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Zentralklinik wird in Borwede gebaut

Die Mitglieder des Diepholzer Kreistags haben sich mit Mehrheit für den Standort in einem Twistringer Stadtteil entschieden. Ein Gutachten lieferte die Basis für dieses Votum.

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Möglicher Standort der neuen Zentralklinik: Die Lenkungsgruppe des Landkreises Diepholz und die beauftragten Berater hatten sich für eine Fläche in Twistringen entschieden. Die Politik stimmte zu.  Foto: Wilke

Möglicher Standort der neuen Zentralklinik: Die Lenkungsgruppe des Landkreises Diepholz und die beauftragten Berater hatten sich für eine Fläche in Twistringen entschieden. Die Politik stimmte zu.  Foto: Wilke

Twistringen-Borwede wird der Standort der neuen Zentralklinik im Landkreis Diepholz. Das hat der Kreistag jetzt beschlossen. Nach drei Stunden kritischer Nachfragen aus den Reihen der mehr als 100 Zuhörer und intensiver Diskussion im Plenum registrierte die Kreistagsvorsitzende Dörte Meyer (CDU) sieben Stimmen gegen Borwede und fünf Enthaltungen, schreibt kreiszeitung.de. Weiter im Rennen waren zum Schluss Mörsen und Sulingen. Insgesamt hatten acht der 15 Kommunen im Landkreis Diepholz Grundstücke für das Projekt angeboten, schreibt kreiszeitung.de.

Der Diepholzer Landrat Cord Bockhop hatte noch in der Sitzung mehrfach betont, wie wichtig die Zentralklinik sei. Er wolle nicht zuschauen, so Bockhop, wie in den bisherigen Kliniken „Abteilung für Abteilung“ geschlossen werden müssten, weil kein Personal mehr vorhanden sei, wird der Landrat von kreiszeitung.de zitiert. Derzeit gibt es im Landkreis Diepholz drei Kliniken - in Bassum, Diepholz und Sulingen.

Die Zentralklinik soll auf einem 11,5 Hektar großen Grundstück an der Bundesstraße 51 entstehen, schreibt das Portal weiter. Der Neubau soll 340 Planbetten und eine Kinderklinik mit 30 Betten haben.

Ende 2019 fiel die Entscheidung für das Projekt

Schon im Kreishaushalt dieses Jahres waren Planungsmittel in Höhe von vier Millionen Euro verankert worden, hatte kreiszeitung.de bereits im Vorfeld berichtet. In der mittelfristigen Finanzplanung sind für die Jahre 2021 weitere vier Millionen, für 2022 fünf Millionen Euro und für 2023 sieben Millionen Euro vorgesehen. Unverzichtbar sind für den Landkreis allerdings Zuschüsse aus Hannover: Bereits im August 2019 hatte der Landrat deshalb einen Förderantrag zum Bau der Zentralklinik beim Land Niedersachsen gestellt.

Ein eigens eingesetzter Ausschuss des Diepholzer Kreistags hatte sich
zunächst auf Basis eines Gutachtens festgelegt und vor der Sitzung seine Empfehlung für Borwede ausgesprochen. Ende 2019 war die grundsätzliche Entscheidung für den Neubau gefallen.

In den Komplex sollen neun Fachabteilungen ziehen, hieß es im Vorfeld. 135 Planbetten gibt es für die Innere Medizin, 90 für die Chirurgie, 36 für die Neurologie und Schlaganfallversorgung, 23 für die Frauenheilkunde in Verbindung mit der Geburtshilfe, je 20 Planbetten für die Orthopädie und die Urologie, 15 für die Plastische und Hand-Chirurgie und eines für die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Dazu käme die Kinderklinik. Die psychiatrische und psychosomatische Versorgung bleibt in Bassum.

Vechta und Lohne planen ebenfalls eine Zentralklinik

Parallel wird im Landkreis Vechta ein Zentralkrankenhaus geplant. Allerdings soll das Klinikum Vechta-Lohne, zu dem die Krankenhäuser der beiden Städte fusionieren sollen, mit 450 Planbetten deutlich größer werden. Auch Vechta bewirbt sich um Landesmittel. Allein auf Vechtaer Seite rechnet die katholische Schwester-Euthymia-Stiftung als Träger des Vechtaer St. Marienhospitals und des Lohner St. Franziskus-Hospitals mit einem Zuschussbedarf in Höhe von 220 Millionen Euro.

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