Kreis Vechta meldet 35 Neuinfektionen
Im Landkreis Vechta schnellt die Zahl der aktiven SARS-CoV-2-Infizierten in die Höhe. Landrat Herbert Winkel beteuert, dass die Lage vor Ort noch im Griff sei.
Max Meyer, Giorgio Tzimurtas | 13.10.2020
Im Landkreis Vechta schnellt die Zahl der aktiven SARS-CoV-2-Infizierten in die Höhe. Landrat Herbert Winkel beteuert, dass die Lage vor Ort noch im Griff sei.
Max Meyer, Giorgio Tzimurtas | 13.10.2020

Symbolfoto: dpa
Die Corona-Zahlen im Kreis Vechta steigen wieder an: Am Dienstag (13. Oktober) liegen dem Gesundheitsamt des Landkreis Vechta 35 Neuinfektionen mit dem Coronavirus vor. Das teilt der Landkreis Vechta mit. Auf Nachfrage von OM online teilt Kreissprecher Jochen Steinkamp mit, dass bei den neuen Fällen kein klarer Infektionsherd auszumachen sei. Allerdings sei die Kontaktermittlung bereits erfolgreich abgeschlossen, sodass sich alle ermittelten Personen in Quarantäne befinden. Unter den Infizierten ist eine Pflegerin des Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth-Haus in Lohne. Laut Mitteilung befand sich diese allerdings bereits in Quarantäne, da sie zuvor im engen Kontakt zur positiv getesteten Verwaltungsmitarbeiterin des Hauses stand. Da die betroffene Pflegerin jedoch engen Kontakt zu einem Teil der Bewohner und Pflegekräfte hatte, werden diese am Mittwoch vom Gesundheitsamt des Landkreises Vechta auf das Coronavirus getestet. Außerdem liegen die Testergebnisse des St. Hedwig in Vechta vor: Eine Bewohnerin hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Die weiteren Testergebnisse sind alle negativ. Indes beteuert Landrat Herbert Winkel, dass der Landkreis Vechta die Lage vor Ort noch im Griff hat. Herr Winkel, gilt die Aussage noch, dass die Lage vor Ort im Griff ist? Angesichts der vielen neuen Fälle ist es umso wichtiger, dass die Bevölkerung sich an die Abstands- und Hygienemaßnahmen hält sowie an die geltende Allgemeinverfügung des Landkreises Vechta, abhängig von der tagesaktuellen Inzidenzzahl. Drohen angesichts der Entwicklung Einschränkungen wie im Nachbarkreis Cloppenburg wie zum Beispiel Sperrstunden für die Gastronomie oder in der Grafschaft Bentheim oder die Maskenpflicht in der Fußgängerzone von Nordhorn? Die meisten Infektionen entstehen im privaten Bereich. Von hier aus werden sie dann in sensible Bereiche wie beispielsweise Schulen, Kindergärten oder Altenheime getragen. Wie bereits erwähnt, ist es deshalb für die weitere Entwicklung der Fallzahlen entscheidend, die geltenden Regelungen zu privaten Zusammenkünften einzuhalten sowie Hygiene- und Abstandsregeln umzusetzen. Das bedeutet aktuell, dass sich privat nicht mehr als zehn Personen treffen dürfen.
Seit Beginn der Pandemie gibt es damit kreisweit insgesamt 852 bestätigte Corona-Infektionen. Zurzeit sind 181 Personen aktiv mit SARS-CoV-2 infiziert. 6 an Covid-19-Erkrankte werden stationär behandelt. Eine der Personen befindet sich auf der Intensivstation. St. Elisabeth-Haus in Lohne: Pfleger und Bewohner werden Mittwoch getestet
Haus St. Hedwig: Bewohner positiv gestestet
Im Vergleich zu Montag steigt die Anzahl der Personen in Quarantäne um 9 auf 945. Die Zahl der Personen, die die Quarantäne verlassen durften, steigt indes um 53 Personen. 6 Personen gelten wieder als genesen.Winkel: "Lage vor Ort ist noch im Griff"
Ja, die Lage ist vor Ort noch im Griff, auch wenn wir heute einen hohen Anstieg der Fallzahlen vermelden müssen. Das Gesundheitsamt hat die engen Kontaktpersonen der Neuinfizierten ermittelt und in Quarantäne versetzt.
Wir versuchen bei jeder Neuinfektion die Ursache zu ermitteln und treffen dementsprechend Maßnahmen. Aus den bisherigen Ermittlungen ist nicht ersichtlich, dass es beispielsweise in der Gastronomie zu vermehrten Infektionen kommt. Deshalb gibt es für Sperrstunden oder ähnliches derzeit keine Veranlassung.
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