Viel Beifall für Ehrengast Oettinger in Rechterfeld
Der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Günther H. Oettinger spricht beim CDU-Kohlessen vor 170 Teilnehmern in Rechterfeld.
Bernd Koopmeiners | 04.03.2026
Der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Günther H. Oettinger spricht beim CDU-Kohlessen vor 170 Teilnehmern in Rechterfeld.
Bernd Koopmeiners | 04.03.2026

Im Schützenhof Rechterfeld: (von links) Jörg Reinke, Ehrengast Günther H. Oettinger, Ralf Dasenbrock, Jochen Steinkamp (CDU-Kreisvorsitzender Vechta), Gerd Meyer und Sven Oesten (stellvertretender CDU-Vorsitzender Visbek). Foto: Koopmeiners
Der CDU-Gemeindeverband Visbek hat am Montagabend (2. März) im Schützenhof sein traditionelles Kohlessen veranstaltet. Vorsitzender Ralf Dasenbrock begrüßte im voll besetzten Saal den Ministerpräsidenten a.D. Günther H. Oettinger aus Stuttgart als Ehrengast, der in Begleitung seiner Lebenspartnerin Friederike Beyer gekommen war, sowie Bürgermeister Gerd Meyer, Jochen Steinkamp, CDU-Landesvorstand Oldenburg, und Jörg Reinke, den Bürgermeisterkandidaten der CDU. Dasenbrock betonte, die CDU Visbek werde sich optimal auf die Kommunalwahl und die Bürgermeisterwahl am 13. September vorbereiten und habe mit Jörg Reinke einen geeigneten Kandidaten als Nachfolger von Gerd Meyer gefunden. Jochen Steinkamp erklärte in seinem Grußwort, die CDU wolle die absolute Mehrheit im Landkreis Vechta und in der Gemeinde Visbek verteidigen. Bürgermeister Gerd Meyer erwähnte die aktuelle finanzielle Situation und Wirtschaftsdaten der Gemeinde. Ziel sei es, die Schulden (19,8 Millionen Euro) bis 2030 zu halbieren. Die Unternehmen und Betriebe in der Gemeinde lobte Meyer für die Arbeitsplätze und die Gewerbesteuer. Jörg Reinke bedankte sich für die Aufstellung als Kandidat und betonte, er wolle für alle Einwohner Bürgermeister sein. Als besondere Anliegen wertete er die Vereinbarung von Familie und Beruf, die Betreuung von Grundschulkindern, die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik und den Zusammenhalt im Ort und in den Bauerschaften der Heimatgemeinde. Schützenhofwirt Leo Zurborg sorgte für das traditionelle Kohlessen, bevor Ehrengast Oettinger seine Rede hielt. Er erwähnte, in Berlin habe er schon am Oldenburger Kohlessen mit einem Kohlkönig teilgenommen, aber in Baden-Württemberg gebe es Maultaschen und Rotwurst. Zudem dankte der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident dem Bürgermeister und dem Verwaltungsausschuss für den Empfang im „schönen Visbeker Rathaus“, wo er sich in das Goldene Buch der Gemeinde eingetragen hatte. In seiner frei gehaltenen Ansprache mit schwäbischem Akzent analysierte Oettinger die Themen Wirtschaft und Sicherheit, vor allem mit Bezug auf Deutschland und Europa. Nach 4 Jahren Stagnation sollten Deutschland und Europa mit fairen Handelsabkommen und durch Zusammenarbeit wieder ein Wirtschaftswachstum erreichen, lautete seine Forderung. Kostensenkung sei auch bei Rüstungsprojekten und in der Forschung in der EU erforderlich. Wenn wir den Wohlstand, den wir haben, erhalten wollen, ist allerdings eine längere Arbeitszeit (bis zur Rente) erforderlich, erklärte der Redner. Noch höhere Rentenzuschüsse seien nicht vertretbar. „Wir müssen uns auch etwas zumuten. Das Motto von Geier-Sturzflug (1978) bleibt zielführend: ’Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt.’“ Von Deutschland und der EU forderte Oettinger, die Ukraine wirkungsvoll zu unterstützen. Sein Fazit: „Die Lage ist nicht hoffnungslos.“ Oettinger war von 2010 bis 2019 EU-Kommissar in Brüssel; er hofft, die „Vereinigten Staaten von Europa“ noch zu erleben, sagte der Ehrengast unter viel Beifall.Oettinger spricht Themen wie Wirtschaft und Sicherheit an
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