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Alkohol im Essen: Warum er nicht vollständig verdampft

Ein Schuss Wein verfeinert die Soße. Dass Kinder mitessen, ist kein Problem. Schließlich verdampft der Alkohol ja. Aber stimmt das auch?

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Mit Rotwein wird beispielsweise Gulasch verfeinert. Foto: dpa/Scheurer

Mit Rotwein wird beispielsweise Gulasch verfeinert. Foto: dpa/Scheurer

Alkohol verleiht Braten, Soßen und Suppen ein besonderes Aroma. Hobbyköche wiegen sich dabei oft in dem Glauben, dass er beim Kochen vollständig verdampft. Das stimmt so aber nicht. Wie viel Alkohol in den fertigen Speisen übrig bleibt, hängt ab von der Art und Menge des Alkohols und der Zubereitungsart. Darauf weist die Verbraucherzentrale Bayern hin.

Auch andere Zutaten können Alkohol binden und in der Speise halten. Je größer die Menge und je hochprozentiger der Alkohol ist, desto mehr ist im Essen zu finden. Laut Verbraucherzentrale kann die Restalkoholmenge zwischen 4 und 85 Prozent schwanken.

Alkohol verdampft bei Speisen im Topf

Fast vollständig verdunstet Alkohol, wenn er gleich zu Beginn der Garzeit zugefügt wird und wenn Speisen im offenen Topf zubereitet werden. Beim Schmoren im geschlossenen Bräter verringert sich der Alkoholgehalt kaum. Denn der alkoholhaltige Dampf kondensiert am Deckel und gelangt wieder zurück ins Essen.

Mehr Alkohol bleibt auch zurück, wenn er erst am Ende hinzugefügt wird oder die Zubereitungszeit kurz ist.

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