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OLB setzt in einem "herausfordernden Jahr" den "Wachstumskurs im Kundengeschäft" fort

Vorstandsvorsitzender Klein spricht von „umfassenden Maßnahmen in der Organisation des Geschäftsbetriebs“ im Coronajahr 2020. Angesichts geringerer Aufwendungen steigt das operative Ergebnis.

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Die Oldenburgische Landesbank AG (OLB) konnte ihre Bilanzsumme steigern. Symbolfoto: Kühn

Die Oldenburgische Landesbank AG (OLB) konnte ihre Bilanzsumme steigern. Symbolfoto: Kühn

Die Oldenburgische Landesbank AG (OLB) hat in einem "sehr herausfordernden Jahr 2020" ihren "Wachstumskurs im Kundengeschäft" fortgesetzt, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Klein und Finanzvorstand Dr. Rainer Polster in einer Videokonferenz, in der die Bank ihre Bilanzzahlen des vergangenen Jahres vorstellte. Den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sei man mit "umfassenden Maßnahmen in der Organisation des Geschäftsbetriebs" begegnet, so Klein.

Die OLB steigerte per 31. Dezember die operativen Erträge auf rund 450 Millionen Euro (Vorjahr: 421 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis stieg auf 135,5 Millionen Euro (128,8 Millionen Euro). Der Jahresüberschuss belief sich auf rund 79 Millionen Euro (110 Millionen Euro). Die Bilanzsumme wuchs von 19,6 Milliarden Euro in 2019 auf jetzt 21,5 Milliarden Euro. Die "harte Kernkapitalquote" (Eigenkapitalquote) stieg auf 12,2 Prozent (Vorjahr 11,8 Prozent).

"Wir sind mit unserem Geschäftsmodell profitabel und zukunftsfähig."Dr. Wolfgang Klein, Vorstandsvorsitzender der OLB AG

"Wir sind mit unserem Geschäftsmodell profitabel und zukunftsfähig" – auch unter erschwerten Bedingungen, meinte Klein mit Blick auf die Corona-Pandemie. Man "fokussiere" sich zudem auf ein konsequentes Risikomanagement.

Vonseiten der Kunden seien in dem durch Corona geprägten Geschäftsjahr vor allem Beratungen sowie finanzielle Unterstützungen zur Liquiditätssicherung nachgefragt worden. Klein verwies darauf, dass die OLB zum Jahresende 2020 öffentliche Fördermittel wie die KfW-Coronahilfen in einem Gesamtvolumen von rund 300 Millionen Euro vermittelt habe. Als "Rückgrat" der Beratung im Rahmen des Multikanalangebots der OLB bezeichnete Klein das Beratungscenter Oldenburg, das im September 2020 wie vorgesehen am neuen Standort in der Oldenburger Innenstadt eröffnet wurde.

Das von der OLB bearbeitete Kreditvolumen wuchs insbesondere wegen der Zuwächse bei Baufinanzierungen auf 15,5 Milliarden Euro (15,1 Milliarden Euro). Mit mehr als 5.000 Kunden schloss die Bank neue private Immobilienfinanzierungen über 1,1 Milliarden Euro ab, das ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs um 21 Prozent. Die Kundeneinlagen beliefen sich auf 13 Milliarden Euro (12,7 Milliarden Euro).

Freut sich insbesondere über ein starkes Immobiliengeschäft seiner Bank: OLB-Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Klein. Foto: OLBFreut sich insbesondere über ein starkes Immobiliengeschäft seiner Bank: OLB-Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Klein. Foto: OLB

Der Zinsüberschuss stieg trotz des niedrigen Marktzinsniveaus um 6 Prozent auf 336,3 Millionen Euro (317,2 Millionen Euro). Es habe sich ausgezahlt, dass "die OLB konsequent höhere Margen durchsetzen konnte", so Klein. Der Provisionsüberschuss entwickelte sich vor allem mit dem sehr guten Wertpapiergeschäft als wesentlichem Treiber positiv und erhöhte sich um 9,4 Prozent auf 113,3 Millionen Euro (103,6 Millionen Euro).

Unter anderen die "operativen Aufwendungen" der Bank sind gesunken. Sie betrugen im vergangenen Jahr 295,1 Millionen Euro (311,3 Millionen. Euro). Auch der Personalaufwand reduzierte sich deutlich auf 173,2 Millionen Euro (177,6 Millionen Euro). "Wir sind zum einen auf die weiteren Belastungen aus der Coronavirus-Pandemie bestens vorbereitet und zum anderen mit unserer Kapitalstärke und Ertragskraft in der Lage, im laufenden Geschäftsjahr und darüber hinaus weiteres Wachstum zu realisieren", fasste Finanzvorstand Dr. Rainer Polster die vorgestellten Zahlen zusammen.

Die einstige Regionalbank OLB will sich zur "Digitalbank plus" wandeln

Die OLB, einst als reine Regionalbank agierend, richtet sich derzeit neu als "Digitalbank plus" aus. Das Geschäftsjahr 2020 war nach der Integration der Bremer Kreditbank AG und der Bankhaus Neelmeyer AG sowie der Verschmelzung der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank auf das Oldenburger Geldinstitut die erste Bilanzperiode für alle Geschäftsbereiche. Zuletzt hatte die Bank mehrere Standorte – auch im Oldenburger Münsterland geschlossen.

Zum Jahresende waren 2019 Mitarbeiter beschäftigt. Die Personalstärke lag Ende des Jahres 2019 bei 2106 Mitarbeitern.

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