Das Ehrenamt hat in Holdorf einen hohen Stellenwert. „Diese Leistungen sind nicht zu bezahlen und sollten nicht bezahlt werden, um ihnen nicht die innewohnende Qualität zu nehmen: Arbeiten für eine Sache, die einem am Herzen liegt“, findet die SPD/FDP-Fraktion. Sie möchte dennoch die Rahmenbedingungen für die Ehrenamtlichen verbessern – durch höhere Förderungen, Zuschüsse auch für Gruppen außerhalb der Vereine und durch eine Beratungsstelle. Deshalb hat die Gruppe jetzt einen entsprechenden Antrag eingereicht. Konkret fordert sie Folgendes:
- Erhöhung der Förderung Jugendlicher in Vereinen unter 18 Jahren auf 17,50 Euro jährlich (bisher: 12,50 Euro)
- Erhöhung der Sockelbeiträge um jeweils 100 Euro (bisher: jährliche Zahlung eines Sockelbeitrags entsprechend der Mitgliederzahl)
- einen Zuschuss für Fahrten von 3 Euro je Teilnehmer und Tag
- einen Zuschuss für Bildungsveranstaltungen von 5 Euro je Teilnehmer und Tag
- Übernahme von 50 Prozent der Kosten für Gruppenleiterausbildung
- Zuschüsse für große Bauvorhaben auf 75 Prozent der Kosten (bisher: 50 Prozent)
- für Gruppen wie die Tafel oder die Kleiderkammer soll es einen einmaligen Zuschuss von 50 Euro pro Jahr für gesellige Veranstaltungen geben
- Die SPD möchte eine Beratungsstelle für Vereine und Gruppen einrichten (alle 14 Tage für 2 Stunden)
„Wir sind der Überzeugung, dass es finanzielle Zuwendungen oder Vorteilsgabe an Einzelpersonen nicht geben darf, da durch eine derartige Hervorhebung andere zurückgesetzt werden“, schreibt Gruppensprecher Martin Fischer und spielt damit auf den Antrag der CDU-Fraktion an.
Diese hatte gefordert, dass Ehrenamtliche bei der Bauplatzvergabe bevorzugt werden sollen. Außerdem sollte ein Ehrenamtsmanager eingestellt werden. Die Corona-Förderung sollte auch 2021 abrufbar sein.