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Jetzt naht doch noch Rettung für die 35 Mitarbeiter bei Stöhr-Brot in Dinklage

Noch am Freitag hieß es, dass es für die in Insolvenz geratene Brotfabrik keine Hoffnung mehr geben würde. Für den Dinklager Standort gibt es jetzt doch einen Interessenten.

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Seit Ende der 1990er Jahre auch mit einem Standort in Dinklage: An der Industriestraße 6 (früher Geschi) arbeitet ein großer Teil der Mitarbeiter von Stöhr-Brot.   Archivfoto: Böckmann

Seit Ende der 1990er Jahre auch mit einem Standort in Dinklage: An der Industriestraße 6 (früher Geschi) arbeitet ein großer Teil der Mitarbeiter von Stöhr-Brot.  Archivfoto: Böckmann

Die in Insolvenz geratene Brotfabrik in Dinklage (zuletzt: Stöhr-Brot GmbH & Co. KG Dinklage) wird durch eine noch nicht näher benannte Gesellschaftergruppe aus der Insolvenz übernommen und weitere geführt. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Die rund 35 Arbeitsplätze an der Industriestraße 6 sollen durch kurzfristige Maßnahmen möglichst vollständig erhalten bleiben. Die Übernahme erfolge zum 1. Oktober 2022. Noch am Freitag hieß es, dass es keine Zukunft gebe für das Unternehmen mit einem Standort in Dinklage.

Die als Stöhr Brot bekannte Ammerländer Großbäckerei GmbH & Co. KG übernahm den ehemaligen Geschi-Brot Betrieb im Jahr 1997 und erweiterte den Betrieb um eine Produktionslinie für Toastbrot (1998) und ein Logistikzentrum (2016), heißt es in dem Schreiben. Zuletzt seien dort Schnittbrote und Toastbrot für den deutschen Handel hergestellt worden. Am 21. April meldete das Unternehmen 'Insolvenz wegen drohender Zahlungsunfähigkeit' an. Grund hierfür waren laut Mitteilung die sprunghaft gestiegenen Beschaffungskosten, die nicht vollumfänglich und zeitnah weiter gegeben werden konnten.

Markus Biermann ist Gesellschafter

Mit Markus Biermann bekomme das Unternehmen einen erfahrenen Manager aus der Backwaren-Branche als Gesellschafter. Er sei viele Jahre in verschiedenen Positionen bei der Lieken Brot- und Backwaren AG tätig gewesen, zuletzt 8 Jahre lang als Mitglied des Vorstands. Seit Januar 2019 sei er Geschäftsführer der Jaus-Bakery GmbH in Weißenhorn. Diese ist laut Mail nicht an der Übernahme beteiligt, wird aber den Vertrieb der neu erworbenen Produktionsstätte übernehmen. Jaus erwirtschafte zu einem hohen Anteil seine Umsätze im europäischen Ausland.

„Wir werden den Betrieb zur langfristigen Sicherung auf die Produktion von Brot-Spezialitäten und lang-haltbaren Broten für den Export spezialisieren.“, wird Markus Biermann zu den Zukunftsplänen zitiert.

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