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Großer Zuspruch für Volksbanken-Fusion

Mitglieder der Volksbank Bakum stimmen mit klarer Mehrheit für Verschmelzung mit der Volksbank Vechta. So soll die Zukunft der örtlichen Bank gesichert werden.

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Sind positiv gestimmt: (von links) Herbert Hermes (Vorstand VB Vechta), Christian Götting (Vorstand VB Bakum), Ludger Wessel (Aufsichtsrat Vechta), Siegfried Böckmann (Aufsichtsratsvorsitzender Bakum), Hermann Bohmann (Vorstand Bakum), Wilfried Meyer und Michael Dierkes (beide Aufsichtsrat Bakum) sowie Dr. Martin Kühling (Vorstand Vechta). Foto: Rosenbaum

Sind positiv gestimmt: (von links) Herbert Hermes (Vorstand VB Vechta), Christian Götting (Vorstand VB Bakum), Ludger Wessel (Aufsichtsrat Vechta), Siegfried Böckmann (Aufsichtsratsvorsitzender Bakum), Hermann Bohmann (Vorstand Bakum), Wilfried Meyer und Michael Dierkes (beide Aufsichtsrat Bakum) sowie Dr. Martin Kühling (Vorstand Vechta). Foto: Rosenbaum

Die Mitglieder der Volksbank Bakum eG beschlossen mit großer Mehrheit die Fusion mit der Volksbank Vechta eG. 78 Mitglieder mit 106 Stimmanteilen (einige Mitglieder ließen sich mit einer Vollmacht durch andere vertreten) nahmen an der Versammlung teil. Für die Verschmelzung wurden 99 Stimmen (96,11 Prozent) abgegeben, gegen die Verschmelzung 4 Stimmen, Enthaltungen gab es keine.

Bankleiter Hermann Bohmann begründete die Entscheidung für eine Fusion mit der Volksbank Vechta mit dem dynamischen Veränderungsprozess der Bankenbranche und den daraus resultierenden zunehmenden Anforderungen in der Bankenregulatorik und dem digitalen Wandel. Außerdem sei es für die kleine Bank sehr schwer geworden, neue Mitarbeitende zu gewinnen. Die jetzigen Mitarbeitenden in der Bank seien durch die vielen Anforderungen überfordert worden. „Diese Herausforderungen können wir aus eigener Kraft nicht mehr bewältigen“, sagte er.

Mit der Volksbank Vechta habe die Bakumer Volksbank einen Partner gefunden, mit dem sie schon lange zusammen arbeiten würde. Die Volksbank Bakum soll unter dem Dach der Volksbank Vechta gemeinsam mit der Filiale in Hausstette als Volksbank Bakum, Filiale der Volksbank Vechta eG zusammengeführt werden. Damit bleibe der Standort Bakum langfristig erhalten.

Alle Bakumer Mitarbeiter werden übernommen

Die Mitglieder der Volksbank Bakum erhalten mit der Fusion Anspruch auf einen Anteil am Bilanzgewinn der Volksbank Vechta. Die beiden Bankvorstände Hermann Bohmann und Christian Götting erhalten Führungspositionen in der Volksbank Vechta, alle Mitarbeiter würden übernommen. Der Aufsichtsrat der Volksbank Vechta soll um die drei Mitglieder des Bakumer Aufsichtsrates erweitert werden. Aufsichtsratsvorsitzender Siegfried Böckmann sagte, dass der Aufsichtsrat voll hinter der Verschmelzung mit der Volksbank Vechta stehe. Gemeinsam sichere man auf diese Weise die Zukunft der Volksbank in Bakum.

Auf der Versammlung äußerte sich niemand kritisch zu der Fusion der beiden Banken. Bernd Arkenstette, Ehrenvorsitzender des Sportvereins SC Bakum, fragte, ob es auch in Zukunft finanzielle Zuwendungen für die Bakumer Vereine gibt. Jährlich spendet die Volksbank 8000 bis 10.000 Euro an Bakumer Vereine. Dies soll auch in Zukunft so bleiben, versicherten die Vorstandsmitglieder der beiden Banken. Außerdem wurde den Mitgliedern auf Nachfrage erklärt, dass alle Kunden der Volksbank Bakum demnächst neue Kontonummern erhalten werden. Für die Kunden bestünde aber kein Handlungsbedarf, weil alle Daueraufträge und Lastschriftverfahren automatisch umgestellt würden.

Wirtschaftlich geht es der Volksbank Bakum gut

Wirtschaftlich blieb die Volksbank Bakum bis zum letzten Tag gesund, teilte Bankvorstand Christian Götting den Mitgliedern mit. Er erläuterte ihnen die Bilanzzahlen und Gewinn- und Verlustrechnung. Die Bilanzsumme betrug 99 Millionen Euro. Die Volksbank Bakum hatte am Jahresende einen Kassenbestand von 1,4 Millionen Euro, die Forderungen an Kreditinstitute betrugen 11,5 Millionen Euro. Das Kundenkreditvolumen wuchs um 4,2 Prozent auf 73,7 Millionen Euro. Die Kundeneinlagen blieben mit 70,5 Millionen Euro stabil. Das Eigenkapital wuchs auf 12,9 Millionen Euro an. Die Bank verfügte über alle gesetzlichen Rücklagen und das erforderliche Eigenkapital.

Aufsichtsratsmitglied Wilfried Meyer verlas den Prüfungsbericht des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems, der der Bank eine solide Wirtschaftslage bestätigte. Die Bankvorstände der Volksbank Vechta Herbert Hermes und Dr. Martin Kühling sowie Aufsichtsratsmitglied Ludger Wessel waren als Gäste anwesend und äußerten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Versammlung. „Die große Zustimmung zur Fusion erleichtert vieles,“ sagte er.

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