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Die Agritechnica 2021 in Hannover wird zur Hybridveranstaltung

Die Leitmesse für Agrartechnik wird vom 14. bis 20. November stattfinden. Parallel dazu gibt es eine digitale Version. Auch Aussteller aus der Region sind wieder dabei.

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Die Agritechnica ist ein großer Anziehungspunkt: Fast 450.000 Besucher kamen zur Präsenzmesse im Jahr 2019. Foto: Kühn

Die Agritechnica ist ein großer Anziehungspunkt: Fast 450.000 Besucher kamen zur Präsenzmesse im Jahr 2019. Foto: Kühn

Messen, die ihre Basis im Agrar- und Ernährungsbereich haben, waren und sind von der Coronavirus-Pandemie und den Kontaktbeschränkungen massiv betroffen. Die physischen Messen des Frühjahrs finden nicht statt. So wurde gerade die Internationale Grüne Woche in Berlin an nur 2 Tagen im Januar rein digital durchgeführt, die digitale Alternative der Gastromesse Internorga in Hamburg ist im März angekündigt.

Für die Durchführung der Präsenzmessen im Herbst zeigen sich die Veranstalter jedoch optimistisch. So soll die Anuga in Köln (9. bis 13. Oktober) wie üblich auf dem Messegelände stattfinden, aber um eine Messe im Internet ergänzt werden.

446.000 Besucher aus 127 Ländern kamen 2019 zur Messe

"Green Efficiency – inspired by solutions" – unter diesem Leitthema steht die Agritechnica 2021, die vom 14. bis 20. November auf dem Messegelände in Hannover stattfindet. Erstmals setzt die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) als Veranstalter auch bei der Durchführung dieser Messe auf ein hybrides Konzept. Bereits im Mai startet deshalb die "Agritechnica digital" als neue Branchen- und Wissensplattform für die Agrarbranche. Für Aussteller rückt der Anmeldeschluss näher, dieser ist der 1. Februar.

Auf der Agritechnica sind, so rühmt sich die DLG, alle global operierenden Landtechnik-Unternehmen vertreten. In Hannover wird demnach das weltweit umfassendste Messeprogramm für den Acker- und Pflanzenbau präsentiert. 2.803 Aussteller, 62 Prozent aus dem Ausland, beteiligten sich bei der vergangenen Veranstaltung in 2019; 446.000 Fachbesucher aus 127 Ländern kamen. Wegen der Corona-Einschränkungen erwartet die DLG allerdings in diesem Jahr nur rund 320.000 Besucher.

"Bei dieser Leitmesse dürfen wir nicht fehlen."Dirk Bohmann, Marketing, Internorm Kunststofftechnik (Damme/Rieste)

Trotz der Ungewissheiten, wie sich die Corona-Situation im November darstellt, will Internorm Kunststofftechnik (Damme/Rieste) wie zuletzt 2019 auch in diesem Jahr dabei sein, bestätigt bei einer Kurzumfrage Dirk Bohmann. "Bei dieser Leitmesse dürfen wir nicht fehlen", sagt der Marketingverantwortliche. Das Tochterunternehmen des Landmaschinenherstellers Grimme in Damme wird gemeinsam mit der Schwesterfirma Ricon einen Präsenzstand belegen und "auf jeden Fall" auch bei der digitalen Agritechnica dabei sein. Bohmann bereitet gerade die Anmeldung vor, obwohl er angesichts der jetzt auftretenden Mutationen des Ursprungsvirus unsicher ist, ob die Messehallen in Hannover überhaupt geöffnet sein werden: "Aber das weiß heute ja noch niemand." Auch Grimme selbst, so weiß Bohmann, will "natürlich“ an der digitalen sowie der Präsenzmesse teilnehmen.

Besuch am Agritechnica-Stand von Vogelsang (Essen) im Jahr 2019: (von links) Jan Kreienborg (Verbund Oldenburger Münsterland), Harald Vogelsang und Maria emVogelsangem-Verhülsdonk mit Cloppenburgs Landrat Johann Wimberg. Foto: KühnBesuch am Agritechnica-Stand von Vogelsang (Essen) im Jahr 2019: (von links) Jan Kreienborg (Verbund Oldenburger Münsterland), Harald Vogelsang und Maria Vogelsang-Verhülsdonk mit Cloppenburgs Landrat Johann Wimberg. Foto: Kühn

Beim Pumpenspezialisten Vogelsang aus Essen/Oldenburg steht gerade die Feinabstimmung darüber an, wie man sich zur Agritechnica digital präsentiert und wie groß der Präsenzmessestand werden soll. Marketingleiterin Martina Ekert: "Wir gehen davon aus, dass die Messe stattfindet und planen die Teilnahme." Das Hybridmodell dürfte die Zukunft für viele Messeveranstaltungen sein, ist sie sicher. Die Sichtbarkeit im weltweiten Netz werde für alle Unternehmen wichtiger. Die "Details für den digitalen Auftritt" auf der Agritechnica würden zurzeit geprüft.

Viktor Ripke ist Prokurist und Verkaufsleiter bei Maschinen- und Fahrzeugbauer Bergmann in Goldenstedt und hat die Agritechnica 2021 fest in sein Jahresprogramm aufgenommen. "Bergmann wird an beiden Messeformaten teilnehmen", sagt er auf Anfrage. Schon jetzt bereite man sich eingehend auf den Auftritt in Hannover vor, weil Bergmann auch die digitale Plattform der Agritechnica nutzen will. Den Basisinhalt für den digitalen Auftritt wird die eigene Hausmesse liefern. Diese wird Ende März stattfinden. An der Gestaltung und den Inhalten wird gerade intensiv gearbeitet.

Laut der für die Messe zuständigen Projektleiterin Freya von Czettritz soll die digitale Plattform der Agritechnica „Thinktank und Netzwerk in einem“ werden. Man wolle das persönliche Erlebnis der physischen Messe mit den Vorzügen des Digitalen kombinieren. Deshalb würden auf der Plattform keine Stände in 3D gezeigt: Diese soll "von echten Menschen" leben, die dort interagieren. „In Zeiten von Corona ist unser Hybridkonzept die passende Lösung. Die daraus resultierenden Synergien ermöglichen eine neue Reichweite der Agritechnica."

Die "Agritechnica digital" wird im Mai beginnen

Die "Agritechnica digital" wird im Mai, und damit bereits weit im Vorfeld der physischen Messe, online gehen. Alle Aussteller der Messe werden automatisch Teil der digitalen Plattform und können diese frei "bespielen". Das durch die DLG betreute Fachprogramm der Messe wird vor Ort und im Internet stattfinden. Das Leitthema "Green Efficiency – inspired by solutions" bedeutet für die Messemacher: Landwirtschaft soll künftig Lebensmittel, Futtermittel, Rohstoffe und Energie "ökoeffizient erzeugen".

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