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Der Nächste, bitte!

Thema: Der Trainerwechsel bei Rasta Vechta

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Alles auf Anfang, mal wieder. Bei Rasta Vechta, das in schwere See geraten ist, bricht eine neue Zeitrechnung an. Jetzt ist es also an Vladimir Lucic, das Schiff wieder in ruhiges Fahrwasser zu bekommen. Auf der Kommandobrücke des Basketball-Zweitligisten gilt: Der Nächste, bitte! Überraschend kommt das nicht. Rasta hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass Marius Graf als Interimscoach fungiert. Er hat den freien Fall gestoppt, darauf kann Lucic gewiss aufbauen.

Aber: Der Serbe, bis auf seine kuriose Namensgleichheit mit dem Bayern-Star hierzulande eher ein „No Name“ in der Basketballszene, hat eine Herkulesaufgabe vor sich, wie der jüngste Rückschlag beim Aufsteiger Bochum gezeigt hat. Rastas Team ist alles andere als gut zusammengestellt, das ist ja kein Geheimnis mehr. Nigel Pruitt und Carlos Medlock sind bereits auf dem Abstellgleis geparkt, Deng Geu droht Ähnliches, beim verletzten Devin Searcy sieht's – Stand jetzt – auch nicht viel anders aus.

Die Baustellen für Lucic sind so vielfältig, dass auch er Zeit brauchen wird, um seine Ideen von erfolgreichem Basketball umzusetzen. Allzu viele Möglichkeiten, den Kader nach seinen Vorstellungen zu korrigieren, hat Lucic nicht. Klar, vier Profi-Lizenzen wären noch frei. Aber alles noch mal auf links drehen? Noch mehr Unruhe im Kader? Noch mehr Geld verpulvern? Ein schmaler Grat zwischen Nutzen und Risiko. Fakt ist: Die Tabellenkonstellation ist gefährlich. Was passiert, wenn man die Negativspirale nicht stoppt, hat Rasta in der Vorsaison erfahren.

Das Team und der Klub brauchen nun Führungsstärke und Verlässlichkeit. Eine Konstanz, die es lange nicht mehr gab. Und vielleicht täte auch eine harte Hand ganz gut, die Rastas Profis vor allem das luschige Reboundverhalten austreibt. Wunder darf man sicher auch von Lucic nicht erwarten. Es geht, so ehrlich muss man sein, nach wie vor nur um Schadensbegrenzung.

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