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Feuerwehrmann greift in Kameradschaftskasse

Mehr als 10.000 Euro soll ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr Westrhauderfehn aus einer Gemeinschaftskasse abgezweigt haben. Der Fall sorgt auch für Aufregung im Landkreis Cloppenburg.

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Griff in die Kasse: In Westrhauderfehn soll ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr 10.000 Euro aus der Kameradschaftskasse entwendet haben. Der Mann soll in führender Position bei einem kommunalen Unternehmen im Landkreis Cloppenburg arbeiten.   Foto: Kruse

Griff in die Kasse: In Westrhauderfehn soll ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr 10.000 Euro aus der Kameradschaftskasse entwendet haben. Der Mann soll in führender Position bei einem kommunalen Unternehmen im Landkreis Cloppenburg arbeiten.   Foto: Kruse

Es ist ein unverfrorener Griff in die Gemeinschaftskasse: Bei der Freiwilligen Feuerwehr Westrhauderfehn soll ein aktives Mitglied mehr als 10.000 Euro von einem Bankkonto für private Zwecke abgehoben haben. Mit dem Geld soll der Mann seine Suchtkrankheit finanziert haben. Eine Strafanzeige ist im August gestellt worden. Inzwischen liegt der Fall bei der Staatsanwaltschaft in Aurich. Auch der Landkreis Cloppenburg ist von dem Fall betroffen: Bei dem Beschuldigten handelt es sich um einen hochrangigen Mitarbeiter eines kommunalen Unternehmens im Landkreis.

Der Mann bereue seine Tat zutiefst, sagte er am Freitag in einem persönlichen Gespräch. Er leide an einer Suchtkrankheit und habe sich in eine Behandlung begeben. Das Geld habe er in voller Höhe zurückgezahlt. Er habe selbstständig und unaufgefordert zur Aufklärung des Vorfalls beigetragen, betonte er.

Im August wurde Strafanzeige erstattet

Bisher ist öffentlich nichts darüber bekannt, wann der Fall aufgeflogen ist. Frauke Bruhns, die Pressesprecherin der zuständigen Polizeibehörde im Landkreis Leer, bestätigte auf Anfrage, das eine Anzeige erstattet wurde. „Mittlerweile ist der Fall an die Staatsanwaltschaft Aurich weitergeleitet worden“, so Bruhns. Dort wird nun gegen den Beschuldigten aus Rhauderfehn ein Ermittlungsverfahren geführt. Das bestätigte Staatsanwalt Jan Wilken: „Die Ermittlungen dauern an.“

Der Betroffene hat vor einigen Wochen selbst die rechtlichen Vertreter des kommunalen Unternehmens über die Vorgänge informiert, so Sascha Rühl, Pressesprecher des Landkreises. Das kommunale Unternehmen habe bereits eine Sonderprüfung der Bücher in die Wege geleitet. Bislang wurden, so Rühl, keine Auffälligkeiten entdeckt. Bezüglich möglicher personalrechtlicher Konsequenzen laufe derzeit die juristische Prüfung.

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