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Bürgerwindpark Heinfelde schüttet Gewinn aus

Die Mitglieder bekommen eine Dividende von 7 Prozent. Hubert Runge wird mit großer Mehrheit in den Aufsichtsrat wiedergewählt.

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Das Jahr 2021 war ein eher unterdurchschnittliches Windjahr. Symbolfoto: dpa/Brandt

Das Jahr 2021 war ein eher unterdurchschnittliches Windjahr. Symbolfoto: dpa/Brandt

Der Aufsichtsrat und der Vorstand der Bürgerwindpark Heinfelde eG hat sich aufgrund der anhaltenden Corona-Situation entschieden, die Generalversammlung schriftlich abzuhalten. In einem ersten Brief wurde über alle wesentlichen Informationen des abgelaufenen Geschäftsjahres 2021 berichtet, wie es in einer Mitteilung heißt. Dazu konnten Fragen gestellt werden. In einem zweiten Schritt wurden demnach dann die Abstimmungen vorgenommen. Von 403 Mitgliedern haben insgesamt 278 Mitglieder von ihrem Abstimmungsrecht Gebrauch gemacht.

Die positive Entwicklung aus den Vorjahren 2019 und 2020 konnte in 2021 nur bedingt fortgesetzt werden. Das Windjahr 2021 ist in der Branche allgemein als unterdurchschnittliches Windjahr eingestuft worden. Diese Entwicklung war bundesweit festzustellen, heißt es weiter in der Mitteilung. Der Jahressollwert der Stromproduktion wurde 2021 um 10 Prozent unterschritten, dennoch konnten die Umsatzerlöse um rund 23 Prozent erhöht werden.

In 2021 wurden insgesamt 22,4 Millionen Kilowattstunden in das Netz eingespeist

Die gegenläufige Entwicklung der wirtschaftlichen Zahlen (+23 Prozent bei den Erlösen) zur Stromproduktion (-10 Prozent) ist laut Mitteilung der Tatsache geschuldet, dass an der Strombörse der Strom aus regenerativer Energie zu einem höheren Preis als die garantierte Vergütung nach dem erneuerbaren Energiegesetz gehandelt wurde. In 2021 wurden insgesamt 22,4 Millionen Kilowattstunden ins Netz gespeist. Durch die höheren Erträge aus der Einspeisevergütung konnte eine Dividende in Höhe von 7 Prozent an die 403 Mitglieder ausgeschüttet werden.

Von den Mitgliedern wurde der vorgelegte Jahresabschluss festgestellt. Darüber hinaus stand auch die Wiederwahl von Herbert Runge in den Aufsichtsrat an. Dieser wurde mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt, heißt es weiter. Im Vergleich zum windschwachen Vorjahr 2021 kann die Stromproduktion im laufendem Jahr 2022 als bisher sehr gutes Windjahr eingestuft werden. Hier sind insbesondere die zeitweisen Preissteigerungen an der Leipziger Strombörse für Strom aus erneuerbaren Energien zu nennen. Inwieweit vonseiten der Bundesregierung eine Abschöpfung der sogenannten „Zufallsgewinne“ erfolgen wird, bleibt abzuwarten. Mit der Abschöpfung sollen die Strompreisentlastungen für die Bürger und Bürgerinnen teilweise finanziert werden.

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