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Dr. Dankwart Seipp pflegt mit Freude die Streuobstwiese

"Gute Tat" des Monats August: Der 81-Jährige engagiert sich seit mehr als 20 Jahren im Haus im Moor. Er war schon bei der Planung der Obsterlebniswiese mit dabei.

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Ein Herz für Bäume: (von links) Daniela Thias, Gesa Wendt vom Förderverein, Dr. Dankwart Seipp, Vereinsvorsitzender Willibald Meyer und Bürgermeister Alfred Kuhlmann. Foto: Gebert-Fischer

Ein Herz für Bäume: (von links) Daniela Thias, Gesa Wendt vom Förderverein, Dr. Dankwart Seipp, Vereinsvorsitzender Willibald Meyer und Bürgermeister Alfred Kuhlmann. Foto: Gebert-Fischer

„Es gibt ihn, den vielfältigen Einsatz für die Allgemeinheit über einen Zeitraum von über 20 Jahren, wie es Dr. Dankwart Seipp unter Beweis stellt“, freut sich Bürgermeister Alfred Kuhlmann anlässlich der Ehrung der „Guten Tat des Monats August“ im „Haus im Moor“. Was der anerkannte Pomologe leistet? Als die Obsterlebniswiese auf dem Gelände des Naturschutz- und Informationszentrums (NIZ) 2001 gebaut wurde, war der Geehrte schon in die Planungsphase integriert und trat dem „Förderverein Goldenstedter Moor“ bei – mittlerweile gehört der Preisträger auch dem Vorstand an.

"Das Moor stellt die Obstbäume vor besondere Herausforderungen, denn mal ist es zu trocken und mal zu nass."Dr. Dankwart Seipp

Zur Aufgabenstellung gehörten anfänglich die Auswahl der richtigen und passenden Obstsorten sowie die Pflanzung. Heute bildet die Pflege der gut 100 Bäume die Hauptaufgabe. „Das Moor stellt die Obstbäume vor besondere Herausforderungen, denn mal ist es zu trocken und mal zu nass. Deshalb haben wir Gräben ausgehoben und Wälle aufgebaut. Orientiert haben wir uns dabei an den bewährten Obstbaumsystemen im ‚Alten Land’ als Herzstück des größten Obstbaugebietes Nordeuropas. Entschieden haben wir uns für Äpfel, Birnen, Pflaumen und Zwetschgen. Süßkirschen kommen leider mit den hiesigen Bodenbedingungen nicht zurecht, weshalb wir darauf verzichtet haben. Eine Besonderheit ist auch, dass das Beschneiden der Bäume schon im November und Dezember stattfinden muss, weil die Gräben volllaufen könnten und das Anbringen einer Leiter unmöglich machen würden“, erläutert der rüstige 81-Jährige, der weit über die regionalen Grenzen für seine besonderen Kenntnisse und seinen riesigen Erfahrungsschatz bekannt ist.

Preisträger will Summe verdoppeln und spenden

„Früher hat mir Hartmut Feldberg geholfen, der aber leider verstorben ist. Jetzt mache ich es allein. Die Streuobstwiese ist das einzige Projekt, das ich über einen so langen Zeitraum betreue. Die Pflege der Streuobstwiese macht mir großen Spaß.“ Und was geschieht jetzt mit dem Preisgeld von 100 Euro? „Ich werde die Summe verdoppeln und dem Förderverein spenden“, so der Pomologe. Vorgeschlagen wurde der Geehrte von Bürgermeister a.D. und Vorsitzendem des Fördervereins Willibald Meyer.

Mit der „Guten Tat“ als kreisweiter Aktion vom Goldenstedter Familienbündnis, der Gemeinde Goldenstedt und OM-Medien wird ein besonderes Engagement oder eine ehrenamtliche Hilfestellung in den Blickpunkt gerückt. Schon über 150 „Gute Taten“ wurden mit Urkunden und jeweils 100 Euro ausgezeichnet. Am Ende eines Kalenderjahres wird die „Gute Tat des Jahres“ honoriert – feierlich übergeben wird dann ein Preisgeld von 500 Euro. Wer möchte eine Person oder Gruppe aus dem Landkreis benennen? Bitte schriftlich beim Mehrgenerationenbüro einreichen, Stichwort „Die gute Tat“, Brunkhorststraße 16 d in 49424 Goldenstedt oder per E-Mail „mgh@goldenstedt.de“. Telefonische Auskünfte werden unter 04444/204300 oder 04444/200938 erteilt.

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