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Paschertz-Gruppe springt als Vermarkter ein

Eine Erzeugergemeinschaft drohte auf ihren Produkten sitzenzubleiben. Der Handel mit Bio-Produkten ist insgesamt schwieriger geworden.

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Zentrale: Im Ecopark in der Gemeinde Emstek ist die Paschertz-Gruppe ansässig. Foto: FOOD FOX GmbH

Zentrale: Im Ecopark in der Gemeinde Emstek ist die Paschertz-Gruppe ansässig. Foto: FOOD FOX GmbH

Die im Ecopark ansässige Paschertz-Gruppe steigt mit ihrem Tochterunternehmen Foodfox in die Vermarktung von Bioland Frischgeflügel ein. Seit rund 2 Jahren ist das Unternehmen mit allen Produktions- und Vertriebsgesellschaften Biolandpartner und beschäftigt sich auch in diesem Bereich seither mit der Entwicklung und Herstellung moderner Convenienceartikel in Biolandqualität. "Das Sortiment ist bis zum jetzigen Zeitpunkt schon sehr vielfältig. Es reicht von Chicken Nuggets über Gemüsefrikadellen bis hin zum originären Bioland Tofu", schreibt Geschäftsführer Dr. Herbert Paschertz in einer Pressemitteilung.

Bioland ist nach seiner Aussage der perfekte Partner für das Unternehmen. "Im Bioland-Verbund liegt der Fokus auf den Erzeugern, die regional nach hohen Kriterien des Verbundes produzieren. Bis heute fühlen wir uns als ein kleines Rad in einem großen Verbund. Wir ermöglichen es den anderen Mitgliedern, die Wertschöpfung weiter auszudehnen und die Möglichkeit zu geben, auch zum Beispiel Gemüse, das nicht ganz gerade gewachsen ist, zu leckeren modernen Convenienceartikeln zu verarbeiten."

Vermarktung von Bio-Erzeugnissen ist schwieriger geworden

Aufgrund der aktuellen politischen Ereignisse und der damit eintretenden hohen Inflation sei die Vermarktung von biologischen Erzeugnissen schwieriger geworden. Viele Landwirte könnten dementsprechend nicht mehr in ausreichendem Maße ihre Produkte vermarkten. Laut Dr. Paschertz ist dies aktuell ein generelles Problem. Die Endverbraucher seien aufgrund der finanziellen Mehraufwendung für Energie und den täglichen Bedarf verunsichert und kauften dementsprechend zurückhaltender und mit dem Fokus auf günstige Produkte ein.

Als nun vor circa 3 Wochen eine landwirtschaftliche Erzeugergemeinschaft aufgrund der Insolvenz ihres Vermarkters ohne Perspektive dastand, entschied sich die Paschertz-Gruppe für den weiteren Einstieg in dieses Segment. "Wir werden die bestehenden Strukturen erhalten und lediglich den optimalen Vertrieb durch Kombination eines Frischfleisch- und Conveniencesortiments organisieren", so Dr. Paschertz. Das Ziel ist die Vermarktung des gesamten Sortiments, sodass weiterhin der Landwirt eine Abnahme- und Verdienstgarantie habe und auf der anderen Seite bezahlbare Produkte abgesetzt werden könnten.

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