Der Lohner Schachthof "Oldenburger Geflügelspezialitäten" (PHW-Gruppe/Marke Wiesenhof) hat eine rechtsverbindliche Genehmigung des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes für eine Gesamtschlachtzahl von 432.000 Hähnchen am Tag vorliegen. Das teilte eine Sprecherin der PHW-Gruppe auf Anfrage mit. Zuvor hatte der Lohner Wiesenhof-Schlachthof eine erste Teilgenehmigung für die Schlachtung von 270.000 Tieren am Tag.
Es stehe aber "aktuell nicht zur Disposition, die Schlachtzahl zu erhöhen", sagte die Sprecherin weiter. Ob die Oldenburger Geflügelspezialitäten die Schlachtzahl zu einem späteren Zeitpunkt erhöhen werden, hänge "von der Entwicklung des Geflügelmarktes ab", führte die PHW-Sprecherin aus.
Wasseraufbereitungsanlage ist Voraussetzung
Das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt in Oldenburg teilte auf Anfrage mit, dass die zweite und abschließende Teilgenehmigung für die Oldenburger Geflügelspezialitäten per Bescheid vom 9. Juni 2020 erteilt worden sei. Die Gesamtschlachtzahl von 432.000 Tieren pro Tag sei "allerdings erst nach Inbetriebnahme der Wasseraufbereitungsanlage zulässig", erklärte die Behörde per E-Mail.
Ohne Wasseraufbereitungsanlage sei eine Schlachtkapazität von maximal 380.000 Tieren pro Tag möglich.
Die Schlachtkapazitäten und die Begrenzung der Schlachtkapazität in Abhängigkeit der Wasseraufbereitungsanlage entsprechen laut Gewerbeaufsichtsamt den Regelungen aus der Änderungsgenehmigung vom 8. März 2016. Diese Genehmigung zur Erhöhung der Schlachtkapazität wurde also bereits vor dem Brand vom Ostermontag 2016 erteilt, bei dem der Schlachthof weitgehend zerstört worden war.