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Verein sichert Dorfladen in Beverbruch

Dinge des täglichen Bedarfs soll es auch künftig in dem Kirchdorf geben. Die bisherigen Angestellten werden übernommen und man ist im Gespräch mit weiterem Personal.

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Setzen sich für einen Nahversorger ein: Norbert Budde (links) und Otto König. Zu den Organisatoren gehören auch Klaus Grote, Peter Marks und Peter Böckermann. Foto: Thomas Vorwerk

Setzen sich für einen Nahversorger ein: Norbert Budde (links) und Otto König. Zu den Organisatoren gehören auch Klaus Grote, Peter Marks und Peter Böckermann. Foto: Thomas Vorwerk

Mehl und Butter, die Kiste Bier und natürlich frische Brötchen soll es auch in Zukunft in Beverbruch geben. Dafür machen sich eine Hand voll Männer aus dem Kirchdorf stark. Hintergrund: Der alteingesessene Nahversorger Bert hat zum 19. Dezember geschlossen. Eine unmittelbare Nachfolge war nicht in Sicht und deshalb soll nun ein "wirtschaftlicher Verein" gegründet werden, der den Tante-Emma-Laden weiterhin betreibt.

Damit orientiert man sich am Beispiel anderer Dorfläden, erklärten Norbert Budde und Otto König bei einem Ortstermin eine Geschäftsform, die nicht in jedem Bundesland möglich ist, in Niedersachsen aber schon. Sieben Mitglieder sind für den Verein nötig, der in den nächsten Wochen gegründet werden soll. Das Ganze soll aber auf eine deutlich breitere Basis gestellt werden und jedes Mitglied kann Anteile zu je 250 Euro zeichnen.

Als Startkapital werden 20.000 Euro benötigt

Die Macher erwarten, auf diesem Weg mindestens 20.000 Euro Startkapital zusammenzubekommen, um Renovierungsarbeiten zu erledigen, weitere Investitionen, Waren und Löhne für die Anfangszeit abzusichern. Die Renovierung läuft in Eigenregie und es werden noch Helfer gesucht. Darüber hinaus ist man auf der Suche nach Fördermöglichkeiten und Zuschüssen aus öffentlicher Hand.

"Der Dorfladencharakter soll erhalten bleiben. Auch als Treffpunkt für einen kleinen Klönschnack", sagt Norbert Budde. Dass der Bedarf da ist, davon haben sich die Organisatoren mittels einer Umfrage überzeugt. 145 Bögen wurden zurückgegeben und nur fünf Personen halten die Einkaufsmöglichkeit vor Ort nicht für wichtig. 129 erklärten, sie würden ein entsprechendes Angebot nutzen. Das Stehcafé findet ausgewogen Befürworter und Ablehner. Bio-Lebensmittel möchten 40 Kunden, allerdings legen die meisten von ihnen Wert auf nachhaltige und heimische Produkte. Die Berufspendler – eine ganz starke Käuferschicht am Morgen - möchten weiterhin das belegte Brötchen, den Kakao und die Tageszeitung bekommen und würden darüber hinaus das Angebot für sich gerne erweitert sehen.

Es wurde auch abgefragt, ob man beim Aufbau mithelfen möchte. Das haben 22 Beverbrucher signalisiert. Finanziell wollen sich aus dem Stand 24 Unterstützer einbringen.

Öffnungszeiten sollen noch erweitert werden

Der noch zu gründende Verein wird die bisherigen Angestellten übernehmen und ist in Gesprächen mit weiterem Personal. Die Öffnungszeiten sollen nach Möglichkeit sogar noch erweitert werden. "Wir werden auf Kundenwünsche reagieren und das Sortiment entsprechend anpassen", versichert Budde. Allerdings ist man auch auf die Beverbrucher angewiesen, dass sie dann auch vor Ort einkaufen. Auch die Vereine sollten nach Möglichkeit ihre Getränke dann in Beverbruch kaufen und ihre Solidarität damit beweisen.

Zeitnah soll wieder eröffnet werden. Ob der 1. Februar als Termin zu halten ist, kann allerdings aktuell nicht gesagt werden. Corona macht auch Neueröffnungen etwas komplizierter.

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