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Ostmann eröffnet bald eines der größten Gartencenter Deutschlands

Der Bau dauerte kein Jahr, das Projekt an sich zog sich dafür umso länger. Rainer Ostmann kann bald die Kunden in seinem großen Gartencenter in Oldenburg begrüßen. Er verspricht ein Einkaufserlebnis.

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Der Eingang: Das Gerüst verschwindet bald, der Parkplatz ist in Kürze fertig. Dann ist der Weg frei in das neue Gartencenter von Blumen Ostmann in Oldenburg. Foto: C. Meyer

Der Eingang: Das Gerüst verschwindet bald, der Parkplatz ist in Kürze fertig. Dann ist der Weg frei in das neue Gartencenter von Blumen Ostmann in Oldenburg. Foto: C. Meyer

Der künftige Parkplatz ist noch eine Baustelle. Im Gebäude ist an jeder Ecke jemand am Werkeln: Sei es ein Handwerker oder die Mitarbeiterin, die bereits erste Regale einräumt. Dass Rainer Ostmann vorhat, sein großes Gartencenter in Oldenburg Mitte oder Ende März zu eröffnen, ist fast schwer zu glauben. Aber: "Das schaffen wir", sagt der Chef zuversichtlich und ist stolz auf sein Team, das tatkräftig anpackt.

Im vergangenen Mai war der erste Spatenstich. Jetzt, nach rund 10-monatiger Bauzeit, steht in wenigen Wochen Gartenfreunden ein Einkaufserlebnis auf rund 13.000 Quadratmetern Verkaufsfläche zu Verfügung. Blumen Ostmann aus Visbek bietet damit eines der größten Gartencenter Deutschlands an. Ostmann kooperiert dabei mit dem niederländischen Unternehmen Intratuin.

Das Gartencenter soll Kunden auch noch aus 100 Kilometer Entfernung anziehen, so die Vision des Pflanzenexperten Ostmann. Das Sortiment umfasst dabei mehr als 100.000 Pflanzen – sowohl für den Innen- wie auch den Außenbereich. Gartenbedarf aller Art, wie auch Möbel, wird es auf den Verkaufsflächen geben. 40 bis 50 Mitarbeiter werden am Ende dafür gebraucht, damit vor Ort alles reibungslos ablaufen kann.

Rund 100 Jahre alte Olivenbäume sind der Blickfang im Eingangsbereich des Gartencenters. Rainer Ostmann verspricht einen mediterranen Flair. Foto: C. MeyerRund 100 Jahre alte Olivenbäume sind der Blickfang im Eingangsbereich des Gartencenters. Rainer Ostmann verspricht einen mediterranen Flair. Foto: C. Meyer

Im Zuge der Corona-Krise haben immer mehr Menschen den Garten für sich entdeckt. Das hat auch Rainer Ostmann beobachtet. "Das Thema Selbstversorgung spielt gerade bei jüngeren Menschen eine immer größere Rolle", sagt der Unternehmer. Doch die Pandemie bescherte auch dem Visbeker einige Schattenseiten. "Die zweimalige Schließung war ein Schock fürs Leben", gibt er zu. Es habe wehgetan, Pflanzen wegschmeißen zu müssen. Umso zuversichtlicher blickt er jetzt in die Zukunft.

2 große Olivenbäume sind der Blickfang im Eingangsbereich des Geschäfts. Aus Sizilien sind die etwa 100 Jahre alten Pflanzen. "Hier herrscht ein mediterraner Flair", beschreibt Rainer Ostmann die Atmosphäre. Ebenfalls im Eingangsbereich wird es einen Bauernmarkt geben, der von dem Frischehof Döpke aus Garrel betrieben wird. Dem gegenüber findet der Kunde ein Atelier mit frischen Schnittblumen.

Hofgarten soll auch Eventfläche sein

Das "Herzstück", wie Ostmann es nennt, ist der unbedachte Hofgarten in der Mitte des Gartencenters. Dort ist eine Ausstellungs- wie Eventfläche vorgesehen. Derzeit werde an einem Programm gearbeitet, um die Fläche ganzjährig interessant zu halten. "Wir können uns dort Kunst, Konzerte wie auch einen Weihnachtsmarkt vorstellen", zählt Ostmann die Möglichkeiten auf.

Wer die erste Hälfte des Centers hinter sich gebracht hat, kann sich in einem Gartencafé bei Bedarf ausruhen. Dort soll ein tropisches Flair zum Verweilen einladen. Die Bäckerei Behrens-Meyer aus Garrel wird das Café betreiben.

Das Herzstück“: Das Oldenburger Gartencenter möchte mit einem Hofgarten überzeugen. Noch wird da fleißig gearbeitet. Foto: C. MeyerDas „Herzstück“: Das Oldenburger Gartencenter möchte mit einem Hofgarten überzeugen. Noch wird da fleißig gearbeitet. Foto: C. Meyer

Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt Ostmann ebenso wie seine Pflanzen. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage angebracht, die das Gartencenter fast komplett mit Energie versorgen soll. Auf dem Parkplatz gibt es künftig E-Ladestationen für Fahrzeuge. Außerdem werde das Regenwasser gesammelt, um es weiterzuverwenden, erzählt Ostmann. Im Sortiment macht sich dieser Gedanke ebenfalls bemerkbar. "Weg von der Chemie hin zur Pflanzenstärkung", sei das Motto, das Ostmann bei den Kunden beobachtet.

Das Gartencenter scheint keine Wünsche offenzulassen. "Wir hatten ja auch 15 Jahre lang Zeit, uns Gedanken zu machen", scherzt der Chef. Denn das Projekt hat eine bewegte Geschichte. Nach langen Vorplanungen hatte die Stadt Oldenburg 2015 dem Unternehmen schließlich die etwa 3 Hektar große Fläche im Stadtteil Tweelbäke verkauft. Es regte sich jedoch Widerstand bei einigen Bürgern sowie ortsansässigen Floristen und Gärtnern. Sie kritisierten die Dimensionen des Gartencenters als zu groß und existenzgefährdend für kleinere Betriebe. Bevor die Stadt 2017 endgültig dem Projekt zustimmte, mussten die Planungen mehrfach überarbeitet werden.

Jetzt startet bald ein ganz neues Kapitel für das Gartencenter. Auch wenn die Eröffnung kleiner ausfallen müsse, als er sich das vorgestellt habe, sagt Ostmann. "Wir werden im ganz kleinen Rahmen aufmachen." Daneben soll es digital die Möglichkeit geben, daran teilzuhaben. Wie das im Detail aussehen wird, weiß er noch nicht.

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Die Mitarbeiter beginnen bereits, das Gartencenter mit Sortiment zu bestücken. Foto: C. MeyerVorbereitungen laufen auf Hochtouren: Die Mitarbeiter beginnen bereits, das Gartencenter mit Sortiment zu bestücken. Foto: C. Meyer

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