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Keine Investorenlösung für Stöhr-Brot

Die Beschäftigten der insolventen Großbäckerei werden zum großen Teil gekündigt. Auch der Standort Dinklage  ist betroffen.

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Seit Ende der 1990er Jahre auch mit einem Standort in Dinklage: An der Industriestraße 6 (früher Geschi) arbeitet ein großer Teil der Mitarbeiter von Stöhr-Brot.   Archivfoto: Böckmann

Seit Ende der 1990er Jahre auch mit einem Standort in Dinklage: An der Industriestraße 6 (früher Geschi) arbeitet ein großer Teil der Mitarbeiter von Stöhr-Brot.   Archivfoto: Böckmann

Die insolvente Großbäckerei Stöhr-Brot muss den Geschäftsbetrieb zum Ende des Monats überwiegend einstellen, weil kein Investor für die Unternehmensgruppe gefunden werden konnte. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Ein wesentlicher Grund dafür sei, dass wichtige Kunden ihre Aufträge deutlich reduziert hätten. Ein Hauptkunde habe ab August seine Aufträge sogar nahezu vollständig gestrichen.

Insolvenzverwalter Dr. Christian Kaufmann von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH führte in den vergangenen Monaten gemeinsam mit seinem Team und den M&A-Beratern zahlreiche Gespräche mit potenziellen Investoren. Angesichts der künftigen Auftragslage ab August wollte jedoch kein Investor den Geschäftsbetrieb der Großbäckerei mit einem Hauptstandort in Dinklage übernehmen.

Großteil der Beschäftigten wird gekündigt

Die Mitarbeiter wurden bereits in einer Versammlung informiert. Der Großteil der Beschäftigten werde bis zum Monatsende die Kündigung erhalten. Die familiengeführte Großbäckerei beschäftigte zuletzt rund 280 Mitarbeiter an den Hauptstandorten Westerstede und Dinklage sowie den weiteren Standorten in Rastede und Reinfeld/Wesenberg bei Lübeck, heißt es.

Die Großbäckerei Stöhr-Brot hatte am 21. April Insolvenzanträge für die drei operativen Gesellschaften der Unternehmensgruppe jeweils wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Das Amtsgericht Oldenburg ordnete daraufhin am selben Tag die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Stöhr-Brot Ammerländer Großbäckerei GmbH & Co. KG, der Stöhr-Brot GmbH & Co. KG Dinklage und der SB Logistik GmbH & Co. KG an und bestellte jeweils Dr. Christian Kaufmann zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Am 1. Juli wurden die Verfahren für die drei Gesellschaften eröffnet. Seither ist Dr. Kaufmann als Insolvenzverwalter tätig. Er werde im Team von Rechtsanwalt André Gildehaus sowie Betriebswirt Jürgen Schendel unterstützt.

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