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Volksbanken zimmern sich gemeinsames Dach

Die Fusionswelle im regionalen Bankensektor geht weiter. Die Volksbanken Emstek und Essen-Cappeln wollen 2024 firmieren. Die beiden Vorstände sehen nur Vorteile – vor allem für die Kunden.

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Sind sich einig (von links): Die Aufsichtsräte und Vorstände beider Banken, Josef Wendeln (Emstek), Thorsten Kaiser (Emstek), Florian Averbeck (Essen-Cappeln), Rainer Zobel (Essen-Cappeln), Andreas Langemeyer (Emstek) und Ludger Klövekorn (Essen-Cappeln) wollen die Fusion. Foto: Meyer

Sind sich einig (von links): Die Aufsichtsräte und Vorstände beider Banken, Josef Wendeln (Emstek), Thorsten Kaiser (Emstek), Florian Averbeck (Essen-Cappeln), Rainer Zobel (Essen-Cappeln), Andreas Langemeyer (Emstek) und Ludger Klövekorn (Essen-Cappeln) wollen die Fusion. Foto: Meyer

Die beiden Volksbanken Essen-Cappeln und Emstek wollen fusionieren. Das gaben die Vorstände am Donnerstag in Essen bekannt. Vollzogen werden soll der Zusammenschluss im Jahr 2024. Die Schließung von Filialen ist nicht geplant.

Die Fusionsgespräche seien bereits seit Wochen im Gange, bestätigte Emsteks Bankenvorstand Andreas Langemeyer. Kompliziert sind sie offenbar nicht gewesen. „Wir arbeiten bereits seit langem im Kreditgeschäft zusammen, stehen beide auf einem wirtschaftlich gesunden Fundament und müssen künftig die gleichen Herausforderungen bewältigen“, erklärt Langemeyer. Die Fusion sieht er deshalb als logische Konsequenz. Sie wäre nicht die erste im Landkreis Cloppenburg. 2019 hatte sich die Volksbank Cloppenburg-Molbergen mit der Raiffeisenbank Garrel zur VR-Bank in Südoldenburg zusammengetan. Seit dem vergangenen Jahr arbeiten die Volksbanken Friesoythe und Bösel unter einem Dach. Und auch die Volksbank Essen-Cappeln ist das Ergebnis einer Fusion. Sie wurde bereits 2004 abgeschlossen.

Bilanzsumme stiege auf 900 Millionen Euro

Während die Zahl der Banken sinkt, nehmen ihre Bilanzsummen zu. Rund 900 Millionen Euro soll das gemeinsame Institut nach der Fusion aufweisen. Die neue Bank sei mit ihren 110 Mitarbeitern groß und stark genug, um alle Kreditwünsche, die aus der Region an sie herangetragen würden, zu erfüllen, betont Langemeyer. Dies sei auch das eigentliche Ziel. „Wir wollen unseren Kunden mehr Leistungen anbieten. Das wird uns gemeinsam leichter fallen.“ Arbeitsplätze sollen nicht abgebaut werden. „Wir rechnen damit, dass wir sogar mehr Mitarbeiter benötigen werden“, ergänzt Ludger Klövekorn, Vorstand der Volksbank Essen-Cappeln. Die Kolleginnen und Kollegen seien bereits über die Pläne informiert worden. Für sie entstehe ein noch attraktiverer Arbeitgeber, der ihnen berufliche Perspektiven biete. Ziel sei, Doppelarbeit zu vermeiden und die Beratungsangebote personell auszubauen. Das Filialnetz soll zugleich unverändert bleiben. Mit 7 Bankstellen wäre das Geldhaus in den Gemeinden Emstek, Cappeln und Essen sowie im Nordkreis Osnabrück vertreten. Wie es heißen soll, steht noch nicht fest. „Im Namen wird aber sicher der Begriff Volksbank vorkommen“, kündigt Ludger Klövekorn an.

Mitglieder sollen im Frühjahr 2024 entscheiden

Die beiden Aufsichtsräte haben inzwischen grünes Licht gegeben. Auf ihrer Generalversammlung am 14. Juli erhalten die Mitglieder der Volksbank Essen-Cappeln weitere Informationen. Die Mitglieder der Volksbank Emstek werden im Spätsommer zu einer Versammlung eingeladen. Juristisch entstehen soll die Bank am 1. Januar 2024. Im Frühjahr, also einige Wochen später, könnten die Mitglieder die Fusion in getrennten Sitzungen beschließen. Mit dem Verfahren lassen sich die Vorstände mehr Zeit als gewöhnlich. „Wir haben keinen Druck und wollen alle Beteiligten in diesem Prozess Schritt für Schritt mitnehmen“, heißt es in einer Erklärung.

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