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C-Port auf der Suche nach neuem Geschäftsführer

Arno Djuren, der seit 2017 die Geschicke des Industrie- und Gewerbegebietes leitet, verlässt das Interkommunale Unternehmen. Hintergrund dürfte ein laufendes Strafverfahren sein.

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Symbolfoto: Archiv

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Der C-Port, das am Küstenkanal gelegene Industrie- und Gewerbegebiet, muss sich einen neuen Geschäftsführer suchen. Arno Djuren, der seit 2017 das Geschäft des C-Ports als hauptamtlicher Geschäftsführer verantwortete, und der Zweckverband Interkommunaler Industriepark Küstenkanal (IIK) haben sich getrennt. Djuren wolle beruflich neue Wege einschlagen, schreibt Landrat Johann Wimberg, der gleichzeitig Vorsitzender der Verbandsversammlung des IIK ist, in einer Pressemeldung.  "Daher trennen sich nun die Wege des C-Port und des Geschäftsführers Arno Djuren durch eine ordentliche Kündigung in gegenseitigem Einverständnis", schreibt Wimberg weiter. Mit seinem Weggang beim C-Port endet automatisch auch Djurens ehrenamtliche Tätigkeit als Geschäftsführer des Zweckverbandes.

Djuren hatte die Geschäftsführung des C-Ports am 1. Juli 2017 übernommen und seitdem, so die allgemeine Überzeugung in der Verbandsversammlung und im Verbandsausschuss des IIK, den Hafen weit nach vorne gebracht. "Unter ihm haben sich der Hafen und die Gewerbegebiete prächtig entwickelt, mit ihm konnte man super zusammenarbeiten", heißt es etwa aus Reihen des Verbandsausschusses, dem je zwei Vertreter des Landkreises Cloppenburg, der Stadt Friesoythe und der Gemeinde Saterland angehören. Die drei Kommunen tragen den IIK und den C-Port gemeinsam.

Ausgewiesener Hafenexperte

"Arno Djuren hat die Ansiedlungen im C-Port mit dem Team der Geschäftsstelle gefördert", schreibt Landrat Wimberg etwas zurückhaltender in seiner Pressemeldung. Darüber hinaus sei unter Djurens Führung der Hafenumschlag für Schüttgut und Schwerlasten deutlich gesteigert worden. "Da hat sich Djurens Expertise als Hafenkenner ausgezeichnet", so der Landrat weiter. Djuren war vor seinem Engagement beim C-Port zwölf Jahre lang in leitender Funktion bei einem Dienstleistungsunternehmen für Logistik/Hafenwirtschaft und Montage in Papenburg tätig gewesen. 

Arno Djuren ist nicht mehr Geschäftsführer des Industrie- und Gewerbeparks C-Port. Archivfoto: StixArno Djuren ist nicht mehr Geschäftsführer des Industrie- und Gewerbeparks C-Port. Archivfoto: Stix

Hintergrund der einvernehmlichen Trennung ist vermutlich ein laufendes Strafverfahren gegen Djuren bei der Staatsanwaltschaft Aurich. Ihm wird vorgeworfen, 10.000 Euro aus der Kameradschaftskasse der Freiwilligen Feuerwehr Westrhauderfehn entwendet zu haben. Djuren, der die Tat eingestanden hat und nach eigenen Angaben zutiefst bereut, hat das Geld vollständig zurückgezahlt. Ein Termin für das Gerichtsverfahren beim Landgericht Aurich ist noch nicht angesetzt.  

Suche nach neuem Geschäftsführer ist angelaufen

"Meine Zusammenarbeit mit Arno Djuren war immer sehr gut und erfolgreich", sagt Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann, der auch Vorsitzender des IIK-Verbandsausschusses ist. "Ich kann ihm nur alles Gute und viel Kraft wünschen." Der IIK mache sich nun auf den Weg, einen neuen Geschäftsführer zu suchen. Die zuständigen Gremien wollen dafür, sofern das Rechnungsprüfungsamt zustimmt, eine Personalberatung einsetzen.

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