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Hendrik Holt muss für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis

Der Unternehmer aus dem Emsland ist am Mittwoch vom Amtsgericht Meppen wegen Betrugs zu 2 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt worden. Dem 30-jährigen drohen noch weitere Verfahren.

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Steht in Handschellen neben seinem Verteidiger Thomas Klein (links): Hendrik Holt soll zusammen mit einem gesondert verfolgten Beschuldigten bei Grundstücksgeschäften Makler- und Notargebühren vorsätzlich vorenthalten haben. Foto: dpa/Gentsch

Steht in Handschellen neben seinem Verteidiger Thomas Klein (links): Hendrik Holt soll zusammen mit einem gesondert verfolgten Beschuldigten bei Grundstücksgeschäften Makler- und Notargebühren vorsätzlich vorenthalten haben. Foto: dpa/Gentsch

Der emsländische Windkraftunternehmer Hendrik Holt ist wegen Betrugs vom Amtsgericht Meppen zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten verurteilt worden. Das Schöffengericht sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass der 30 Jahre alte Holt in 2 Fällen im Jahre 2019 Verträge mit einem Makler, einem Notar und einem Unternehmen abgeschlossen hatte, ohne die Absicht zu haben, die Kosten zu begleichen.

Dabei ging es einmal um ein größeres Grundstücksgeschäft im Landkreis Rotenburg, bei dem Holts Firma Makler- und Notargebühren schuldig geblieben war. In einem anderen Fall hatte seine Firma einem Düsseldorfer Unternehmen nicht das vereinbarte Erfolgshonorar bezahlt. Laut Staatsanwaltschaft beträgt der Gesamtschaden etwa 600.000 Euro. Holts Anwalt kündigte Rechtsmittel gegen die Entscheidung an.

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt gegen Holt und andere Beschuldigte, weil sie mit fingierten Windparkprojekten Investoren getäuscht und geschädigt haben sollen. Der Schaden soll mehr als 10 Millionen Euro betragen. Möglicherweise wird auch in diesem Komplex noch in diesem Jahr Anklage vor dem Landgericht Osnabrück erhoben.

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