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5 JVA-Mitarbeiter mit Coronavirus infiziert

Am Mittwoch meldet der Landkreis Vechta 25 neue Corona-Fälle. Neben den 5 Mitarbeitern der JVA für Männer ist auch ein Kind des Städtischen Kindergartens in Vechta infiziert.

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5 Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt für Männer in Vechta haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das meldet der Landkreis Vechta am Mittwoch (14. Oktober). Das Gesundheitsamt des Landkreises Vechta werde daher am Donnerstag alle Mitarbeiter auf das Coronavirus testen, teilt Kreissprecherin Laura Niemann mit. Um die Ansteckungsrisiken gegenüber den Insassen zu verringern, arbeiten die Bediensteten durchgehend mit Schutzmasken und unter strenger Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln, heißt es weiter. Die Insassen werden nicht getestet.

Insgesamt liegen dem Gesundheitsamt 25 bestätigte Neuinfektionen vor. Wie die Stadt Vechta mitteilt, ist unter den Neuinfizierten auch ein Kind des Städtischen Kindergartens.  7 an Covid-19-Erkrankte werden stationär behandelt, wovon eine Person auf der Intensivstation liegt. Damit steigt die Gesamtzahl der registrierten Fälle seit Beginn der Corona-Pandemie auf 877. Im Vergleich zu Dienstag gelten 8 Personen als genesen. Hier liegt die Gesamtzahl bei 663.

198 registrierte, aktive Corona-Fälle

Damit gibt es im Kreisgebiet aktuell 198 mit dem Coronavirus infizierte Personen. Hotspots sind die Kreisstadt Vechta mit 89 aktiven Infizierten sowie die Stadt Lohne mit 25 akuten Corona-Fällen. Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf folgende Orte:

  • 8 in Visbek (+1, -2)
  • 5 in Goldenstedt (+1)
  • 89 in Vechta (+10, -3)
  • 11 in Bakum (+1)
  • 4 in Dinklage
  • 25 in Lohne (-1)
  • 11 in Steinfeld (+3)
  • 10 in Holdorf (+2, -1)
  • 22 in Damme (+3)
  • 13 in Neuenkirchen-Vörden (+3, -1)

Die Anzahl der Personen in Quarantäne sinkt im Vergleich zu Dienstag um 34 Personen auf 911. Die Zahl der Personen, die sich nicht mehr in Quarantäne befinden, steigt um 108 auf 3.834.

Die 7-Tagesinzidenz im Kreis Vechta: 68,39

Für den Landkreis Vechta hat die Kreisverwaltung am Mittwoch eine Inzidenzzahl von 68,39 gemeldet. Der Grenzwert von 50 bleibt damit überschritten. Einen Überblick zur Lage im Oldenburger Münsterland finden Sie hier.

Landkreis: Viele Neuinfektionen im beruflichen Umfeld

Zudem weist das Gesundheitsamt des Landkreises Vechta darauf hin, dass ein Teil der Neuinfektion der vergangenen Tage nicht nur auf Zusammenkünfte im privaten Umfeld sowie Vereinsleben, sondern ebenso auf Zusammenkünfte innerhalb des beruflichen Umfeldes zurückzuführen sind. "Ich möchte ausdrücklich betonen, dass die Bürgerinnen und Bürger bei dem derzeitigen Infektionsgeschehen nicht nur im privaten, sondern ebenso im beruflichen Umfeld soziale Kontakte reduzieren sollten. Dienstbesprechungen in kleinen, ungelüfteten Räumen oder gemeinsame Pausen mit Kolleginnen und Kollegen müssen unbedingt vermieden werden. Ich fordere daher alle Arbeitgeber in ihrem eigenen Interesse auf, auf die genaue Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln im Berufsalltag aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu achten", wird Landrat Herbert Winkel in der Mitteilung zitiert.

Bezüglich des plötzlichen Anstiegs von 35 Neuinfektionen am Dienstag (13. Oktober) erklärt der Landkreis Vechta:

Die Anzahl der 35 Neuinfektion vom Dienstag hänge mit dem jeweiligen Wochentag der durchgeführten Testungen zusammen. Das heißt: Gewöhnlich werden sonntags die wenigsten und montags die meisten Tests veranlasst, so Kreissprecherin Eva-Maria Dorgelo. Weiterhin sei die Zahl der veranlassten Testungen im Testzentrum des Landkreises insgesamt deutlich angestiegen, sodass auch mehr positive Ergebnisse nachgewiesen würden. Allein am Montag wurden 95 Testungen im Testzentrum durchgeführt, so Dorgelo.

Die 110 Neuinfektion, die in den vergangenen 7 Tagen kreisweit registriert wurden und zur Berechnung der Inzidenzzahl von Mittwoch (14. Oktober) dienen, setzen sich folgendermaßen zusammen:

  • 20 Prozent der bestätigten Neuinfizierten stehen laut Kreisverwaltung im Zusammenhang mit dem Ausbruchsgeschehen im St. Hedwig-Stift, darunter Familienangehörige, Besucher und Pflegekräfte. In der Regel sind es enge Kontaktpersonen der Kategorie 1, die im Verlauf der Quarantänezeit am 5. Tag positiv getestet worden seien.
  • 37 Prozent sind enge Kontaktpersonen (ohne St. Hedwig-Stift), die im Quarantänezeitraum am 5. Tag durch Testung im Testzentrum positiv getestet.
  • 12 Prozent der Personen, die engen Kontakt zu Infizierten aus anderen Landkreisen (Infektionsquelle extern) hatten.
  • 8 Prozent sind Reiserückkehrer.
  • 5 Prozent sind Bedienstete der JVA für Männer.
  • 4 Prozent wurden in Betrieben durch Eigentestung festgestellt.
  • 14 Prozent sind nicht genau zuzuordnen. Hier ist die Infektionsquelle unbekannt.

Tests aus Privatlaboren sind bei aktiven registrierten Fällen nicht relevant

Am Samstag ging ein Video von der Visbeker Tierarztpraxis in den sozialen Medien viral, vor der eine lange Auto-Schlange zu sehen ist. Offenbar wollten viele Menschen aus dem Kreis Vechta zum Start der Herbstferien verreisen und haben aufgrund von Beherbergunsgsverboten privat einen Test gemacht. Wie Dorgelo versichert, stammen zwar vereinzelt positive Testergebnisse von privaten Laboren. Diese seien in der Gesamtheit der aktuell gemeldeten Fälle allerdings nicht relevant.

Haus Teresa: Alle Tests sind negativ

Wie Dorgelo auf Nachfrage von OM online weiter mitteilt, wurden alle Personen des Haus St. Teresa in Vechta  negativ auf das Coronavirus getestet. Deshalb sei keine weitere Testung geplant.

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