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Volksbank Bösel ebnet Weg für Fusion

Verschmelzung mit Friesoyther Bank: Bei der Vertreterversammlung stimmt 89,47 Prozent der Genossen am Dienstag für die Fusion. Nötig war eine Zustimmung von 75 Prozent.

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Zufrieden: Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat: Thomas Hülskamp (von links), Andreas Frye, Rainer Geese, Stefan Awick und Dr. Ewald Oltmann. Foto: Focken/Volksbank

Zufrieden: Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat: Thomas Hülskamp (von links), Andreas Frye, Rainer Geese, Stefan Awick und Dr. Ewald Oltmann. Foto: Focken/Volksbank

Die Mitglieder der Volksbank Bösel e.G. haben den Weg für die Verschmelzung der Bank mit der Spar- und Darlehenskasse Friesoythe frei gemacht. Bei der Vertreterversammlung stimmten 89,47 Prozent der Genossen am Dienstag für die Fusion. Nötig war eine Zustimmung von 75 Prozent. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Böseler Bank, Dr. Ewald Oltmann, wertete das „tolle Ergebnis“ als einen „großen Vertrauensvorschuss“.

Mit der Zustimmung der Böseler ist der erste Schritt gemacht. Die Spar- und Darlehnskasse in Friesoythe hat ihre Vertreterversammlung für Donnerstag (15. Juli) angesetzt. Stimmen die Vertreter ebenfalls der Verschmelzung zu, ist diese dann laut Mitteilung beschlossen.

Banken erhoffen sich durch Fusion erhebliche Kosteneinsparungen

Das Volksbank-Vorstandmitglied Andreas Frye erklärte: „Beide Banken sind kerngesund, haben gute Ergebnisse, die Geschäftsgebiete grenzen aneinander an und beide Banken haben die gleiche geschäftspolitische Ausrichtung. Gemeinsam können die großen Aufgaben der Zukunft viel besser gelöst werden.“ Dies seien beste Voraussetzungen für eine Verschmelzung zum jetzigen Zeitpunkt, sagte Frye.

Durch die Verschmelzung erhoffen sich beide Banken erhebliche Kosteneinsparungen, da viele Aufgaben, die bisher beide Banken einzeln zu erledigen haben, zukünftig nur 1-mal zu erledigen sind – wie zum Beispiel die Erstellung eines Jahresabschlusses. Gleichzeit sehen die Banken veränderte Kundenerwartungen, die mit Blick auf Kredithöhen, Zahlungsverkehr und Digitalisierung qualitativ als auch quantitativ andere Dimensionen erreicht hätten. Dafür brauche es eine große Bank.

Bank will insgesamt 304.000 Euro an die 5425 Mitglieder ausschütten

Die aktuelle Lage der Volksbank Bösel stellte Vorstand Stefan Awick vor. Er sprach vor den Gesellschaftern von einem erfolgreichen Geschäftsjahr. Die Bilanz erhöhe sich demnach um 43 Millionen Euro auf jetzt 390 Millionen – ein Zuwachs von 12,2 Prozent. Die Kundeneinlagen stiegen um 26 Millionen Euro (13,6 Prozent) auf 223 Millionen Euro. Das Kreditvolumen wuchs um 35 Millionen Euro (12,3 Prozent) auf 315 Millionen. Auch bei Kunden und Mitgliedern verzeichnet die Bank Zuwächse.

Daraus ergibt sich am Ende ein Bilanzgewinn von 589.000 Euro. Davon will die Bank insgesamt 304.000 Euro an die insgesamt 5425 Mitglieder ausschütten. Nach Rechnung der Volksbank ergibt, dass eine Dividende von 7 Prozent.

Die Vertreter erteilten dem Aufsichtsrat und dem Vorstand einstimmig Entlastung. Bei den turnusgemäßen Wahlen bestätigten die Mitglieder das turnusgemäß ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied Dr. Ewald Oltmann einstimmig im Amt.

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