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Franz Grimme wird vom OM für sein unternehmerisches Lebenswerk geehrt

Der Chef des Weltmarktführers in der Kartoffelerntetechnik leitet eine Unternehmensgruppe mit weltweit 2.850 Mitarbeitern. Im Jahr 2005 erhielt der Dammer bereits den Preis "Unternehmer des Jahres".

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Stets ein offenes Ohr für die Mitarbeiter: Franz Grimme bei einem seiner regelmäßigen Besuche in den Dammer Fertigungshallen. Foto: Hölzen / Gerald Lampe

Stets ein offenes Ohr für die Mitarbeiter: Franz Grimme bei einem seiner regelmäßigen Besuche in den Dammer Fertigungshallen. Foto: Hölzen / Gerald Lampe

„Unerreicht“, „Komet“, „Rekord“ – wenn solche Worte in einem Text über ein Unternehmen vorkommen, dann würden diese gerade mit Blick auf die erfolgreiche, mittlerweile 160 Jahre währende Geschichte der Landmaschinenfabrik Grimme in Damme ohne Zweifel gut passen. Mit den vorangestellten drei Worten, die Bezeichnungen der ersten Geräte des Herstellers, wären die erfolgreiche Vergangenheit, das Heute – „und die Zukunft“, so würde Firmenchef Franz Grimme schmunzelnd ergänzen – zwar nicht abschließend, aber bereits sehr gut beschrieben.

"Gemeinsam Erfolg ernten" - das Firmenmotto wird in der Grimme-Gruppe aktiv gelebt

In einem Text über seine Firmengruppe, die heute Weltmarktführer im Bereich der Kartoffelerntetechnik ist, würde Grimme allerdings noch ein weiteres Wort einfügen: Gemeinsam. Das ist eine der Kernbotschaften im Unternehmen, gültig für den Chef und seine Familie ebenso wie für die Mitarbeiter in der ganzen Welt. Nicht umsonst heißt es bei Grimme „Gemeinsam Erfolg ernten“.

Es ist die Gemeinschaft, die „Grimme-Familie“, die, insbesondere durch Ehefrau Christine gepflegt, „das Unternehmen und seine Produkte erfolgreich macht“, sagt Franz Grimme. Das Familienunternehmen zu pflegen, dessen Mitarbeiterschaft wertzuschätzen und zu fördern, vor allem aber die wichtige Tradition aufrechtzuerhalten, die Kunden und ihre Sorgen ernst zu nehmen, das zeichne Grimme aus, sagt der Chef.

Franz Grimme ist inzwischen vielfach geehrt. Im Jahr 2005 überreichte der Verbund Oldenburger Münsterland den Preis als „Unternehmer des Jahres“. Seit dem Jahr 2011 ist er zusammen mit seiner Frau Christine Träger des niedersächsischen Verdienstkreuzes, und seine Heimatstadt Damme hat ihn im Jahr 2016 zum Ehrenbürger gemacht. Im Jahr 2021 erhält der Unternehmer nun den Preis des Verbundes für sein ohne Zweifel großes unternehmerisches Lebenswerk.

1700 Menschen arbeiten aktuell in der Landmaschinenfa-brik in Damme, womit Grimme zu den größten Arbeitgebern in der Dümmer-Region zählt. Den persönlichen Kontakt zu seinen Mitarbeitern sucht der Chef noch fast täglich. Wenn er durch die Werkhallen in Damme streift, hier und da an den Fertigungsbändern für die Grimme-Kartoffelroder oder Rübenernter innehält, mit den Beschäftigten über technische Fragen fachsimpelt, dann zeigt sich die Persönlichkeit von Franz Grimme. Der Kontakt zu den Menschen im Betrieb oder auf dem Feld, dort wo die Produkte der Firma im harten Praxiseinsatz stehen, den sucht der 76-jährige Firmenchef sehr gerne.

Die Gespräche – gerne auch auf Plattdeutsch – sind ihm wichtig. „Jeder Mensch ist anders, jeder Mitarbeiter verlangt auch eine individuelle Ansprache – und die hat er auch verdient“, sagt der Unternehmer. Diese Hinwendung in allen Unternehmensteilen mit Leben zu erfüllen, „das ist aber insbesondere ein Verdienst von Christine“, hebt er die wichtige Rolle seiner im Unternehmen mitarbeitenden Gattin hervor.

Weltweit arbeiten 2.850 Menschen für die Unternehmen der Grimme-Gruppe

Der Umsatz der Grimme-Gruppe, zu der im Wesentlichen die Töchter Ricon, Internorm, Spudnik aus den USA sowie der Gemüsebauspezialist Asa-Lift in Dänemark zählen, liegt heute bei 557 Millionen Euro. „Nur“ noch knapp 20 Prozent der Produktion wird in Deutschland abgesetzt, der Rest geht in Länder rund um den Globus. Heute hat Grimme Damme weltweit 7 Produktionsstandorte, steuert 19 Gesellschaften. 2850 Mitarbeiter weltweit arbeiten für die Gruppe, 1980, im Jahr, als Franz Grimme die Verantwortung für das Unternehmen übernahm, waren es 350.

Es sei der unbedingte Wille des Vaters, Qualitätsmaschinen zu bauen, der Grimme so erfolgreich macht, sagt Sohn Philipp. Der Jüngere der beiden Söhne ist 2019 in die Firma gekommen. Bruder Christoph, studierter Maschinenbauingenieur, arbeitet seit 2016 an der Seite seiner Eltern. Zunehmend mehr Freizeit gewinne er dadurch, dass die Söhne nun im Unternehmen mitarbeiten, sagt der Senior. Vor allem aber zeigt er sich froh, dass damit auch „die Unternehmensnachfolge gesichert ist“ – in jetzt fünfter Generation.

Fakten

  • 1980: Franz Grimme senior übergibt sein Landmaschinenunternehmen an seinen Sohn, Maschinenbauingenieur Franz Grimme.
  • 1987: Gründung von Internorm Kunststofftechnik.
  • 1995: Gründung von Ricon, Sieb- und Fördertechnik.
  • 2003: Übernahme des nordamerikanischen Kartoffeltechnikherstellers Spudnik.
  • 2013: Übernahme des dänischen Herstellers für Gemüsetechnik, Asa-Lift.
  • 2022: Die Grimme-Gruppe hat weltweit 7 Produktionsstandorte mit 2.850 Mitarbeitern, zu ihr gehören 19 Gesellschaften.
  • Info: www.grimme.de

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