Elschen. Foto: KLJB

Nachdem jede Ortsgruppe ein Aktionskit mit nützlichen Dingen wie Zollstöcke für ihre Aktionen erhielt, folgte ein Segen durch den Molberger Diakon Holger Meyer. Am Schluss gab es noch ein gemeinsames Gruppenfoto - dann machten sich die Landjugendlichen auf und fuhren zurück zu ihren Ortsgruppen, wo sie nach langer Vorbereitung endlich mit der 72-Stunden-Aktion beginnen konnten.

Landjugend Varrelbusch baut 2 mal 2 Meter großes Bienenhotel

Auch die Katholische Landjugend Varrelbusch nahm an der 72 Stunden Aktion teil. Als Aufgabe hatte sie sich Verschönerungen am Dorfteich der Dorfgemeinschaft Varrelbusch ausgesucht. Hier wurden ein 2 mal 2 Meter großes Bienenhotel und Sitzgelegenheiten gebaut. Ebenso wurden die vorhandenen Bänke neu gestrichen. Der Vorsitzende Johannes Völkerding freute sich über die neu geschaffenen Gegenstände und bedankt sich ganz herzlich für die Unterstützung durch die  Landjugend. Für die Verpflegung der Teilnehmer sorgten die Frauen der Dorfgemeinschaft.

Langfördener KLJB baut 130 Meter langen Zaun

"Aktion erfolgreich beendet" hieß es am Samstagabend in Langförden. Die katholische Landjugendbewegung hatte hinter der Kindergrippe einen 130 Meter langen Zaun neu gebaut, beziehungsweise repariert.

Der Zaun dieses Grundstücks war in die Jahre gekommen, teilt Üfarrer Ralph Forthaus mit. Die Vegetation hätte stellenweise den Maschendrahtzaun bereits massiv beschädigt. Die Sicherheit für die zeitweise und unter Aufsicht im Wald spielenden Kinder der Kindertagesstätte St. Laurentius sei somit nicht mehr vollumfänglich gewährleistet gewesen. Die Landjugendlichen aus Landförden nahmen sich daher in der 72-Stunden-Aktion dieses Problems an. Sie entfernten den alten Zaun und ersetzten ihn durch einen neuen. Da die alten Pfähle, die meistens nicht mehr verwendet werden konnten, mussten mit Erdbohrern neue Löcher in den Waldboden gebohrt werden. Sodann wurden diese mit Zement gefüllt, in welchen im weiteren Verlauf die neuen Pfähle eingebracht wurden. Nach dem Aushärten des Zements wurde schlussendlich das neue Zaungitter an die Pfähle angebracht und mit Drähten gespannt.

Ferner haben die Landjugendlichen manchen Müll aus dem Wald entfernt. Über 20 Landjugendliche nahmen an der Aktion teil. Sie wurden von der Pfarrgemeinde mit Getränken und Speisen versorgt, so dass ihr Arbeitseifer über die Tage hinweg nicht nachließ. Unser Hausmeister Daniel Arnke, der auch das neue Zaunmaterial besorgt hatte, betreute die Aktion fachlich.

Pfarrer Ralph Forthaus bedankte sich für den vorbildlichen sozialen Einsatz der Jugendlichen: "Das habt ihr ganz toll gemacht! Herzlichen Dank für Euren selbstlosen Einsatz zum Wohl der Kinder!" Auch viele Gemeindemitglieder kamen, um die Arbeit der Jugendlichen zu bestaunen sowie einige Erzieherinnen und Kinder der benachbarten katholischen Kindertagesstätte, die ihren Dank in Form von gespendeten Kuchen ausdrückten.

Um an die Aktion noch einige Zeit lang zu erinnern, wurde am Eingang des Waldes ein bunt bemaltes Schild angebracht, das an die Zuordnung dieses Waldes zur katholischen Kindertagesstätte St. Laurentius erinnert.

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