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SPD-Mann Bartz verpasst knapp den Einzug in den Bundestag

Der Vechtaer ist zweiter Nachrücker auf der Niedersachsen-Liste seiner Partei. Er sei "enttäuscht und traurig" – vor allem angesichts der Zuwächse für die SPD vor Ort.

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In Wartestellung: Alexander Bartz. Foto: Samir

In Wartestellung: Alexander Bartz. Foto: Samir

Beinahe hätte es geklappt: Alexander Bartz, SPD-Kandidat für Cloppenburg-Vechta, hat nur knapp den Einzug in den Bundestag bei der Wahl am Sonntag verpasst. Er ist nun der zweite Nachrücker auf der Niedersachsenliste der Sozialdemokraten.

Trotz aller Freude für das Abschneiden seiner Partei im Bund und vor Ort - Bartz sagte gegenüber OM Online auch: "Ich bin momentan enttäuscht und traurig."

Positiv sei aber, dass er im Zuge des Wahlkampfes bekannter geworden sei. Nun freue er sich auf die Arbeit im Vechtaer Stadtrat, in den er bei der Kommunalwahl vor 2 Wochen gewählt worden war.

Ursprünglich hätte Bartz nach den Umfragewerten im Vorfeld der Wahl ein Mandat für den Bundestag bei bereits etwa 24 Prozent für die SPD erhalten. Allerdings: Aufgrund des Wahlrechts, das eine komplizierte Vorgehensweise bei der Verrechnung von Erst- und Zweitstimmen bei der Mandatsverteilung vorsieht, kam es anders.

Die SPD-Kandidaten in Niedersachsen holten so viele Direktmandate (Erststimmenergebnis), dass über die Liste nur 3 weitere Sozialdemokraten ins Parlament einziehen. Außerdem: Auch die Zahl der Direktmandate für die AfD in Sachsen und für die Grünen in Baden-Württemberg spielten eine Rolle, dass Bartz nicht in den Bundestag eingezogen ist.

Der Vorsitzende von Bartz Vechtaer SPD-Kreisverband, Sam Schaffhausen, sagte: "Wir freuen uns riesig über den großartigen Wahlerfolg der SPD bei der diesjährigen Bundestagswahl." Auch im Landkreis Vechta hätten die Sozialdemokraten "einen deutlichen Zuwachs an Stimmen verzeichnen" können.

"Jedoch bedauern wir sehr, dass laut dem vorläufigen Wahlergebnis unser Bundestagskandidat Alexander Bartz nach einem engagierten Wahlkampf knapp den Einzug in den Bundestag verpasst hat", führte Schaffhausen aus.  Für die Region wäre es "sehr gut gewesen", mit  Alexander Bartz über die Liste wieder einen SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Oldenburger Münsterland zu stellen, sagte Schaffhausen.

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