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Politik muss Jugendliche im Netz besser schützen

Thema: Klagen gegen Facebook und Instagram – US-Staaten reicht es: Sie halten Social-Media-Dienste für jugendgefährdend und haben gute Gründe dafür.

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Jetzt wird es eng für Meta: Mehrere US-Bundesstaaten klagen gegen den Social-Media-Riesen. Der Vorwurf: Seine Aushängeschilder Facebook und Instagram sollen Jugendliche gezielt abhängig machen, in Depressionen stürzen und zum Suizid verleiten. Starker Tobak, der für den Konzern wirtschaftlich teuer werden könnte. 

Was an den Anschuldigungen dran ist, können Psychologen besser erklären. Die meisten Studien zum Internetkonsum junger Menschen zeichnen ein düsteres Bild. Der Einfluss sozialer Medien auf die seelische Entwicklung kann inzwischen kaum hoch genug eingeschätzt werden. Für viele Kinder und Jugendliche ist das Handy längst der beste Freund, beziehungsweise die beste Freundin. Oder eben genau das Gegenteil. 

"Für viele Kinder und Jugendliche ist das Handy längst der beste Freund, beziehungsweise die beste Freundin. Oder eben genau das Gegenteil."

Meta hält dagegen. In der Psychologie werde auch die Ansicht vertreten, dass Online-Medien eine positive Rolle in der Entwicklung von Jugendlichen spielen könnten, lässt das Unternehmen verlauten. Man beachte den Konjunktiv. Tatsächlich eröffnen die verschiedenen Plattformen Menschen ungeahnte Kommunikationsmöglichkeiten. Doch wie jedes gute Gespräch sollte auch der Online-Chat Regeln einhalten, die man früher als guten Anstand bezeichnet hätte. Daran zu arbeiten, haben sowohl die Anbieter, als auch die Politiker versäumt – die einen, weil sie sich nur für ihre Gewinne interessieren, die anderen, weil Jugendliche und junge Erwachsene keine wirkliche politische Lobby haben. Das muss sich ändern.

Am Ende liegt die Verantwortung aber auch bei den Eltern, denen nicht egal sein darf, wie lange ihre Kinder täglich in der Parallelwelt des Netzes herumsurfen und auf welchen Seiten sie sich dabei tummeln. Verbote helfen wenig – Aufklärung tut not!

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