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Die Großbäckerei Stöhr-Brot hat ihren Geschäftsbetrieb endgültig eingestellt

Von den einstmals 280 Mitarbeitern behalten nur 20 ihren Job – am Standort in Dinklage. Hier hat ein Mitbewerber den Betrieb übernommen.

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Hier wird wieder produziert: Die Brotfabrik in Dinklage (früher Stöhr-Brot) wurde von einem Mitbewerber übernommen. Foto: Böckmann

Hier wird wieder produziert: Die Brotfabrik in Dinklage (früher Stöhr-Brot) wurde von einem Mitbewerber übernommen. Foto: Böckmann

Es hatte sich angekündigt, jetzt ist das Aus endgültig besiegelt: Der Geschäftsbetrieb der Großbäckerei Stöhr ist eingestellt. Das bestätigte der zuständige Insolvenzverwalter Dr. Christian Kaufmann der Nordwestzeitung. Die familiengeführte Großbäckerei, 1947 gegründet, hatte Ende April Insolvenzanträge gestellt.

Grund für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten seien die hohen Preise für Roh- und Betriebsstoffe, insbesondere für Strom, Gas und Öl gewesen, erklärten die Insolvenzverwalter im Sommer. Die Beschaffungskosten seien sprunghaft angestiegen. Die nicht vollumfänglich und zeitnah weiter gegeben werden konnten. Zu den Kunden gehörte unter anderem Aldi-Nord. Bis nach Hamburg, Schleswig-Holstein und auch zur Ostsee lieferte Stör-Brot mit seinem Fuhrpark aus.

In Dinklage hat Stöhr-Brot 1997 Geschi übernommen

Die Gruppe beschäftigte rund 290 Mitarbeiter an den Hauptstandorten Westerstede und Dinklage sowie den weiteren Werken in Rastede und Reinfeld/Wesenberg bei Lübeck.  Apropos Dinklage: Dort wurden von einem Wettbewerber rund 20 Angestellte  übernommen. Zuerst hieß es, dass alle 35 Mitarbeiter ihre Arbeit behalten sollen. In Dinklage wird jedenfalls wieder produziert, wie auch Heiligabend.

Die als Stöhr-Brot bekannte Ammerländer Großbäckerei GmbH & Co. KG übernahm in Dinklage den ehemaligen Geschi-Brot Betrieb im Jahr 1997 und erweiterte diesen um eine Produktionslinie für Toastbrot (1998) und ein Logistikzentrum (2016). Zuletzt seien dort Schnittbrote und Toastbrot für den deutschen Handel hergestellt worden.

„Wir werden den Betrieb zur langfristigen Sicherung auf die Produktion von Brot-Spezialitäten und lang-haltbaren Broten für den Export spezialisieren", hatte sich Gesellschafter Markus Biermann im Sommer zu den Zukunftsplänen geäußert.

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