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Die OLB steigert zum wiederholten Mal ihren Gewinn

Das Oldenburger Geldinstitut ist sehr profitabel. Vorstandsvorsitzender Stefan Barth präsentiert im Halbjahresbericht sinkende Kosten und anhaltendes Wachstum in fast allen Geschäftsfeldern.

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Das Management poliert die Bilanz der OLB auf: Die Zahlen des ersten Halbjahres glänzen. Foto: Kühn

Das Management poliert die Bilanz der OLB auf: Die Zahlen des ersten Halbjahres glänzen. Foto: Kühn

Die Oldenburgische Landesbank AG (OLB) hat im ersten Halbjahr 2022 ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Die Bank hob in einer Mitteilung ihren „Fokus auf nachhaltige Profitabilität und konsequentes Kostenmanagement“ hervor. Das zeige sich auch im Gewinn der ersten beiden Quartale, sei dieser doch um rund 63 Prozent gesteigert worden. Nach Steuern weist die Bank 99,7 Millionen Euro (Vorjahr: 61,4 Millionen Euro) Gewinn aus. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern steigt im Berichtszeitraum auf 15,3 Prozent (10,4 Prozent).

Ein wesentlicher Rentabilitätsfaktor, das Kosten-Ertrags-Verhältnis („Cost-Income-Ratio“, Abkürzung CIR), das vor allem potenzielle Investoren interessiert, ist laut Bericht auf 42 Prozent gesunken (59 Prozent). Die Kennziffer gibt an, wie viele Cent die Bank im abgebildeten Berichtszeitraum aufwenden musste, um einen Euro Ertrag zu erzielen. Der OLB-Wert sei hervorragend. Das weiß auch der Vorstandsvorsitzende der Bank, Stefan Barth: „Die OLB zählt zu den profitabelsten und effizientesten Banken in Deutschland.“

Kreditvolumen und Kundeneinlagen steigen im 1. Halbjahr

Gemäß Finanzbericht stiegen die Erträge in den ersten 6 Monaten des Jahres 2022 aufgrund des starken Kundengeschäfts um 16 Prozent auf 283,6 Millionen Euro (244,8 Millionen Euro). Dazu trugen die Privat- und Unternehmenskunden gleichermaßen bei. Das Restrukturierungsprogramm der Bank führte zu einer deutlich verringerten Kostenbasis. Die Aufwendungen sanken im Jahresvergleich um 17,5 Prozent auf 119 Millionen Euro (144,4 Millionen Euro).

Das Kreditvolumen wuchs im ersten Halbjahr 2022 um 4,4 Prozent auf 17,7 Milliarden Euro (31. Dezember 2021: 16,9 Milliarden Euro). Die Kundeneinlagen stiegen noch stärker um 6,1 Prozent auf 14,9 Milliarden Euro (14,1 Milliarden Euro). Der Zinsüberschuss stieg um rund 20 Prozent auf 212,2 Millionen Euro (Vorjahr: 177,1 Millionen Euro). Das Provisionsgeschäft sank dagegen um 4,3 Prozent auf 60,1 Millionen Euro (Vorjahr: 62,8 Millionen Euro), was „maßgeblich auf das makroökonomische Umfeld mit den volatilen Kapitalmärkten zurückzuführen ist“, so die Wortwahl im Bericht.

Die Kapitalposition der OLB ist solide. Ihr Eigenkapital müssen Banken aufgrund besonderer Vorschriften besonders bewerten. Das so genannte risikogewichtete Eigenkapital der Oldenburger lag gegenüber dem Jahresende 2021 trotz des Kreditvolumenanstiegs von 0,8 Milliarden Euro fast unverändert bei 9,4 Milliarden Euro.

Die Kosten sinken nachhaltig: OLB-Vorstandschef Stefan Barth. Foto: ReinholdDie Kosten sinken nachhaltig: OLB-Vorstandschef Stefan Barth. Foto: Reinhold

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich auf 3,6 Millionen Euro und lag damit unter dem Planwert (Vorjahr: 0,7 Millionen Euro Nettoauflösung). Einzelfälle, die eine spezifische Risikovorsorge notwendig gemacht hätten, blieben laut Bank zuletzt weitgehend aus. Ihre pauschalen Wertberichtigungen gehe die OLB zunehmend konservativer an. Die zuvor für Risiken in der Corona-Krise zurückgestellten Mittel würden nun genutzt, um solche aus den Effekten des Kriegs in der Ukraine, wie die steigenden Energiepreise oder beeinträchtigte Lieferketten, aufzufangen.

Das OLB-Management stellt sich vor dem Hintergrund der globalen Entwicklungen auf eine Eintrübung des wirtschaftlichen Umfelds und möglicherweise geringere Wachstumsraten als im ersten Halbjahr ein. Finanzvorstand Dr. Rainer Polster: „Im zweiten Halbjahr rechnen wir mit normalisierten Risikokosten. Wir gehen außerdem davon aus, dass die Effekte der makroökonomischen Risiken 2023 spürbar werden.“

Eigenkapitalrendite nach Steuern wird 2022 steigen

Das Geldinstitut selbst blickt positiv in die nahe Zukunft, und hält an seinen mittelfristigen Profitabilitätszielen fest. Der Anstieg des Zinsniveaus und das eigene Restrukturierungsprogramm seien gute Voraussetzungen, um die angestrebten 40 Prozent im Kosten-Ertrags-Verhältnis zu erzielen, betont Polster. Bei der Eigenkapitalrendite nach Steuern werde man mittelfristig „am oberen Ende der in Aussicht gestellten Spanne zwischen 13 und 15 Prozent erreichen“.

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