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Freiflächen-Photovoltaik: Garreler Politik ist grundsätzlich dafür

Garrel will prüfen lassen, welche Areale sich für Freiflächen-Photovoltaikanlagen eignen. Der zuständige Ausschuss hat jetzt einer Standortstudie zugestimmt, obwohl die Meinungen auseinandergehen.

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Die Gemeinde Garrel will prüfen lassen, welche Areale sich für Freiflächen-Photovoltaikanlagen eignen. Symbolbild: dpa

Die Gemeinde Garrel will prüfen lassen, welche Areale sich für Freiflächen-Photovoltaikanlagen eignen. Symbolbild: dpa

Deutschland steckt mitten in der Energiewende, und dabei soll Photovoltaik auch in der Gemeinde Garrel eine Rolle spielen. Denn: Der Verwaltung liegen schon jetzt mehrere schriftliche sowie mündliche Anträge auf Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen in unterschiedlichen Flächenausdehnungen vor. Darum hat sich der Umwelt-, Wirtschafts- und Digitalisierungsausschuss jetzt mit dem Vorhaben befasst, die Ausweisung möglicher Freiflächen-Fotovoltaikanlagen mittels eines Standortkonzeptes zu steuern.

Hintergrund: Niedersachsen strebt bis 2035 insgesamt 65 Gigawatt Photovoltaik an, davon sollen maximal 15 Gigawatt auf Freiflächen errichtet werden – so steht es in der Novelle des Klimaschutzgesetzes und auch im 2. Entwurf des Landesraumordnungsprogramms. Dabei soll der überwiegende Teil der Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden errichtet werden (50 Gigawatt), die übrige Leistung soll durch Freiflächen geschaffen werden, da die Dachflächen alleine nicht reichen, um genügend Photovoltaik-Anlagen zu installieren, mit denen man den Strombedarf decken kann.

Gewerbegebiete sollen nicht für Photovoltaik-Freiflächen-Anlagen herangezogen werden

In dem Konzept, das von einem Planungsbüro erarbeitet werden müsste und die Gemeinde 35.000 Euro kosten würde, wird festgesetzt, welche Areale sich in der Gemeinde Garrel für Freiflächen-Photovoltaik besonders eignen. Dies kann dann in der anschließenden kommunalen Planung als Orientierung dienen. Die Studie werde unter Berücksichtigung der Belange des Natur- und Umweltschutzes und der Landwirtschaft erstellt. Zudem würden Kriterien berücksichtigt, die von der Gemeinde Garrel vorgegeben werden. Sollte dieses Konzept in Auftrag gegeben werden, sei mit dem Ergebnis in etwa 9 Monaten zu rechnen, erklärte Bauamtsleiter Ewald Bley. 

"Mit einem solchen konzeptionellen Gesamtbild kann eine öffentliche Diskussion innerhalb der Gemeinde geführt werden, welche Flächen für Photovoltaik-Freiflächen-Anlagen herangezogen werden sollen und welche nicht", sagte Bley in der Sitzung und ergänzte: "Gewerbegebiete sollten in der Regel nicht für  Photovoltaik-Freiflächen-Anlagen herangezogen werden. Hier sollte vielmehr der Fokus auf die Pflicht der Umsetzung von Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden gelegt werden."

Photovoltaikanlagen als Bürgerenergiepark umsetzen

Heike Robke (SPD) möchte einen Wildwuchs von Photovoltaikanlagen auf Ackerflächen verhindern. "Die Landwirtschaft wird in unserer Region noch großgeschrieben, wir finden kaum neue Flächen, um Baugebiete zu erschließen, das Land vermehrt sich nicht. Ich finde es daher traurig, Flächen für solche Anlagen herzugeben." Laut Richard Cloppenburg (CDU) hat sich die Situation in den vergangenen Jahren geändert, "wir können uns dem nicht verschließen, alles andere ist nicht mehr zeitgemäß". Die Aufgabe bestehe jetzt darin, einen gesunden Mittelweg zu finden, "weswegen ich den Weg der Verwaltung mitgehen kann". Bürgermeister Thomas Höffmann informierte, es bestünde die Möglichkeit, sich von der Landwirtschaftskammer beraten zu lassen. 

"Wir müssen unserer Verantwortung als Gemeinde Garrel gerecht werden", sagte Stefan Meyer (CDU), plädierte aber dafür, zukünftige Vorhaben als Bürgerenergiepark umzusetzen, damit nicht nur einzelne, sondern möglichst viele Bürgerinnen und Bürger davon partizipieren könnten. "Die Wertschöpfung soll in der Gemeinde bleiben, dann ist die Akzeptanz in der Bevölkerung auch höher." Das politische Gremium entschied sich letztlich einstimmig dafür, eine Standortstudie erstellen zu lassen. Die finale Entscheidung trifft der Rat in seiner Sitzung im Dezember. 

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