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Das ist bei der Hauptuntersuchung Ihres Autos zu beachten

Der Leiter der Tüv-Nord-Station in Vechta gibt einen Rundum-Blick für den regelmäßigen Fahrzeug-Check.

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Mehr als 150 Punkte zu prüfen: Bei der Hauptuntersuchung kontrollieren die Prüfer jedes Fahrzeug ganz genau. Foto: Tüv Nord

Mehr als 150 Punkte zu prüfen: Bei der Hauptuntersuchung kontrollieren die Prüfer jedes Fahrzeug ganz genau. Foto: Tüv Nord

Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, müssen Autos, Motorräder und Co. in regelmäßigen Abständen zur Hauptuntersuchung (HU). Welch elementaren Beitrag die HU zur Verkehrssicherheit in Deutschland beitrage, belege die Unfallanalyse des Statistischen Bundesamts: 2021 waren nur ein Prozent der Unglücksfälle mit Personenschaden auf technische Mängel zurückzuführen, teilt der Tüv Nord mit. Erst wenn die mehr als 150 gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollpunkte mängelfrei abgehakt sind, gibt es eine neue Plakette. Doch was im ersten Moment viel klingt, sei meist in 30 Minuten geschafft, erklärt Anton Tarasov, Leiter der Tüv-Nord-Station in Vechta.

Neben den bekannten Punkten wird seit 2010 auch die sogenannte Untersuchung Motormanagement und Abgas durchgeführt, kurz UMA. Sie wird aber separat bescheinigt. Anerkannte Werkstätten können die UMA laut Mitteilung auch vor dem großen Sicherheitscheck abnehmen und eventuelle Probleme beseitigen. Die Bescheinigung über die UMA muss bei der HU vorgelegt werden und darf nicht älter als einen Monat sein.

Kosten unterscheiden sich von Land zu Land

Für den Preis der HU spielen von der Fahrzeugart bis zum zulässigen Gesamtgewicht viele Faktoren eine Rolle; auch unterscheiden sich die Kosten von Bundesland zu Bundesland. Für alle gilt jedoch: Die Kosten innerhalb eines Bundeslandes müssen an allen Prüfstellen der Organisation einheitlich sein. Und: Die Preise sind der Aufsichtsbehörde mitzuteilen und dürfen sich nicht ändern, daher gibt es keine Rabatte und Sonderaktionen. Teurer wird es allerdings, wenn ein Fahrzeug zur Nachuntersuchung muss oder die Frist mehr als 2 Monate verstrichen ist. In diesem Fall ist eine vertiefte HU mit zusätzlichen Prüfpunkten vorgeschrieben. Diese Kontrolle kostet 20 Prozent mehr als die normale HU.

Am Ende der Hauptuntersuchung stellen die Prüferinnen und Prüfer den Bericht in Form einer bundeseinheitlichen sowie eindeutigen Mängelbeschreibung aus. Ob man die HU bestanden hat, lässt sich auf einen Blick erkennen: Die Prüfplakette wird sofort erteilt, wenn dort OM, kurz für ohne festgestellte Mängel, steht. Auch bei dem Kürzel HW geht die Fahrt direkt weiter. Allerdings wurden Hinweise auf mögliche zukünftige Mängel entdeckt.

VM heißt: Nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen

Treten geringe Mängel, kurz GM, zutage, geht zwar zeitnah keine Verkehrsgefährdung vom Fahrzeug aus, aber Halterinnen und Halter müssen die Defekte sofort beheben. Wenn das zu erwarten ist, kann die Prüfplakette zugeteilt werden. Allerdings besteht kein Anspruch auf die Zuteilung der Prüfplakette. Steht in dem Dokument EM, ist man durchgefallen – es gibt erhebliche Mängel, die bis zur Nachprüfung binnen eines Monats beseitigt sein müssen.

Wenn gefährliche Mängel, kurz für VM, bestehen, wird dringend empfohlen, nicht mehr am Straßenverkehr teilzunehmen, bis alles repariert ist. Prangt VU im Prüfbericht, ist das Fahrzeug verkehrsunsicher und wird stillgelegt. Es muss auf einem Anhänger oder Abschleppwagen in die nächste Werkstatt befördert werden.

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