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7-Tagesinzidenz im OM: Keine Entspannung in Sicht

Neue Werte für das Oldenburger Münsterland: Die Kreise Cloppenburg und Vechta liegen bei der 7-Tagesinzidenz weiter auf einem hohen Niveau. In Cloppenburg liegt die Zahl erneut über der 200er-Marke.

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Symbolfoto: dpa/Hofmann

Symbolfoto: dpa/Hofmann

Die Corona-Lage im Oldenburger Münsterland: Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) hat am Samstag neue Werte zur 7-Tagesinzidenz veröffentlicht. Der Landkreis Cloppenburg ist nach derzeitiger Definition weiter ein Corona-Hotspot. Laut aktueller Berechnung der Landesbehörde liegt die 7-Tagesinzidenz bei 210,9 – also erneut deutlich oberhalb des 200er-Grenzwertes. Damit ist der Landkreis Cloppenburg einer von zwei Hotspots in ganz Niedersachsen – nur die Stadt Salzgitter meldet einen noch höheren Wert mit 236,8.

Die 7-Tagesinzidenz ist im Vergleich zum Vortag allerdings etwas gesunken. Am Freitag lag der Wert noch bei 222,1. Dieser und mehrere Werte der Vortage sind vom Landesgesundheitsamt am Samstag rückwirkend nach oben bzw. nach unten korrigiert worden. Die aktuelle Berechnung basiert auf 360 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen. In der Statistik werden 8078 Gesamtfälle aufgeführt – das sind 25 mehr als am Vortag. Das Cloppenburger Gesundheitsamt hat am Freitag 90 Neuinfektionen und 8080 Gesamtfälle gemeldet.

Was bedeutet das Überschreiten des 200er-Grenzwertes für den Landkreis Cloppenburg? Die Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen empfiehlt in diesem Fall weitere Verschärfungen bei den Corona-Maßnahmen. Die letztliche Entscheidung wird allerdings in den Kreishäusern getroffen. Mögliche Maßnahmen können laut Corona-Verordnung  Ausgangssperren und Beschränkungen im Bewegungsradius sein. Beiden Werkzeugen hat die Kreisverwaltung aber bereits in der Vergangenheit eine Absage erteilt und darauf verzichtet. Die Stadt Salzgitter hat als Hotspot-Maßnahme zum Beispiel mit einer prinzipiellen Absage des Präsenzunterrichtes an allen Schulen und Klassen bis Ende März reagiert. Cloppenburgs Landrat Johann Wimberg schloss "eine weitere Verschärfung von Maßnahmen" am Freitag nicht aus. Da im Landkreis Cloppenburg bereits sehr scharfe Corona-Regeln gültig seien, gebe es "nicht mehr sehr viele zulässige Möglichkeiten für weitere Eingriffe", erklärte der Landrat.

Die nachträglichen Korrekturen, die das Landesgesundheitsamt am Samstag für den Landkreis Cloppenburg vorgenommen hat, wirken sich nicht auf die Einstufung als Hochzindenzkommune aus. Dafür werden nur die tagesaktuell gemeldeten Werte berücksichtigt. 

  • Sonntag (14. März): 133,0
  • Montag (15. März): 149,4
  • Dienstag (16. März): 154,1
  • Mittwoch (17. März): 155,8
  • Donnerstag (18. März): 179,3
  • Freitag (19. März): 221,5
  • Samstag (20. März): 210,9

Die 7-Tagesinzidenz im Landkreis Vechta ist unterdessen gestiegen. Das Landesgesundheitsamt meldet am Samstag einen Wert von 135,8. Am Vortag wurde ein Wert von 126,7 berechnet. Eine Abweichung zu den letzten Angaben des Vechtaer Gesundheitsamtes gibt es bei der Zahl der Todesfälle. Diese hat sich am Samstag um eine Person auf nun 80 erhöht. Bereits am Freitag hatte das NLGA weitere Todesfälle gemeldet. Nach den Angaben des Vechtaer Gesundheitsamtes von Freitag gab es jedoch keine neuen Todesfälle. Im Kreis Vechta sind laut dem Landkreis mit Stand von Freitag bisher 78 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung verstorben.

Die aktuelle Berechnung der 7-Tagesinzidenz basiert im Kreis Vechta auf 194 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen. In der Statistik werden 6218 Gesamtfälle aufgeführt – das sind 39 mehr als am Vortag. Die Vechtaer Kreisverwaltung hat am Freitag 6220 Gesamtfälle gemeldet.

Bei der Einstufung als Hochinzidenzkommune werden vom Landesgesundheitsamt diese Werte berücksichtigt.

  • Sonntag (14. März): 100,1
  • Montag (15. März): 116,2
  • Dienstag (16. März): 122,5
  • Mittwoch (17. März): 128,1
  • Donnerstag: (18. März): 123,9
  • Freitag (19. März): 126,7
  • Samstag (20. März): 135,8

Die 7-Tagesinzidenzen in den Nachbarlandkreisen:

  • Landkreis Osnabrück: 87,7
  • Landkreis Oldenburg: 88,6
  • Landkreis Diepholz: 64,0
  • Emsland: 129,1
  • Ammerland: 92,9
  • Landkreis Leer: 108,9

Der landesweite Inzidenzwert ist am Donnerstag weiter gestiegen – auf 93,3 (Vortag 90,2). Nach Angaben des NLGA gibt es in Niedersachsen 1419 Neuinfektionen. Die Zahl der Corona-Todesfälle steigt um 26 Personen auf 4720.

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