Endlich kommt Bewegung in die festgefahrenen Fronten des Krieges in der Ukraine. Die Hoffnung auf einen Waffenstillstand lebt wieder auf. Vielleicht müssen Tausende Ukrainer und Russen doch nicht auf dem Schlachtfeld des vom russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem Überfall auf die Ukraine entfachten Krieges ihr Leben lassen. Wenn es so kommt, wäre das vor allem ein Verdienst des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Der hat das Gespräch mit Putin gesucht und ein Treffen mit ihm in Saudi-Arabien vereinbart.
Bezeichnend ist, dass die Europäer und die Europäische Union nicht involviert sind. Da mögen führende EU-Politiker noch so sehr fordern, Europa müsse an den Gesprächen beteiligt sein. Im Moment scheint Europa überhaupt nicht wichtig zu sein, gleichwohl der Krieg auf dem Kontinent geführt wird.
„Es wäre ein Deal, der also für beide Staaten gewinnbringend wäre. Vor allem für die Ukraine. Rohstoffe gegen Sicherheit: Es gibt schlechtere denkbare Kooperationen.“
Natürlich bleibt abzuwarten, zu welchen Ergebnissen Trump und Putin am Ende kommen und ob der Vorschlag vor allem für die Ukraine akzeptabel ist. Dass das Land Teile seines von den Russen besetzten Gebietes, vor allem die Krim, nicht wiederbekommen wird, dürfte Präsident Wolodymyr Selenskyj längst wissen. Aber vielleicht gelingt es ihm, durch eine verstärkte wirtschaftliche Kooperation mit den USA etwa beim Abbau der wohl reichlich vorhandenen Seltenen Erden Schutzgarantien der Amerikaner zu bekommen. Schließlich hat Trump an diesen Rohstoffen größtes Interesse, um die USA von China unabhängiger zu machen.
Es wäre ein Deal, der also für beide Staaten gewinnbringend wäre. Vor allem für die Ukraine. Rohstoffe gegen Sicherheit: Es gibt schlechtere denkbare Kooperationen.