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Oldenburgische Landesbank will Degussa Bank für 220 Millionen Euro kaufen

Die OLB wird mit der geplanten Übernahme der Degussa Bank ihren Kundenstamm um etwa 340.000 Kunden erweitern.

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Symbolfoto: Kühn

Symbolfoto: Kühn

Die Oldenburgische Landesbank AG (OLB) hat am Mittwoch (14. September) eine Vereinbarung über den Kauf der Degussa Bank AG (Degussa Bank) unterzeichnet. Mit dem Kauf der Degussa Bank   will die OLB nach eigenen Angaben ihren  Wachstumskurs fortsetzen und die Retailpräsenz in Deutschland strategisch um circa 340.000 Kunden erweitern. Vereinbart wurde laut Mitteilung ein Kaufpreis von 220 Millionen Euro auf Basis eines zum Closing harten Kernkapitals (CET1) von 357 Millionen Euro. Die Transaktion soll aus bestehenden Mitteln finanziert werden. Nach dem voraussichtlichen Closing um die Jahresmitte 2023 sollen Kosten- und Kapitalsynergien zeitnah gehoben werden, teilt die OLB weiter mit.

Die Transaktion soll sich demnach positiv auf das Ergebnis je Aktie sowie die Eigenkapitalrendite auswirken und die Fähigkeit der OLB stärken, mittelfristig eine Eigenkapitalrendite (nach Steuern) am oberen Ende der angestrebten Spanne zwischen 13 und 15 Prozent zu erreichen. Das mittelfristige Ziel einer harten Kernkapitalquote (CET1-Quote) von mindestens 12,25 Prozent sowie alle anderen mittelfristigen Ziele der OLB bleiben demnach bestehen. 

Der regionale Retailkundenfokus der Degussa Bank auf Industrie und Wirtschaftszentren in West- und Süddeutschland sei komplementär zur Kernpräsenz der OLB im Norden Deutschlands und erweitere das deutschlandweite Privatkundengeschäft der OLB. Zudem eröffne die Transaktion der OLB die Möglichkeit, ihr Angebot durch die innovative Technologie des digitalen Bank-Shops der Degussa Bank und deren Leistungsspektrum für Partnerunternehmen zu ergänzen.

"Die geplante Übernahme der Degussa Bank ist ein weiterer Meilenstein auf unserem profitablen Wachstumskurs", sagt Stefan Barth, CEO der OLB. "Die Degussa Bank ergänzt unser Geschäftsmodell hervorragend. Zusammen können wir unser Geschäft deutschlandweit deutlich ausbauen und unser Produktportfolio erweitern. Von der geplanten Übernahme werden Kunden, Mitarbeiter und auch alle weiteren Stakeholder profitieren.“

Dr. Christian Olearius, einer der Hauptgesellschafter der Degussa Bank, sagt: "Den Eigentümern ist die Entscheidung für den Verkauf der Degussa Bank nicht leicht gefallen. Sie danken Vorstand und Mitarbeitern sowie den eingeschalteten Beratern für die konstruktive Begleitung des anspruchsvollen Verkaufsprozesses. Den Hauptgesellschaftern ist es wichtig, eine abschließende und gute Lösung für die anstehenden Herausforderungen gefunden zu haben."

Michael Krupp, CEO der Degussa Bank, sagt: "Mit der OLB haben wir den passenden Eigentümer gefunden, der es uns ermöglicht, unser Potenzial auszuschöpfen und unser Geschäft skalierbarer und effizienter für die Zukunft aufzustellen. Wir freuen uns darauf, mit den Kolleginnen und Kollegen der OLB zusammenzuarbeiten."

Die Degussa Bank bietet Privat- und Geschäftskunden nach eigenen Angaben ein breites Angebot an Finanzprodukten. Als einzige Worksite-Bank Deutschlands betreibe sie Bankfilialen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf dem Betriebsgelände ihrer Partnerunternehmen und berate zudem über ihren digitalen Bank-Shop. Mit rund 500 Vollzeitstellen betreue die Bank derzeit Kundeneinlagen in Höhe von 5 Milliarden Euro.

Die Transaktion unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen und behördlichen Genehmigungen, einschließlich der Genehmigung der Bankenaufsicht.

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