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Auf Rasta Vechta wartet harte Arbeit

Am Freitagabend steigt die Heimpremiere des Basketball-Bundesligisten gegen Würzburg. Sport1 überträgt live - und Philipp Herkenhoff fällt weiter verletzt aus.

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Kampf um den Ball: Rastas Jordan Barnett (links) und Will Vorhees (rechts) beim Versuch, JaJuan Johnson von Bayern München zu stoppen. Am Freitag geht's gegen Würzburg. Foto: nph / Straubmeier

Kampf um den Ball: Rastas Jordan Barnett (links) und Will Vorhees (rechts) beim Versuch, JaJuan Johnson von Bayern München zu stoppen. Am Freitag geht's gegen Würzburg. Foto: nph / Straubmeier

Jedes Spiel ist wichtig, das betonen Trainer immer wieder. Thomas Päch, Coach der Basketballer von Rasta Vechta, macht da keine Ausnahme. Und dann gibt's die Partien, die auch für Päch „noch wichtiger“ sind. Er meint damit „Spiele gegen vermeintliche Konkurrenten“. Ein solches Spiel steht Rasta am Freitagabend bevor. Der heimische Bundesligist erwartet s.Oliver Würzburg. Das Geisterspiel im Rasta-Dome, das den 2. BBL-Spieltag eröffnet, beginnt um 20.30 Uhr und wird nicht nur live im Internet, sondern auch im Free-TV bei Sport1 gezeigt.

Ob Würzburg in dieser Saison tatsächlich zu jenen Mannschaften gehört, die ebenso wie Rasta um den Klassenerhalt kämpfen, kann Päch (noch) nicht beurteilen. Dafür ist die Spielzeit noch zu jung. „Und in diesem Jahr ist es grundsätzlich fast unmöglich zu sagen, wer eventuell die gleiche Kragenweite hat“, sagt Päch. Natürlich ist ihm nicht entgangen, dass die Unterfranken ihren Gürtel im Sommer enger schnallen mussten – enger als so mancher Konkurrent. Und natürlich hat der Rasta-Coach gehört, dass es dem bisherigen Playoff-Anwärter aus dem Maindreieck vornehmlich um die Sicherung des Standorts geht.

Klar ist allerdings auch: Päch hat nur das eigene Team im Sinn. Ein Team, das sich beim 78:90-Auftakt bei Bayern München sehr ordentlich verkaufte. Päch betont aber sofort: „Wir müssen uns darauf einstellen, dass es ein ganz anderes Spiel wird.“ Die Rollenverteilung ist definitiv eine andere: In München war Rasta krasser Außenseiter, am Freitag hat kein Team diesen Status inne. Päch erwartet daher „harte Arbeit“, ein Spiel des Willens und des Kampfes. Tim Hasbargen, der am Sonntag bei seinem BBL-Debüt zwei blitzsaubere Dreier traf, pflichtet seinem Coach bei: „Wir müssen hart spielen und die richtige Einstellung haben.“ Er habe eine Halbzeit vom Würzburger Liga-Auftakt gegen Ulm gesehen, dabei sei ihm die „sehr physische“ Spielweise der Würzburger aufgefallen.

Nur vier Trainingseinheiten für das Würzburg-Spiel

Nach der Rückkehr aus München am frühen Montagmorgen hatte Päch vier Trainingseinheiten, um Rasta auf die Spielweise des Gegners einzunorden – eine am Dienstag, zwei am Mittwoch und eine am Donnerstag. Philipp Herkenhoff war in allen vier Einheiten nicht dabei. Immerhin: Seine lädierte Sehne in der Fußsohle reagiert positiv auf die Pause bzw. die Behandlung. „Die Entzündung sieht besser aus“, sagt Päch. Herkenhoff habe mit dem Aufbautraining begonnen. „Erstes Ziel ist es, dass Philipp wieder fit wird“, sagt Päch. Er werde jetzt nicht spekulieren, ob Herkenhoff eine Woche später bei den Löwen Braunschweig (21. November) auflaufen kann oder nicht. Auch eine Prognose in Sachen A-Nationalmannschaft sei derzeit nicht möglich. Herkenhoff gehört dem 18-köpfigen Vorab-Kader von Bundestrainer Henrik Rödl für die EM-Qualifikationsspiele am 27. und 29. November in Pau gegen Montenegro und Frankreich an.

Rastas Bilanz gegen Würzburg ist leicht positiv. In sieben BBL-Duellen gab's vier Siege, der letzte Erfolg, ein 89:87 in eigener Halle, datiert vom 27. Dezember 2019. Übrigens: Von jenen acht Spielern, die damals zweistellig punkteten, ist am Freitag nur noch einer dabei: Josh Young.

Dass es bei der Heimpremiere 20/21 keine Unterstützung durch die Fans gibt, findet Päch natürlich „sehr schade“ und „sehr bitter“, betont aber auch: „Wir sind alle froh, dass es weitergeht, dass wir überhaupt spielen können.“ Abseits des Parketts versucht Rasta unterdessen, seine Sponsoren noch besser zu platzieren. Im TV-relevanten Bereich, also auf der Seite der Teambänke, wird's eine zweite LED-Bandenreihe geben. Ein Test mit Blick auf den Monat Dezember, in dem Rasta vier Heimspiele hat.

  • Info: Würzburgs Trainer Denis Wucherer spricht im OM online-Interview über eine aussterbende Art, Rastas "cleveren Weg" und seinen Wunsch nach mehr Innovationen in Sachen Spielplan. Das Interview finden sie hier.

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